Wissen

Wieso Auberginen unterschiedlich sind

Auberginen sehen sehr unterschiedlich aus. Sie sind lila oder weiß, rund oder länglich. Manche tragen Stacheln, andere sind völlig glatt. Diese Vielfalt wirkt zufällig, ist es aber nicht. Ein internationales Forschungsteam hat das Erbgut der Aubergine untersucht. Nicht nur einer Sorte, sondern vieler Varianten weltweit. Erstmals liegt nun ein vollständiger genetischer Überblick vor. Forschende sprechen von einem sogenannten Pan-Genom.

Dieses Pan-Genom umfasst alle bekannten Auberginen-Gene. Ergänzt wurde es durch den Pan-Phänotyp. Er beschreibt sichtbare Eigenschaften der Pflanzen. Dazu zählen Form, Farbe, Größe und Widerstandskraft. Grundlage der Analyse waren über 3.400 Auberginensorten. Sie stammen aus vielen Regionen der Welt. So ließ sich auch ihre Geschichte rekonstruieren. Ursprünglich kommt die Aubergine aus Indien und Südostasien.

Frühe Sorten waren oft hell und stachelig. Diese Merkmale finden sich regional bis heute. In Europa wurden sie meist weggezüchtet. Menschen formten die Pflanze gezielt um. Für genauere Analysen wählten Forschende 368 repräsentative Sorten. Diese wurden vollständig genetisch entschlüsselt. Die Untersuchungen liefen an mehreren Standorten parallel. So ließen sich Umwelt- und Geneffekte unterscheiden.

Manche Eigenschaften blieben überall gleich. Dazu gehören Fruchtform und Samenanzahl. Andere Merkmale schwankten stark. Etwa Größe oder bestimmte Inhaltsstoffe. Diese Erkenntnisse helfen der Pflanzenzüchtung erheblich. Neue Sorten lassen sich gezielter entwickeln. Sie sind robuster gegen Krankheiten und Klima. Das sichert Ernten und erhält Vielfalt.

Die Aubergine zeigt dabei etwas Grundsätzliches. Vielfalt entsteht nicht zufällig. Sie ist genetisch erklärbar und nutzbar.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Consent Management Platform von Real Cookie Banner