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Keine Angst – eine Polemik
von Kaya Gercek Das ZDF hat der Redaktion der satirisch-kabarettistischen Dauersendung „Die Anstalt“ untersagt, den neuen Song von Danger Dan (Antilopen Gang) in der 100. Jubiläumssendung aufzuführen, den er dort zusammen mit Igor Levit live spielen wollte. Mit dieser Entscheidung der Sendeleitung wurde die Kunstfreiheit verletzt, von denen, die sonst vorgeben, diese zu schützen.
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Reporter ohne Grenzen kritisiert neue US-Visavorgaben
Die US-Regierung hat neue Visaregeln für ausländische Journalistinnen und Journalisten beschlossen. Künftig dürfen viele von ihnen zunächst nur noch 240 Tage in den Vereinigten Staaten bleiben. Anschließend muss eine Verlängerung beantragt werden. Für Medienschaffende aus China gelten noch strengere Vorgaben: Ihre Visa sollen auf 90 Tage begrenzt werden. Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die Änderungen scharf. Die Organisation warnt, dass internationale Korrespondentinnen und Korrespondenten dadurch dauerhaft in Unsicherheit leben müssten. Wer alle acht Monate erneut um seine Aufenthaltserlaubnis bangen müsse, könne langfristige Recherchen oder Berichterstattungen nur schwer planen.
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Antike Texte entschlüsseln: Zwei öffentliche Vorträge in Münster am 23. und 24. Juli
Antike Schriftquellen wirken auf den ersten Blick oft wie verschlossene Botschaften. Zwei öffentliche Vorträge an der Universität Münster zeigen nun, wie Forschende solche Texte entziffern, einordnen und auswerten. Am Donnerstag, 23. Juli, spricht Prof. Dr. Gesa Schenke vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster über „Koptische Papyrologie und das kulturelle Gedächtnis“. Einen Tag später, am Freitag, 24. Juli, folgt Prof. Dr. Joachim Friedrich Quack von der Universität Heidelberg mit dem Vortrag „Demotistik und Papyrologie: Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit“. Beide Veranstaltungen beginnen um 18.15 Uhr im Hörsaal JO 1 in der Johannisstraße 4 in Münster. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird in der Ankündigung nicht verlangt.
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KI hilft bei der Suche nach Chemikalien und Giften
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat neue Sensorsysteme entwickelt, die Einsatzkräfte bei der Suche nach gefährlichen Stoffen unterstützen sollen. Die Technik kann auf Drohnen oder geländegängigen Robotern montiert werden und soll dabei helfen, chemische oder biologische Gefahrstoffe zu erkennen, ohne dass Menschen sich unmittelbar in Gefahr begeben müssen. Bislang müssen Feuerwehr, Katastrophenschutz oder andere Einsatzkräfte häufig zunächst selbst in ein möglicherweise kontaminiertes Gebiet vordringen. Erst dort können sie Proben nehmen und feststellen, ob tatsächlich gefährliche Stoffe vorhanden sind. Das kostet Zeit und birgt Risiken.
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Europäisches Netzwerk will Schwachstellen von Krebszellen vorhersagen
Warum wirkt ein Medikament bei manchen Tumoren, bei anderen aber nicht? Und welche Gene braucht eine Krebszelle unbedingt zum Überleben? Die europäische Forschungsinitiative PRECISE will solche Fragen künftig stärker mit Computermodellen beantworten. Mehr als 30 Forschungsgruppen aus neun Ländern beteiligen sich daran. Zu den Gründungspartnern gehören auch die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn. Die Pläne des Konsortiums wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Genetics vorgestellt. Dabei handelt es sich noch nicht um ein neues Therapieverfahren. PRECISE beschreibt vielmehr eine gemeinsame Forschungsstrategie.
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Kartoffelalarm
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„Die Aussage ‚Sport ist politisch‘ langweilt mich“
Clara-Sophia Müller ist Journalistin, Sportsoziologin und lizensierte Kinder- und Jugendtrainerin. Sie schreibt als freie Autorin für die taz und die Jungle World. Im Gespräch mit Wahnsinnwissen ordnet sie die gesellschaftspolitischen Themen rund um die WM 2026 ein.
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Wir brauchen uniformierte Hundertschaften und nicht Danger Dan
Es gibt viel Diskussion um Danger Dan/Igor Levit und den Song »Keine Angst« und das ZDF. Auch bei uns wurde schon hier und hier darüber geschrieben. Man wird – und das ist meines Erachtens der ganze Zweck des Liedes – fast schon gezwungen, Position zu beziehen. Bist du für die Antifa, ja oder nein? Äh, ja schon, aber »Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk?« Also bist du dagegen? Dann bist du kein Antifaschist, also bist du Faschist!
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Warum ältere Bienen plötzlich wieder Babysitter werden
Wer im Bienenstock die Königin versorgt, den Nachwuchs pflegt oder später Nahrung sammelt, scheint keineswegs zufällig zu geschehen. Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Universitäten Köln und Frankfurt hat nun Hinweise darauf gefunden, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn der Honigbiene die altersabhängige Arbeitsteilung mitsteuern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. In einem Bienenstaat wechseln Arbeiterinnen ihre Aufgaben mit zunehmendem Alter. Junge Tiere kümmern sich zunächst um die Königin und die Brut. Erst später übernehmen sie andere Arbeiten im Stock und fliegen schließlich als Sammelbienen aus. Warum dieser Wechsel so zuverlässig funktioniert, war bislang nur teilweise verstanden.
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Es ist lächerlich, erster werden zu wollen
Gestern gab es ein unfassbares Spiel um Platz 3. bei der Fußball-WM der Männer. Wahrscheinlich war es gerade deshalb so ein gutes Spiel, weil es nicht um Platz 1 ging. Erster werden zu wollen ist lächerlich. Erster werden zu wollen diskreditiert alle Menschen, die den Sport lieben und den Sport selbst.



























