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Antikes Orakel entdeckt: 56 Antworten auf die Fragen des Lebens
Wer in der Antike vor einer schwierigen Entscheidung stand, konnte die Götter um Rat fragen. Dafür musste man nicht unbedingt das berühmte Orakel von Delphi besuchen. Auch Würfel, Lose und beschriftete Steine sollten helfen, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Ein archäologischer Fund aus der heutigen Türkei zeigt, wie systematisch solche Befragungen organisiert waren. In der antiken Stadt Kibyra im Südwesten der Türkei wurde ein beschrifteter Steinblock untersucht, der aus der römischen Kaiserzeit stammt. Auf ihm sind 56 mögliche Orakelantworten überliefert. Die Inschriften geben Einblick in eine Form der Wahrsagerei, die als Astragalomantie bezeichnet wird.
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Elif Eralp ist nicht das Problem, doch sie trägt auch nicht zur Lösung bei
Der Spiegel hat interne Notizen von Elif Eralp veröffentlicht, die im Zuge eines geplanten Interviews versehentlich mitgeschickt wurden. Laut diesen Notizen habe sie Angst um ihre eigene Familie und wolle daher bestimmte Personen, die im Fokus der Debatte über die Regierungstauglichkeit der Berliner Linken stehen, nicht namentlich erwähnen. Konkret geht es um den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim. Damit geht diese Debatte, bei der es auch darum geht, dass antisemitische Kräfte die Linke und insbesondere deren Berliner Landesverband unterwandert haben, in die nächste Runde.
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KI-generierte Wissenschaft: Wenn das Peer Review automatisiert wird
Künstliche Intelligenz erleichtert das Verfassen wissenschaftlicher Texte erheblich. Doch verbessert sie damit auch die Wissenschaft? Eine Untersuchung in der Fachzeitschrift Organization Science liefert Hinweise auf eine problematische Entwicklung: Seit der breiten Verfügbarkeit von ChatGPT ist die Zahl eingereichter Manuskripte deutlich gestiegen. Gleichzeitig gibt es Anzeichen dafür, dass die Qualität der Einreichungen darunter leidet. Ein Forschungsteam analysierte 6.957 Manuskripteinreichungen und 10.389 wissenschaftliche Gutachten aus dem Zeitraum zwischen Januar 2021 und Februar 2026. Damit konnten Entwicklungen vor und nach der Veröffentlichung von ChatGPT miteinander verglichen werden.
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Göbekli Tepe: Erstmals Bestattungen nachgewiesen
Göbekli Tepe im Südosten der Türkei gehört zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten der frühen Jungsteinzeit. Die monumentalen Steinbauten mit ihren charakteristischen T-förmigen Pfeilern entstanden lange vor den ersten Hochkulturen Mesopotamiens. Doch eine Frage beschäftigte die Forschung seit Jahrzehnten: Warum fanden sich zwischen den Bauwerken zahlreiche verstreute menschliche Knochen, aber zunächst keine eindeutig dokumentierten Gräber? Eine im September 2026 in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichte Untersuchung liefert nun neue Antworten. Die Archäologen Julia Gresky und Lee Clare beschreiben erstmals zwei Bestattungen aus dem präkeramischen Neolithikum B, ungefähr zwischen 8700 und 8000 vor Christus.
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LSD-Mikrodosierung: Verbessert sie die Aufmerksamkeit von Frauen?
Kleine Mengen LSD werden gelegentlich mit dem Versprechen eingenommen, Konzentration, Kreativität oder Wohlbefinden zu verbessern. Wissenschaftlich sind solche Wirkungen bislang nur unzureichend belegt. Eine neue Untersuchung liefert nun Hinweise darauf, dass sich mögliche Effekte auf die Aufmerksamkeit zwischen Frauen und Männern unterscheiden könnten. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) im Oktober 2026 vorgestellt. Grundlage war eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie mit 48 gesunden Erwachsenen, darunter jeweils 24 Frauen und Männer. Über einen Zeitraum von zwei Wochen erhielten die Teilnehmenden entweder ein Placebo oder vier Dosen von jeweils 15 Mikrogramm LSD. Diese Menge liegt deutlich unter den Dosierungen, die gewöhnlich für ausgeprägte psychedelische Erfahrungen…
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KI hat ein verzerrtes Bild vom Menschen
Können Sprachmodelle menschliche Befragungsteilnehmer ersetzen? Eine internationale Studie in Nature Human Behaviour kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Künstliche Intelligenz kann zwar manche statistischen Zusammenhänge menschlicher Eigenschaften nachbilden, unterschätzt jedoch die tatsächliche Vielfalt menschlicher Einstellungen und Präferenzen. Die Forschenden um Fadong Chen verwendeten Befragungsdaten von 67.201 Menschen aus 74 Ländern. Anschließend ließen sie verschiedene Sprachmodelle Antworten dieser Personen simulieren. Untersucht wurden sechs wirtschaftlich relevante Eigenschaften: Risikobereitschaft, Geduld, Vertrauen, Altruismus sowie positive und negative Reziprozität. Dabei zeigte sich ein systematisches Problem. Die simulierten Antworten waren häufig homogener als die tatsächlichen menschlichen Antworten. Individuelle Unterschiede wurden eingeebnet, extreme Ausprägungen unzureichend abgebildet.
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ADHS und Autismus: Britische Untersuchung hinterfragt Überdiagnostik
Die Zahl der ADHS- und Autismusdiagnosen ist in Großbritannien stark gestiegen. Doch bedeutet das, dass immer mehr Menschen fälschlicherweise diagnostiziert werden? Eine unabhängige Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Für eine weitverbreitete Überdiagnostik fehlen bislang belastbare Belege. Gleichzeitig bestehen erhebliche Probleme bei der Qualität und Verfügbarkeit diagnostischer Angebote. Die von Psychologieprofessor Peter Fonagy geleitete Kommission untersuchte unter anderem Bevölkerungsstudien, Versorgungsdaten und wissenschaftliche Übersichtsarbeiten. Demnach hat sich die dokumentierte Häufigkeit von ADHS bei Sechs- bis Elfjährigen zwischen 2000 und 2025 versechsfacht. Bei Zwölf- bis Siebzehnjährigen stieg sie sogar um mehr als das Fünfzehnfache. Die tatsächliche Häufigkeit von ADHS in der Bevölkerung scheint dagegen über die vergangenen…
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KI: Frauen bleiben beim KI-Boom zurück
Künstliche Intelligenz schafft einige der derzeit am schnellsten wachsenden und bestbezahlten Arbeitsplätze im Technologiesektor. Frauen profitieren davon bislang allerdings deutlich weniger als Männer. Nach LinkedIn-Daten, über die der Guardian berichtet, entfiel nur ungefähr ein Viertel der Neueinstellungen in KI-Berufen auf Frauen. Bei Stellen außerhalb des KI-Bereichs lag ihr Anteil dagegen ungefähr bei der Hälfte. In Führungspositionen der KI-Branche sinkt der Frauenanteil demnach auf rund 13 Prozent. Frauen arbeiten innerhalb der Branche häufiger in geringer bezahlten Tätigkeiten wie der Annotation von Trainingsdaten. Zugleich sind sie häufiger in Berufen beschäftigt, die durch KI stark verändert oder teilweise automatisiert werden könnten, etwa im Kundenservice. Damit entsteht eine doppelte Schieflage: Frauen sind seltener an…
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Kokablätter auf geopferten Inka-Lamas entdeckt
Mehr als 500 Jahre lang steckten Kokablätter im Fell geopferter Lamas. Heute liefern sie einen unmittelbaren Einblick in die Rituale der Inka. Der Fund stammt aus Tambo Viejo im Acarí-Tal an der Südküste Perus. Archäologen fanden dort neun junge Lamas, die geschmückt, gefesselt und als Opfer bestattet worden waren. Radiokarbondaten weisen auf die Zeit zwischen ungefähr 1450 und 1500. Bei drei Tieren entdeckten Forschende Kokablätter, die noch im Fell steckten. Offenbar waren sie während der Zeremonie über die Tiere gestreut worden. Der trockene Boden konservierte Fell und Pflanzenreste ungewöhnlich gut. Coca hatte für die Inka religiöse Bedeutung und wurde als Gabe für Gottheiten und Ahnen verwendet. Spanische Chronisten berichteten später…
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KI: Warum echte Fragen KI-Systeme besser testen als künstliche
Viele KI-Anwendungen beantworten Fragen nicht ausschließlich aus ihrem Trainingswissen. Sie durchsuchen zunächst eine Dokumentensammlung und formulieren auf Grundlage gefundener Texte eine Antwort. Das Verfahren heißt RAG: „Retrieval-Augmented Generation“, also durch Informationssuche ergänzte Textgenerierung. Eine Untersuchung verglich 1.851 automatisch erzeugte Testfragen mit 322 echten Fragen von Studierenden an ein universitäres Informationssystem. Synthetische Fragen waren durchschnittlich 15,7 Wörter lang, echte nur 6,8. Die künstlichen Fragen verteilten sich über 165 Quellen; echte Nutzer benötigten nur 53 und konzentrierten sich auf wenige Themen. Ein Suchverfahren, das in künstlichen Tests besonders gut abschnitt, brachte bei echten Fragen keinen entsprechenden Vorteil, verursachte aber teils längere Wartezeiten. Daraus folgt: Automatisch erzeugte Fragen sind nützlich, sollten aber um…



























