-
Herne: Wie sehr wollen deutsche Verkäufer arbeitslos werden?
Ich war heute in der Herner City unterwegs, wieder einmal. Und ich habe das erlebt, was ich nun seit Wochen und Monaten in vielen Innenstädten erlebe: In vielen Geschäften geht es augenscheinlich nicht schlecht genug, als dass sie anfangen würden, den Kunden als etwas anderes zu sehen als störend. Ist das in allen Läden so? Frage ich euch. Und sage: Nein, eindeutig nicht. In dem Moment, wo der Verkäufer oder Inhaber einen türkischen oder arabischen Akzent hat, gegebenenfalls auch einen osteuropäischen, ist die Stimmung im Laden direkt ganz anders. Man kann daraus nur schließen: Mehr Deutsche wollen von Sozialtransferleistungen auf Kosten von Ausländern leben. Ich könnte viele Geschichten dazu erzählen…
-
Vom Hooligan zum Staatsanwalt?
Es ist ein ungeheurer Vorwurf, den die „Antifaschistische Linke Bochum“ erhebt: Laut einem Instagram-Post soll der Bochumer Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann früher Mitglied der rechtsextremen Schalker Hooligan-Gruppe „Mighty Blues“ gewesen sein. Bekanntheit erlangte die Gruppe vor allem durch die Dokumentation „Die sind eben so“ von 1983, in der Mitglieder der „Mighty Blues“ sowie der Dortmunder „Borussenfront“ zu Wort kommen.
-
Herne: Was ist denn das am Ententeich?
Der sogenannte Ententeich in Herne-Süden ist vielen bekannt. Ein kleiner Teich, ein Spielplatz daneben, Wiesen und Wege – ein Ort, an dem man spazieren gehen oder einfach eine Weile sitzen kann. Etwas abseits des Teiches fallen allerdings Steinstrukturen auf. Was ist das eigentlich? Und wozu stehen sie dort? wahnsinnwissen hat bei der Stadt Herne nachgefragt. Die Antwort: Die Strukturen sind keine Überreste einer früheren Nutzung, sondern wurden dort gezielt aufgestellt. Der betreffende Abschnitt des Südparks am Erlenweg wurde 2018 im Rahmen einer ökologischen Maßnahme umgestaltet. Dabei ging es nach Angaben der Stadt um die Förderung von Sperlingsvögeln.
-
Klingt irre, aber sollte man sich Söder als Kanzler wünschen?
Wenn man der Berliner Gerüchteküche traut, sind Merz‘ Tage als Kanzler gezählt. Spätestens am Sonntag nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sollte feststehen, ob die CDU noch stabil genug ist, um einen schwankenden Mann wie Merz zu tragen (hier bitte Majestix auf Schild als Bild vorstellen). Als Nachfolger werden, neben – Gott bewahre! – Dobrindt, die Ministerpräsidenten Wüst, Rhein und Söder gehandelt. Und natürlich ist für besonnene Menschen Wüst der vielversprechendste von denen. Aber irgendwas muss man auch mit den nicht-besonnenen Menschen machen.
-
Was hat der Tod unseren Ralf zu ficken?
Ralf Richter ist tot. Und dieser deutsche Schauspieler hat unfassbar viele Rollen auf großartigste Art und Weise gespielt. Für mich, und ich glaube für viele andere auch, bleibt er aber immer dieser unfassbar unsympathische Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang“. Das war eine Rolle, die mich völlig umgehauen hat, so wie es ein Film war, der mich umgehauen hat, und einer der Filme neben „Doppelpack“ und „Fußball ist unser Leben“, die für mich Ruhrgebiet pur sind. Blenden wir dabei einmal Filme wie „Was nicht passt, wird passend gemacht“ aus und stellen neidlos fest: „Bang Boom Bang“ hat eine ganze Generation geprägt. Und Ralf Richter auch.
-
Was aber, wenn die AfD liefert?
Verschiedentlich kann man nach der Wahl vom Wochenende nun hören, dass das Ganze doch vielleicht zwar nicht gut sei, aber gewissermaßen auch ein Testfall und die Möglichkeit einer Entzauberung der AfD. In dieses Horn stößt beispielsweise der Tübinger Obertübinger, aber auch an anderen Stellen kann man das hören. Nun würde die AfD nicht das leisten, was sie versprochen habe. Der Wähler würde das wahrnehmen, und dann wäre es das auch wieder. Einmal abgesehen davon, dass das menschliche Erinnerungsvermögen, zumal in Deutschland, relativ übersichtlich ist, was eine solche Strategie angeht: Blenden wir nun einmal zudem aus, dass die AfD nun zu einem Narrativ finden könnte, in dem sie zwar die Wahl…
-
Heute haben wir verloren
Oft haben wir über die Demokratie geschrieben. Und auch darüber, wieso es ein Fehler war, in den Oblast Ostdeutschland zu investieren, ohne gleichzeitig darauf zu drängen, dass die Menschen dort bundesrepublikanische Demokratie verstehen. Heute Abend erscheint es aber durchaus nicht verkehrt, einmal einen anderen Blick auf die Situation zu werfen. Auf den Kampf gegen die Antidemokraten. Auf den Kampf gegen Putins Vasallen. Die einfache Wahrheit lautet – und sie gehört ausgesprochen:
-
Deutsche Technik soll ferne Planeten direkt fotografieren
Die meisten Exoplaneten kennen wir bislang nicht von Fotos. Forscher entdecken sie indirekt – etwa weil ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht und dessen Licht kurz abschwächt. Das neue Roman-Weltraumteleskop der NASA soll einige dieser fernen Welten dagegen direkt sichtbar machen. Die Technik dafür kommt aus Heidelberg. Das Problem beim Fotografieren eines Exoplaneten ist sein Stern. Ein Planet wie Jupiter ist im sichtbaren Licht ungefähr eine Milliarde Mal schwächer als die Sonne. Aus großer Entfernung verschwindet er deshalb praktisch vollständig im Licht seines Heimatsterns.
-
Wie aus einer „Shem-Party“ eine „Chemsex-Party“ wurde
Was haben die Berliner Morgenpost, der Stern, die Süddeutsche Zeitung, RTL, ntv und diverse andere Medien gemeinsam? Sie alle berichteten sinngemäß, Ski Aggu habe Jens Spahn und dessen Ehemann Daniel Funke vorgeworfen, an einer „Chemsex-Party“ teilgenommen zu haben. Dabei hatte Ski Aggu diesen Vorwurf gar nicht erhoben. Abgesehen davon, dass er selbst in einem Kommentar auf Instagram betonte, dass es sich lediglich um eine ausgedachte Geschichte zu Unterhaltungszwecken handelt, sprach der Rapper von einer „Shem-Party“ – nicht von einer „Chemsex-Party“.
-
Wahlen in Sachsen-Anhalt: Schluss mit Woke-Sprech
Am Sonntag wird nun also in Sachsen-Anhalt gewählt. Und es wird langsam, aber sicher Zeit, dem Woken und insbesondere dem Woke-Sprech die Stirn zu bieten. Seit Jahren, fast schon einem Jahrzehnt, ist die Unart eingezogen, mit AfDlern und noch mehr über AfDler so zu sprechen, als hätten wir es hier mit kleinen Schneeflocken zu tun, die schon bei der kleinsten Berührung zusammenbrechen. Das ist genau jener Woke-Sprech, den AfDler ansonsten immer so heftig kritisieren. Sie wollen zurück zum guten alten Klartext, bei dem man die Dinge noch beim Namen nennen darf. Bitte sehr.



























