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Sind die Grünen schuld am SA-Landtagspräsidenten?
Es ist so weit. Erstmals in Deutschland hat ein AfD-Mensch die Funktion des Landtagspräsidenten. So weit, so deutsch. Und in ein paar Wochen wird sich dann die Frage nach dem SA-Ministerpräsidenten stellen. Heute hingegen ist interessant, dass die AfD-Fraktion zusammen mit dem BSW – den beiden sicheren Russland-Fraktionen – auf 44 Stimmen kam, Rausch aber vier Stimmen mehr erhielt. Der AfDler aus dem gesichert rechtsextremen Landesverband erhielt also 48 Stimmen. Im SA-Landtag sitzen außerdem noch die Linken, die Grünen, die SPD und die CDU.
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Frauen bekommen weniger Geld – auch als KI
Ein Gender Pay Gap setzt nicht einmal Menschen voraus. In einem Experiment mit 189 Beschäftigten arbeiteten Versuchspersonen in einem virtuellen Büro mit verschiedenen KI-Assistenten zusammen. Darunter waren zwei menschenähnliche Agenten: der männlich präsentierte „Johan“ und die weiblich präsentierte „Johanna“. Technisch waren beide identisch und verwendeten dasselbe KI-Modell. Nach den gemeinsamen Aufgaben sollten die Versuchspersonen die Leistung bewerten und echtes Geld zwischen sich und der KI aufteilen. Das Ergebnis: Johanna erhielt im Schnitt 10,25 Prozent weniger als Johan. Dabei bewerteten die Teilnehmenden ihre eigentliche Arbeitsleistung ähnlich. Auch das Vertrauen in Johan war zwar etwas größer, der Unterschied aber statistisch nicht bedeutsam. Johan wurde allerdings als menschlicher wahrgenommen.
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Gebt Amthor seinen Strandkorb wieder!
Philipp Amthor hat sich von seinem Strandkorb getrennt. Wieso? Weil eine angeblich menschliche Meute im Internet sich darüber empörte, dass das ja nicht sein könne, dass der Politiker auf dem Balkon seines Büros einen solchen Strandkorb habe. Angeblich menschlich deswegen, weil es eine Empörung ist, die vor allem durch das Internet grassierte. Bots machen einen erheblichen Teil der Kommunikation in sozialen Netzwerken aus, und betrachtet man den gesamten Web-Traffic, so machen sie sogar über 50 Prozent aus. Es zeigt sich hier ein generelles Problem, nämlich dass sowohl Journalisten als auch Politiker nach wie vor Empörung im Netz mit echter Empörung verwechseln. Vielleicht auch deswegen, da sie vermeintlich sichtbarer ist und…
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KI: Wie viel Alien?
Langsam kommt die Nachricht auch in Deutschland an, spät zwar, aber immerhin. Ob es zu spät ist oder nicht, wird ohnehin nicht in Deutschland entschieden. Bis die KI-Debatte hierzulande wirklich läuft, sind die grundlegenden Entscheidungen wahrscheinlich eh schon gegessen. Aber vielleicht auch nicht. Es bleibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass selbst in Deutschland sich Menschen wirklich für künstliche Intelligenz und ihre Potenziale wirklich interessieren und sich nicht nur fragen, was das jetzt eigentlich mit unserer Arbeitswelt machen wird. Die nachfolgenden Überlegungen sind mir tatsächlich im Laufe der letzten Monate selbst gekommen. Im Nachgang habe ich gemerkt, dass ich in der Gesellschaft mit durchaus namhaften Menschen im KI-Forschungsbereich bin, die diese Gedanken auch…
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Alle Reformen sind sinnlos. Jetzt, am Vorabend des KI-Zeitalters
Wenn man davon ausginge, dass alles ungefähr so weitergeht wie bisher, hätte Bundeskanzler Merz vermutlich recht, mit seinem Ruf nach Reformen. Ob die dann so oder anders aussehen sollten, ist politisches Tagesgeschäft. Aber die demographische und medizinische Entwicklung führen dazu, dass es immer mehr alte Menschen gibt, die einerseits Rente beziehen und andererseits immer länger immer bessere (=teurere) medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Die Wirtschaft kriselt, aber in einer herkömmlichen Welt würden neue Geschäftsfelder eröffnet, die auch wieder mit staatlichen Maßnahmen gefördert werden können. In einer Welt wie Merz sie kennt, könnte und müsste man mit Reformen einiges umwälzen, um dann im Großen und Ganzen ungefähr so weiterzumachen. Aber durch…
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Update: Vom Hooligan zum Staatsanwalt?
Update (23.09.26): Die WAZ hat nun als erstes Medium bestätigt, dass die Person, die in einer Doku aus den 80er Jahren antisemitische Aussagen tätigt und den Hitlergruß macht, tatsächlich der heutige Bochumer Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann ist. Er selbst hat das ebenfalls zugegeben, behauptet aber, dass er damals weder gewaltbereit noch rechtsextrem gewesen sei und seine früheren Aussagen unter Alkoholeinfluss getätigt worden seien. Diese Erklärung wirkt allerdings äußerst zweifelhaft. Dass Bachmann in der Doku davon sprach, das an den SS-Totenkopf angelehnte Banner der Gruppe „Mighty Blues“ entworfen zu haben, deutet darauf hin, dass er eine gewisse Stellung innerhalb der Gruppe gehabt haben dürfte. Laut der Doku wurde die Gruppe bereits 1981,…
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Ein kurdischer Klub an der Spitze der Süper Lig
Es ist eine dieser Geschichten, die nur der Fußball schreibt: Amedspor, ein Verein mit kurdischer Identität aus Diyarbakır (kurdisch: Amed), ist erst vor wenigen Monaten erstmals in die türkische Süper Lig aufgestiegen. Nachdem in den ersten Spielen mit Siegen gegen Trabzonspor, Beşiktaş und einem 5:0 gegen Erdogans Lieblingsklub Başakşehir drei der finanzstärksten Klubs der Liga geschlagen wurden, ist Amedspor nun Tabellenführer.
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Mehr Antisemitismus wagen!
Berlin hat gewählt. Die Linke hat gewonnen. 25,7 Prozent. Mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Das kann man nun beklagen. Man kann warnen. Man kann sich fragen, wie es so weit kommen konnte. Man könnte allerdings auch etwas wesentlich Demokratischeres tun: den Wähler ernst nehmen. Denn Wahlergebnisse sind keine Einbahnstraße. Wenn eine Partei ein Viertel der Stimmen erhält, wird sie offenbar etwas richtig gemacht haben. Es wäre geradezu arrogant, ihre Positionen nun einfach deshalb abzulehnen, weil man sie selbst für falsch hält.
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Wie AfD ist Ihre Milch?
Als die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewann, schrieb Theo Müller ihrer Bundesvorsitzenden Alice Weidel: „Gratuliere zum sensationellen Erfolg!“ Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Signal an das ganze Land gesendet. Müller nannte das Ergebnis einen „Glücksfall“. Kurz darauf erklärte der Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe Theo Müller im Interview mit der Welt am Sonntag, Bundeskanzler Friedrich Merz solle die SPD aus der Regierung entlassen. Danach könne er mit wechselnden Mehrheiten regieren. „Da bliebe nur die AfD übrig“, sagte Müller. Sein Ideal: „Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert.“
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Esoterik als Unterrichtsgegenstand?
Horoskope, Tarot, Numerologie: Esoterische Vorstellungen begegnen uns überall. Aber wo lernen Schüler*innen eigentlich, sie einzuordnen und ihre Wahrheitsansprüche kritisch zu prüfen? Gibt es dafür überhaupt einen Ort in der Schule? Diese Frage kam bei mir auf, weil ich mich seit einiger Zeit mit der Verbindung von Mathematik und Esoterik beschäftige – auch im Kontext der Lehramtsausbildung. In der Mathematik ist das ja erst mal nicht prioritär verortet (dazu später mehr). Wo wird eigentlich etwas systematisch über die Geschichte der Esoterik vermittelt, über ihre Formen, ihren selbst gesetzten Wahrheitsanspruch? Und wo wird mit esoterischen Weltbildern vor einem wissenschaftlichen Hintergrund aufgeräumt? In welchem Fach geschieht dies? Und warum ist das wichtig? Von…


























