• Wissen

    Menopause: Jahre des Umbruchs

    Wahnsinnwissen-Redakteur Sebastian Bartoschek sprach mit Dr. Stephanie Dreyfürst über die Wechseljahr. Dreyfürst ist Germanistin, leitet eine Bildungseinrichtung in Wiesbaden und hat sich – wie sie sagt: „zwangsläufig“ – in das Thema Wechseljahre eingelesen, weil sie selbst mitten in der Perimenopause steckt. Zu Beginn räumt Dreyfürst mit einem verbreiteten Missverständnis auf: Menopause ist streng genommen kein langer Abschnitt, sondern ein Zeitpunkt, der erst rückwirkend feststeht – nämlich dann, wenn zwölf Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist.  Das, was viele meinen, wenn sie „Menopause“ sagen, ist meistens die Perimenopause: die lange Übergangszeit vor der letzten Blutung. Diese Phase könne Jahre dauern, und bei manchen beginne der hormonelle Wandel lange vor dem…

  • diesdas

    Diskussion in Münster über KI in Westfalen

    Wie setzen Unternehmen und Institutionen in Westfalen künstliche Intelligenz ein? Darüber diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung am 9. März um 18 Uhr in der Studiobühne der Universität Münster (Domplatz 23). Unter dem Titel „KI in Westfalen“ laden die Universitätsgesellschaft Münster und Westfalen e.V. zur öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Eine Anmeldung ist erforderlich.

  • Wissen

    Wir glauben, was wir klicken

    Man liest eine Schlagzeile, klickt darauf, scrollt weiter – und ein paar Tage später begegnet einem dieselbe Aussage wieder. Plötzlich klingt sie vertraut. Und was vertraut klingt, wirkt oft glaubwürdiger. Selbst dann, wenn man gar nicht mehr genau weiß, woher man die Information kennt. Genau dieses Phänomen haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Die Grundidee dahinter ist nicht neu: Je öfter wir eine Aussage hören oder lesen, desto eher halten wir sie für wahr. Das nennt man den sogenannten Truth-Effekt. Wichtig ist der Unterschied zu einem ähnlichen Mechanismus, dem Mere-Exposure-Effekt. Der bedeutet: Was wir häufiger sehen, finden wir sympathischer oder angenehmer. Beim Truth-Effekt geht es jedoch nicht um…

  • Wissen

    Bundespreis Verbraucherschutz 2026: Engagement für faire Märkte gesucht

    Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz schreibt den Bundespreis Verbraucherschutz 2026 aus. Mit dem Preis werden Personen, Initiativen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Rechte und Interessen von Verbrauchern einsetzen. Berücksichtigt werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliches Engagement. Vorschläge können bis zum 15. April 2026 eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern aus Verbraucherschutz, Politik, Wissenschaft und Journalismus. Die Schirmherrschaft übernimmt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig.

  • Meinung,  Wissen

    Dieses Zitat bewegt die Welt, aber nicht Deutschland

    Sam Altman, Chef von OpenAI, hat beim AI Impact Summit einen Satz gesagt, der das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Wörtlich sagte er: „By the end of 2028, more of the world’s intellectual capacity could reside inside data centers than outside of them.“ Auf Deutsch in etwa: Bis Ende 2028 könnte sich mehr der weltweiten intellektuellen Kapazität in Rechenzentren befinden als außerhalb von ihnen. Im Ausland ist diese Aussage auf viel Aufmerksamkeit gestoßen. In Deutschland hingegen kaum. Das ist das übliche Elend – und diesmal wird es besonders deutlich, weil der Satz so groß ist, dass man ihn nicht überhören darf. Man könnte viele deutsche Medien fragen, warum sie…

  • Wissen

    Warum wir bei Bauchschmerzen besonders mitfühlen

    Fast jeder kennt es: Bauchschmerzen vor einer Prüfung. Bauchweh nach schlechtem Essen. Und wenn dann jemand sagt: „Ich habe Bauchschmerzen“, reagiert man oft mit: „Oh je, das ist übel. Das tut mir echt leid,“ oder ähnlichem, in jedem Fall mit irgendeinem Ausdruck von Mitleid und Mitgefühl. Vielleicht kommen Zahnschmerzen noch in die Nähe, oder Regelschmerzberichte unter Frauen – aber Bauchschmerz hat da irgendwie etwas Besonderes. Wir nehmen ihn sehr ernst. Und wir leiden oft stärker mit. Und genau dieses „irgendwie etwas Besonderes“ haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Schmerzen aus dem Körperinneren – etwa Bauchschmerzen – werden nicht nur als intensiver empfunden als äußere Schmerzen wie Hitzeschmerz auf…

  • Meinung

    Es gibt kein Happyend für die Iraner!

    Um es direkt zu Beginn zu sagen: Ich freue mich über jede Bombe, die auf das Regime in Teheran geworfen wird. Um es noch deutlicher zu sagen: Kein Diktator, kein Folterknecht, kein Vertreter des brutalen Regimes im Iran, aber auch anderswo auf der Welt, sollte für sich die Sicherheit haben, am nächsten Morgen wohlbehalten aufzuwachen. Für mich ist das nicht verhandelbar. Für mich ist das eine der Lehren aus Nürnberg und generell aus der Weltgeschichte. Wer dabeisteht, während ein Volk unterdrückt wird und immer nur etwas davon faselt, dass das Volk sich selbst befreien müsse, ist von seinem Empathie-Niveau nicht in der Jetztzeit angekommen. Keinen dieser Sätze hier will ich…

  • diesdas

    Random Jazz 6 – Giannis Arapis & Noël Akchotè

    In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Letzte Woche habe ich mich darüber gewundert, dass die bisherigen Ergebnisse gar nicht so obskur waren, wie vielleicht zu befürchten gewesen wäre. Ich habe inzwischen erfahren, dass meine These, man müsse vielleicht auf einem richtigen Label veröffentlicht sein, um überhaupt bei Discogs zu erscheinen, nicht stimmt. Es muss nicht mal einen physischen Tonträger geben,…

  • Meinung,  Wissen

    Richard Sutton: Warum KI erst am Anfang steht

    Richard S. Sutton, einer der Mitbegründer des Reinforcement Learning und seit Jahrzehnten eine zentrale Figur der KI-Forschung, stellt in seinem YouTube-Vortrag „The Future of AI“ eine unbequeme These auf: So beeindruckend heutige KI-Systeme auch wirken – wissenschaftlich stehen wir seiner Ansicht nach noch am Anfang. Sprachmodelle seien vor allem mit menschlichen Daten gefüttert und könnten dieses Wissen geschickt wiedergeben, doch sie lernten nicht wirklich weiter und hätten keine eigenen Ziele. Der nächste große Schritt, so Sutton, werde erst kommen, wenn KI-Systeme nicht nur Texte vorhersagen, sondern wie eigenständige Agenten durch Erfahrung lernen, handeln, Rückmeldung bekommen und ihr Verhalten anpassen. Wir haben uns seinen Vortrag angeschauen, und berichten, worum es geht.…

  • diesdas

    Random Jazz 5 – Miles Davis, Kind of Blue

    In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Und meine Sorge war, dass unter dieser gewaltigen Anzahl von Alben so viele skurrile, obskure, unbedeutende Abfallprodukte der Musikindustrie sein könnten, dass ich mit ihnen gar nichts anfangen kann. Dass da immer nur Schüler-Bigbands und regional mäßig bekannte Bar-Pianisten auftauchen. Das war bisher nicht der Fall. Auch die Musiker, die ich nicht kannte, ließen…

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