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Nähe auf Distanz: Wie Technik gegen Einsamkeit helfen soll
Die Kaffeetasse steht auf dem Tisch – und viele Kilometer entfernt leuchtet bei einem anderen Menschen ein kleines Licht auf. Keine Nachricht, kein Klingeln, kein Videoanruf. Nur das Signal: Ich mache gerade Pause und denke vielleicht an dich. Solche kleinen technischen Gesten standen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts VEREINT, das von der Universität Siegen koordiniert wurde. Drei Jahre lang untersuchten Forschende aus Psychologie, Informatik, Gestaltung und Ethik, wie Technik Menschen über räumliche Distanz hinweg näherbringen kann.
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Polnische KI sucht kleiner – und soll trotzdem besser sein
Ein Forschungsteam aus Polen setzt bei Künstlicher Intelligenz nicht auf immer größere Modelle, sondern auf kleinere Spezialisten. Das Ośrodek Przetwarzania Informacji, kurz OPI, hat mit PolDense mehrere KI-Modelle entwickelt, die gezielt Informationen in polnischsprachigen Texten finden sollen. Nach Angaben des Instituts schneiden sie dabei besser ab als vergleichbare ausländische Modelle – obwohl sie rund zehnmal kleiner sind. Solche Modelle sind keine klassischen Chatbots. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, in großen Textsammlungen passende Informationen zu finden. Genau solche Systeme stecken heute hinter vielen KI-Suchen, Chatbots und sogenannten RAG-Anwendungen, bei denen eine KI zunächst Dokumente durchsucht und daraus anschließend eine Antwort formuliert.
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Jülicher zeigen: Grünes Methanol auch ohne Wasservorräte möglich
Methanol wird in großen Mengen gebraucht: als Ausgangsstoff für Kunststoffe, Lacke und andere Chemieprodukte und zunehmend auch als Treibstoff für Schiffe. Bislang wird es meistens aus Erdgas oder Kohle hergestellt. Grünes Methanol soll stattdessen mit erneuerbarem Strom und CO₂ hergestellt werden und so fossile Rohstoffe einsparen. Dafür braucht man auch Wasser. Das ist gerade dort ein Problem, wo die Bedingungen für Solarstrom besonders gut sind: Viele sonnenreiche Regionen der Erde sind trocken und haben ohnehin mit Wasserknappheit zu kämpfen. Forscher des Forschungszentrums Jülich haben deshalb durchgerechnet, ob man das benötigte Wasser nicht aus der Luft gewinnen könnte.
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Pyramiden, Atlantis und Smaragdtafeln: Überraschendes zu Ägypten-Mythen?
Wahnsinnwissen-Redakteur Sebastian Bartoschek sprach mit der Ägyptologin Roxane Bicker über eines der dankbarsten Gebiete für besondere Behauptungen überhaupt: das alte Ägypten. Es ging um göttliche Könige, Atlantis, die Smaragdtafeln, angebliche Kraftwerke in Pyramiden und die Frage, warum die ziemlich gut erforschte Wirklichkeit offenbar manchmal nicht geheimnisvoll genug ist. Fangen wir mit den Herrschern vor den Herrschern an. Mit Göttern vor Menschen. Tatsächlich gibt es ägyptische Überlieferungen, nach denen zunächst Götter über Ägypten herrschten. Ausserirdische?
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Skeptival 2026: Zwei Tage Skepsis, Wissenschaft und Aufklärung
Am 10. und 11. Oktober 2026 findet in Berlin zum zweiten Mal das Skeptival statt. Das vom Verein Skeptix e.V. organisierte Festival widmet sich Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation sowie skeptischem und kritischem Denken. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Publix – Haus für Journalismus und Öffentlichkeit in Berlin-Neukölln. Auf dem Programm stehen Vorträge und Paneldiskussionen unter anderem zu Anthroposophie, Sekten, rechter Esoterik, Fake News, Geschichtsfälschungen und Verschwörungstheorien. Ergänzt wird das Programm durch Austauschformate, ein Pubquiz und eine Comedy-Show. Zu den angekündigten Gästen gehören der Physiker und Wissenschaftspublizist Florian Aigner, die YouTuberin und Streamerin Aerri Moirai, Marcello V. Orlik vom Faktencheck-Portal Volksverpetzer sowie Adam Nawrot von Kaptorga – Visual History. Mit Sarah Grundner…
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Maaßen entdeckt den Feind: die Israel-Freunde
Hans-Georg Maaßen hat wieder etwas entdeckt. Diesmal: die Antideutschen. Und ihr, wie er meint, zentrales Publikationsorgan – die Jungle World. An dieser Stelle müssen wir Farbe bekennen: Wir mögen die Jungle World. Sehr sogar. Damit geraten wir offenbar gefährlich nah an jene „menschenverachtende“, „linksextremistische“ und irgendwie „selbstzerstörerische“ Strömung, vor der Maaßen nun warnt. Besonders irritierend dürfte für ihn sein, dass Antideutsche zu den entschiedensten Unterstützern Israels gehören und Antisemitismus auch dort bekämpfen, wo er von links kommt. Das Problem sind für Maaßen also die Leute, denen Israel nicht egal ist. Wen überrascht`s? Man darf gespannt sein, wie Maaßens ideologische Entdeckungsreise weitergeht. Denn wenn die proisraelischen Kräfte inzwischen als besonders gefährlicher…
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Gegen die Einsamkeit: Die smarte Parkbank
Einsamkeit wird zu einem immer größeren gesellschaftlichen Problem. Die Weltgesundheitsorganisation WHO behandelt fehlende soziale Kontakte inzwischen als ernstes Gesundheitsrisiko. Sie können unter anderem mit Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem erhöhten Risiko für einen frühen Tod verbunden sein. Social Media kann Menschen verbinden und Kontakte erhalten. Aber Bildschirmkontakte sind offenbar keine einfache Lösung gegen Einsamkeit. Forscher der Universität Siegen drehen die Frage deshalb um: Was wäre, wenn Technik uns nicht noch länger auf einen Bildschirm schauen ließe – sondern dazu brächte, mit dem Menschen neben uns zu sprechen?
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LobbyControl: Wie Trump der AfD hilft
Donald Trump sitzt in Washington. Doch politische Netzwerke aus seinem Umfeld schauen längst nach Europa – und auch nach Deutschland. Das ist zumindest das Ergebnis einer ausführlichen Recherche von LobbyControl. Die Organisation beschreibt ein wachsendes Geflecht aus US-amerikanischen Thinktanks, reichen Geldgebern, politischen Organisationen und Tech-Unternehmern, das rechte und teilweise extrem rechte Kräfte in Europa unterstützt. Ein besonderer Fokus liege dabei auf der AfD.
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Es gibt zwei Ursprünge des Lebens. Und Metall.
Steile These? Doch genau darauf läuft eine neue Studie unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hinaus. Die Forscher haben rekonstruiert, was vor rund vier Milliarden Jahren passiert sein könnte, als aus Chemie Leben wurde. Heiße Quellen am Meeresboden. Dort gab es Wasserstoff, Kohlendioxid, Ammoniak – und jede Menge Metalle. Aus diesen vergleichsweise einfachen Zutaten mussten irgendwie die Bausteine entstehen, aus denen Zellen bestehen.
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Deutschland vertieft den Rhein – Forscher denken weiter
Dem Rhein fehlt das Wasser. Frachtschiffe können weniger laden, Lieferketten geraten unter Druck. Und Deutschland reagiert auf ein Problem des Jahres 2026 mit jener Mischung aus Beton, Diesel und Trotz, die hierzulande gerne als Infrastrukturpolitik durchgeht: Fahrrinnen vertiefen, Wasserstraßen ausbauen – und wenn es akut wird, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen lockern. Wenn der Fluss zu wenig Wasser hat, machen wir also den Fluss tiefer. Und wenn trotzdem nicht genug hineinpasst, schicken wir mehr Lkw auf die Straße. Man könnte natürlich auch nach vorne schauen.



























