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    Frauen in der Medizin? Schwierig.

    Sarah Hiltner ist Soziologin und Physiotherapeutin. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit geschlechtersensibler Medizin – einem Forschungs- und Praxisfeld, das sich mit den biologischen, hormonellen und gesellschaftlichen Unterschieden zwischen männlichen und weiblichen Körpern auseinandersetzt. Was dabei auffällt: Die Medizin behandelt den männlichen Körper bis heute als Standard. Frauenkörper gelten meist als Abweichung – mit oft gravierenden Folgen. Im Gespräch wird deutlich: Es geht nicht um Ideologie, sondern um konkrete Unterschiede, etwa bei der Wirkung von Medikamenten. Acetylsalicylsäure – bekannt als ASS oder Aspirin – senkt bei Männern das Risiko für Herzinfarkte. Bei Frauen hingegen wirkt es vor allem gegen Schlaganfälle. Das Problem: lange Zeit wurde das Medikament nur an Männern…

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