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KI: Frauen bleiben beim KI-Boom zurück
Künstliche Intelligenz schafft einige der derzeit am schnellsten wachsenden und bestbezahlten Arbeitsplätze im Technologiesektor. Frauen profitieren davon bislang allerdings deutlich weniger als Männer. Nach LinkedIn-Daten, über die der Guardian berichtet, entfiel nur ungefähr ein Viertel der Neueinstellungen in KI-Berufen auf Frauen. Bei Stellen außerhalb des KI-Bereichs lag ihr Anteil dagegen ungefähr bei der Hälfte. In Führungspositionen der KI-Branche sinkt der Frauenanteil demnach auf rund 13 Prozent. Frauen arbeiten innerhalb der Branche häufiger in geringer bezahlten Tätigkeiten wie der Annotation von Trainingsdaten. Zugleich sind sie häufiger in Berufen beschäftigt, die durch KI stark verändert oder teilweise automatisiert werden könnten, etwa im Kundenservice. Damit entsteht eine doppelte Schieflage: Frauen sind seltener an…
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KI: Verbietet Anthropic Missbrauch eines Kindes?
Nach Betteridges Gesetz über Frageüberschriften lautet die Antwort meist „Nein“. Anthropic behandelt seine KI Claude nicht wie ein Kind. Trotzdem erweitert das Unternehmen seine Nutzungsregeln um eine ungewöhnliche Bestimmung. Ab dem 12. November 2026 soll anhaltendes und unnötiges missbräuchliches oder grausames Verhalten gegenüber Claude untersagt sein. Gemeint sind extreme, wiederholte Interaktionen ohne erkennbaren Zweck. Scharfe Kritik, Frustration, kontroverse Gespräche, fiktionale Szenarien und Forschung sind nicht pauschal betroffen. Einige Claude-Modelle dürfen besonders missbräuchliche Gespräche bereits seit 2025 beenden, nachdem Versuche gescheitert sind, die Unterhaltung umzulenken. Der Nutzer kann danach einen neuen Chat beginnen. Anthropic behauptet ausdrücklich nicht, Claude sei bewusst oder könne leiden. Das Unternehmen bezeichnet die Frage nach subjektiven Erfahrungen…
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Trumps Amerika – Moskaus billiger Feigling
Es gab eine Zeit, da war die amerikanische Idee größer als Amerika selbst. Es begann lange vor Demokraten und Republikanern. George Washington sprach 1789 vom „heiligen Feuer der Freiheit“. Amerika sollte nicht einfach nur funktionieren. Es sollte etwas bedeuten – auch für Menschen, die keine Amerikaner waren. John F. Kennedy, Demokrat, versprach 1961, jeden Preis zu zahlen, jede Last zu tragen, jeden Freund zu unterstützen und jedem Gegner entgegenzutreten, damit Freiheit überlebt. Ronald Reagan, Republikaner, formulierte denselben Anspruch anders. Amerika war für ihn die „shining city upon a hill“: eine leuchtende Stadt auf dem Hügel, sichtbar für die Welt, offen für Menschen, die Freiheit suchen. In seiner Abschiedsrede beschrieb er…
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Peter Thiel, der Sozialist
Peter Thiel hat gerade den Axel Springer Award bekommen und inszeniert sich einmal mehr als großer Libertärer. Auffällig ist, wie viele Milliardäre sich in den letzten Jahren ausgerechnet dann auf die Freiheit des Einzelnen berufen, wenn sie über den Staat reden – und ihre eigenen Geschäftsmodelle prächtig von eben diesem Staat leben. Bei Elon Musk konnte man diesen Widerspruch in maximaler Ausprägung beobachten. Steuern, Zölle, Meinungsdiktatur in seinen Medien. Peter Thiel steht ihm darin nicht nach.
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Sind die Grünen schuld am SA-Landtagspräsidenten?
Es ist so weit. Erstmals in Deutschland hat ein AfD-Mensch die Funktion des Landtagspräsidenten. So weit, so deutsch. Und in ein paar Wochen wird sich dann die Frage nach dem SA-Ministerpräsidenten stellen. Heute hingegen ist interessant, dass die AfD-Fraktion zusammen mit dem BSW – den beiden sicheren Russland-Fraktionen – auf 44 Stimmen kam, Rausch aber vier Stimmen mehr erhielt. Der AfDler aus dem gesichert rechtsextremen Landesverband erhielt also 48 Stimmen. Im SA-Landtag sitzen außerdem noch die Linken, die Grünen, die SPD und die CDU.
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Gebt Amthor seinen Strandkorb wieder!
Philipp Amthor hat sich von seinem Strandkorb getrennt. Wieso? Weil eine angeblich menschliche Meute im Internet sich darüber empörte, dass das ja nicht sein könne, dass der Politiker auf dem Balkon seines Büros einen solchen Strandkorb habe. Angeblich menschlich deswegen, weil es eine Empörung ist, die vor allem durch das Internet grassierte. Bots machen einen erheblichen Teil der Kommunikation in sozialen Netzwerken aus, und betrachtet man den gesamten Web-Traffic, so machen sie sogar über 50 Prozent aus. Es zeigt sich hier ein generelles Problem, nämlich dass sowohl Journalisten als auch Politiker nach wie vor Empörung im Netz mit echter Empörung verwechseln. Vielleicht auch deswegen, da sie vermeintlich sichtbarer ist und…
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KI: Wie viel Alien?
Langsam kommt die Nachricht auch in Deutschland an, spät zwar, aber immerhin. Ob es zu spät ist oder nicht, wird ohnehin nicht in Deutschland entschieden. Bis die KI-Debatte hierzulande wirklich läuft, sind die grundlegenden Entscheidungen wahrscheinlich eh schon gegessen. Aber vielleicht auch nicht. Es bleibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass selbst in Deutschland sich Menschen wirklich für künstliche Intelligenz und ihre Potenziale wirklich interessieren und sich nicht nur fragen, was das jetzt eigentlich mit unserer Arbeitswelt machen wird. Die nachfolgenden Überlegungen sind mir tatsächlich im Laufe der letzten Monate selbst gekommen. Im Nachgang habe ich gemerkt, dass ich in der Gesellschaft mit durchaus namhaften Menschen im KI-Forschungsbereich bin, die diese Gedanken auch…
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Mehr Antisemitismus wagen!
Berlin hat gewählt. Die Linke hat gewonnen. 25,7 Prozent. Mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Das kann man nun beklagen. Man kann warnen. Man kann sich fragen, wie es so weit kommen konnte. Man könnte allerdings auch etwas wesentlich Demokratischeres tun: den Wähler ernst nehmen. Denn Wahlergebnisse sind keine Einbahnstraße. Wenn eine Partei ein Viertel der Stimmen erhält, wird sie offenbar etwas richtig gemacht haben. Es wäre geradezu arrogant, ihre Positionen nun einfach deshalb abzulehnen, weil man sie selbst für falsch hält.
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Wie AfD ist Ihre Milch?
Als die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewann, schrieb Theo Müller ihrer Bundesvorsitzenden Alice Weidel: „Gratuliere zum sensationellen Erfolg!“ Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Signal an das ganze Land gesendet. Müller nannte das Ergebnis einen „Glücksfall“. Kurz darauf erklärte der Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe Theo Müller im Interview mit der Welt am Sonntag, Bundeskanzler Friedrich Merz solle die SPD aus der Regierung entlassen. Danach könne er mit wechselnden Mehrheiten regieren. „Da bliebe nur die AfD übrig“, sagte Müller. Sein Ideal: „Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert.“
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Herne: Wie sehr wollen deutsche Verkäufer arbeitslos werden?
Ich war heute in der Herner City unterwegs, wieder einmal. Und ich habe das erlebt, was ich nun seit Wochen und Monaten in vielen Innenstädten erlebe: In vielen Geschäften geht es augenscheinlich nicht schlecht genug, als dass sie anfangen würden, den Kunden als etwas anderes zu sehen als störend. Ist das in allen Läden so? Frage ich euch. Und sage: Nein, eindeutig nicht. In dem Moment, wo der Verkäufer oder Inhaber einen türkischen oder arabischen Akzent hat, gegebenenfalls auch einen osteuropäischen, ist die Stimmung im Laden direkt ganz anders. Man kann daraus nur schließen: Mehr Deutsche wollen von Sozialtransferleistungen auf Kosten von Ausländern leben. Ich könnte viele Geschichten dazu erzählen…



























