• Meinung,  Wissen

    KI: Chinas Roboter tanzen, nach wessen Pfeife?

    Es ist schwer, diese Bilder emotionsfrei zu betrachten. Innerhalb nur eines Jahres haben sich die Roboter bei der chinesischen Spring Festival Gala von technisch beeindruckenden Maschinen zu beinahe menschlich wirkenden Akteuren entwickelt. 2025 noch synchroner Tanz, präzise, aber klar maschinell. 2026 dann Bewegungen, Dynamik, Körpersprache – Sprünge, Drehungen, Kung-Fu-Sequenzen –, die viele Zuschauer zweimal hinschauen lassen. Man mag kaum glauben, dass es noch Roboter sind. Aus rechtlichen Gründen binden wir das Video nicht ein, sondern verlinken auf X. Man tendiert dazu, zu sagen: Das ist inszeniert,perfekt ausgeleuchtet, choreografiert, optimiert. Aber wenn es eine Täuschung wäre, dann wäre es die gewagteste Fälschung der jüngeren Technikgeschichte. Zu viele Kamerawinkel, zu viele internationale…

  • Wissen

    Das wichtigste Buch des Jahrtausends: „If anyone builds it, everyone dies“

    von Robert von Cube Finden Sie den Titel dieses Artikels übertrieben? Dann habe ich eine ernstgemeinte Bitte an Sie: Lesen Sie das Buch, das hier rezensiert wird, und liefern Sie ein überzeugendes Gegenargument. Ich wünsche mir nämlich nichts so sehnlich wie ein überzeugendes Gegenargument. Wenn die Autoren des Buches „If anyone builds it, everyone dies“ (Eliezer Yudkowsky und Nate Soares, beide renommierte KI-Forscher) recht haben, dann ist die Überschrift nicht übertrieben gewählt. Dann droht der Menschheit die Auslöschung durch eine künstliche Superintelligenz und dies ist das Buch der Stunde. Da kein anderes Buch derzeit mehr Aussicht darauf hat, diesen wichtigen Sachverhalt an die Öffentlichkeit zu bringen und weil dieser Sachverhalt –…

  • Meinung

    Wenn KI besser vorhersagt als wir

    Während man in Deutschland noch darüber streitet, ob KI „wirklich schon etwas kann“ – und wo sie dem Menschen angeblich grundsätzlich unterlegen bleibt –, wird anderswo längst eine andere Frage verhandelt: Wann genau überholt sie uns? Und haben wir diesen Punkt vielleicht schon erreicht? In The Atlantic beschreibt Ross Andersen genau diese Verschiebung. Als bereits messbaren Prozess. Sein Schauplatz sind Prognose-Wettbewerbe wie Metaculus und die boomenden Prediction Markets wie Polymarket oder Kalshi. Dort werden keine abstrakten Intelligenztests gespielt, sondern konkrete Ereignisse bepreist: Wird es in einem Land einen Putsch geben? Wie entwickelt sich eine Frontlinie? Wie viele Songs schaffen es in die Charts? Trifft ein Hurrikan eine bestimmte Küste? Andersen…

  • Wissen

    Spotify: Top-Entwickler schreiben seit Monaten keinen Code mehr

    Wie die Internetseite TechCrunch berichtet, hat Spotify in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen (Q4/2025) eine bemerkenswerte Beobachtung geteilt: Die besten Entwickler im Unternehmen hätten „seit Dezember keine einzige Zeile Code“ mehr selbst geschrieben. Spotify-Co-CEO Gustav Söderström verband das mit der Aussage, dass KI-gestütztes Programmieren bei Spotify inzwischen so weit sei, dass sich die Arbeit vieler Entwickler stark verschoben habe – weg vom Tippen von Code, hin zum Anstoßen, Prüfen und Freigeben.  Konkret setze Spotify dafür ein internes System namens „Honk“ ein. Dieses soll Produktentwicklung und Auslieferung beschleunigen, indem generative KI direkt in den Entwicklungsablauf eingebaut wird – laut Spotify unter anderem mit „Claude Code“. 

  • Wissen

    Diese 6 Tipps helfen dir bei der KI

    Künstliche Intelligenz beantwortet heute fast jede Frage. Doch ob diese Antworten verlässlich sind, bleibt oft unklar. Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund schlagen nun ein Modell vor, mit dem sich die Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen besser einordnen lässt. Nicht mit einem einfachen Ja oder Nein, sondern differenziert. Die Philosophen Carina Newen, Albert Newen und Emmanuel Müller gehen davon aus, dass Vertrauen immer mehrere Aspekte hat. Diese gelten nicht nur für KI, sondern auch für Menschen, Institutionen oder technische Systeme. Sie schlagen sechs Kriterien vor, mit denen sich ein Vertrauensprofil erstellen lässt. Erstens: Funktionalität. Wie gut erfüllt ein System seine Aufgabe, und wird die Qualität überprüft?

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