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Wir brauchen uniformierte Hundertschaften und nicht Danger Dan
Es gibt viel Diskussion um Danger Dan/Igor Levit und den Song »Keine Angst« und das ZDF. Auch bei uns wurde schon hier und hier darüber geschrieben. Man wird – und das ist meines Erachtens der ganze Zweck des Liedes – fast schon gezwungen, Position zu beziehen. Bist du für die Antifa, ja oder nein? Äh, ja schon, aber »Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk?« Also bist du dagegen? Dann bist du kein Antifaschist, also bist du Faschist!
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Es ist lächerlich, erster werden zu wollen
Gestern gab es ein unfassbares Spiel um Platz 3. bei der Fußball-WM der Männer. Wahrscheinlich war es gerade deshalb so ein gutes Spiel, weil es nicht um Platz 1 ging. Erster werden zu wollen ist lächerlich. Erster werden zu wollen diskreditiert alle Menschen, die den Sport lieben und den Sport selbst.
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Die Zukunft unter KI – man kann auch pessimistisch sein
Im ZEIT Magazin (Ausgabe 28/2026) durften zehn KI-Experten beschreiben, wie sie die Welt in einem, in fünf und in zehn Jahren sehen. Auf einer Skala von eins (sehr besorgt) bis zehn (sehr optimistisch) kam keiner unter fünf. Ob man seitens der ZEIT keinen Pessimisten finden konnte oder wollte, ist dem Autor nicht bekannt (man hätte z. B. hier suchen können). Auch er kann nicht in die Zukunft blicken, findet aber, es sollte der Vollständigkeit halber auch ein ungünstiges Szenario beschrieben werden. Hier folgt es. In einem Jahr Die Veränderung vollzieht sich noch weitgehend unbemerkt. Während in Europa Verwaltungen und Konzerne gerade dabei sind, Regelungen für die Verwendung von Chatbots…
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Random Jazz 12 – Open Sky
In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf…
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Random Jazz 11 – Max Roach/Clifford Brown
In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Wahrscheinlich ist das Experiment immer noch statistisch insignifikant, aber es scheint sich doch zu bestätigen, dass, wie erhofft, nicht ausschließlich die abwegigsten Nischenprodukte zutage gefördert werden. Das hier hat vielleicht nicht die überragende Bedeutung eines Kind of Blue, aber auch das ist ein gehöriger Klassiker, der sicherlich in etlichen Bestenlisten auftaucht. Ich kann sogar…
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Wie Christian Lindner höchstpersönlich den dritten Weltkrieg begonnen hat – Eine steile These in sechs Schritten
1. Konservativismus ist die überflüssigste aller politischen Richtungen. Gesellschaftliche Veränderungen gehen ohnehin unglaublich schwerfällig vonstatten. Es besteht sowieso keine Gefahr, dass sich jemand die Mühe macht, ohne Not ein gut laufendes System zu verändern. Man muss daher nicht aktiv „Gutes erhalten“. 2. Aufgabe von Politik ist vielmehr stets, die begrenzten Veränderungskapazitäten dort einzusetzen, wo Wandel aufgrund äußerer Umstände ohnehin passiert und Anpassung unabdingbar ist.
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Random Jazz 10 – Pål Nyberg
In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Wenn der Musiker einen Kreis über seinem A hat und das Cover ein unscharfes Schwarzweißfoto zeigt und das Album „Lowlands“ heißt, dann hat man sofort ein Klischee im Kopf und wundert sich allenfalls, dass das Ganze nicht auf ECM erschienen ist. Aber ein norwegisches Label („AMP“) ist auch ok, und immerhin hat es drei…
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Nazis sind jetzt Wilde
Es ist ein neuer Trend in den rechtsradikalen Kommentarspalten zu beobachten: Von denen, die in der Lage sind, Fremdwörter zu benutzen und nicht ausschließlich per Deppensmiley kommunizieren, liest man jetzt öfter, dass sie sich als „Indigene“ bezeichnen. Etwa unter einem empörten AfD-Post bei Facebook, der Mütter mit Kindern auf einem Spielplatz zeigt. Als Kosmopolit ohne Angststörung versteht man zunächst nicht mal, worum es geht, bis klar wird: Die schiere Anwesenheit dieser Mütter im öffentlichen Raum wird kritisiert, da sie Kopftücher tragen.
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Random Jazz 9 – Eddie Daniels/HR Big Band
In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Ich musste das erst lernen, dass die HR-Big Band oder auch die WDR-Big Band nicht einfach aus der Vergangenheit gefallene Rundfunkorchester sind, die für irgendwelche Schlagershows die Hintergrundmusik der Tanzeinlage spielen, sondern dass es sich um wirklich wichtige, hochkarätig besetzte „Klangkörper“ handelt (Anführungszeichen, weil das Wort so doof klingt). Diese Big Bands sind Institutionen,…
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Random Jazz 8 – Fred Anderson
In dieser Reihe höre ich Jazz-Alben. Zufällig ausgewählte Jazz-Alben. Und über die spreche ich dann. Dies funktioniert nicht wie der berühmte Blindfold-Test im Downbeat-Magazin, weil ich vorher weiß, was ich höre. Aber ich weiß nicht, was ich als nächstes hören werde. Es wird ein zufälliges Album aus einer Liste von ungefähr 700.000 Möglichkeiten auf Discogs sein. Das hier fällt mir wirklich schwer. Da musste ich mich zu zwingen, auch wenn es Passagen gab, die ich dann doch genossen habe. Fred Anderson sagte mir zunächst nichts, wobei ich den Namen sicherlich schon gehört habe. Er ist nämlich einer der Mitbegründer der AACM. Die Association for the Advancement of Creative Musicians spielte…

















