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Seeanemonen erkennen Freund und Feind
Das Immunsystem wirbelloser Tiere kann offenbar deutlich gezielter auf Mikroorganismen reagieren als bisher angenommen. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Universität Kiel haben gezeigt, dass eine Seeanemone nützliche von potenziell schädlichen Bakterien unterscheiden kann. Bislang galt vor allem das adaptive Immunsystem der Wirbeltiere als besonders präzise. Es verfügt über Antikörper und Gedächtniszellen und kann sich im Laufe des Lebens auf bestimmte Krankheitserreger einstellen. Das angeborene Immunsystem dagegen wurde meist als schnelle, aber eher unspezifische Abwehr betrachtet.
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Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammendenken
Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelten in vielen Unternehmen als zentrale Zukunftsaufgaben. Häufig werden beide Bereiche jedoch getrennt voneinander geplant. Das Forschungsprojekt „DualStrat“ hat deshalb untersucht, wie Unternehmen beide Transformationen gemeinsam steuern können. An dem dreijährigen Projekt waren Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen beteiligt. Die wissenschaftliche Arbeit übernahm unter anderem die Fachgruppe „Behavioral Economic Engineering and Responsible Management“ der Universität Paderborn.
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Wie Pflanzen Salz besser vertragen
Ein internationales Forschungsteam hat einen bislang unbekannten Mechanismus entdeckt, mit dem Pflanzen auf salzhaltige Böden reagieren. Die Ergebnisse könnten langfristig dabei helfen, Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit und steigende Salzkonzentrationen zu machen. Salzhaltige Böden sind weltweit ein zunehmendes Problem. Künstliche Bewässerung und höhere Temperaturen führen dazu, dass sich Salze wie Natriumchlorid im Boden anreichern. Für viele Pflanzen erschwert dies die Aufnahme von Wasser. Bei starkem Salzstress können sie ihr Wachstum einstellen oder absterben.
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Reporter ohne Grenzen kritisiert neue US-Visavorgaben
Die US-Regierung hat neue Visaregeln für ausländische Journalistinnen und Journalisten beschlossen. Künftig dürfen viele von ihnen zunächst nur noch 240 Tage in den Vereinigten Staaten bleiben. Anschließend muss eine Verlängerung beantragt werden. Für Medienschaffende aus China gelten noch strengere Vorgaben: Ihre Visa sollen auf 90 Tage begrenzt werden. Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die Änderungen scharf. Die Organisation warnt, dass internationale Korrespondentinnen und Korrespondenten dadurch dauerhaft in Unsicherheit leben müssten. Wer alle acht Monate erneut um seine Aufenthaltserlaubnis bangen müsse, könne langfristige Recherchen oder Berichterstattungen nur schwer planen.
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Antike Texte entschlüsseln: Zwei öffentliche Vorträge in Münster am 23. und 24. Juli
Antike Schriftquellen wirken auf den ersten Blick oft wie verschlossene Botschaften. Zwei öffentliche Vorträge an der Universität Münster zeigen nun, wie Forschende solche Texte entziffern, einordnen und auswerten. Am Donnerstag, 23. Juli, spricht Prof. Dr. Gesa Schenke vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster über „Koptische Papyrologie und das kulturelle Gedächtnis“. Einen Tag später, am Freitag, 24. Juli, folgt Prof. Dr. Joachim Friedrich Quack von der Universität Heidelberg mit dem Vortrag „Demotistik und Papyrologie: Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit“. Beide Veranstaltungen beginnen um 18.15 Uhr im Hörsaal JO 1 in der Johannisstraße 4 in Münster. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird in der Ankündigung nicht verlangt.
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KI hilft bei der Suche nach Chemikalien und Giften
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat neue Sensorsysteme entwickelt, die Einsatzkräfte bei der Suche nach gefährlichen Stoffen unterstützen sollen. Die Technik kann auf Drohnen oder geländegängigen Robotern montiert werden und soll dabei helfen, chemische oder biologische Gefahrstoffe zu erkennen, ohne dass Menschen sich unmittelbar in Gefahr begeben müssen. Bislang müssen Feuerwehr, Katastrophenschutz oder andere Einsatzkräfte häufig zunächst selbst in ein möglicherweise kontaminiertes Gebiet vordringen. Erst dort können sie Proben nehmen und feststellen, ob tatsächlich gefährliche Stoffe vorhanden sind. Das kostet Zeit und birgt Risiken.
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Europäisches Netzwerk will Schwachstellen von Krebszellen vorhersagen
Warum wirkt ein Medikament bei manchen Tumoren, bei anderen aber nicht? Und welche Gene braucht eine Krebszelle unbedingt zum Überleben? Die europäische Forschungsinitiative PRECISE will solche Fragen künftig stärker mit Computermodellen beantworten. Mehr als 30 Forschungsgruppen aus neun Ländern beteiligen sich daran. Zu den Gründungspartnern gehören auch die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn. Die Pläne des Konsortiums wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Genetics vorgestellt. Dabei handelt es sich noch nicht um ein neues Therapieverfahren. PRECISE beschreibt vielmehr eine gemeinsame Forschungsstrategie.
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Viren sollen Pflanzen vor Bakterien schützen
Viren gelten meist als Krankheitserreger. Doch manche könnten künftig dabei helfen, Ernten zu sichern. Forschende aus Jülich untersuchen dafür sogenannte Bakteriophagen. Das sind Viren, die gezielt bestimmte Bakterien befallen. In einer aktuellen Studie infizierten sie die Modellpflanze Arabidopsis thaliana mit einem schädlichen Bakterium. Ein Teil der Pflanzen wurde zusätzlich mit passenden Phagen behandelt.
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Uni Ddorf: Langer Abend der Studienberatung
Wer den Hochschulinformationstag verpasst hat, bekommt morgen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine zweite Chance: Am Donnerstag, 25. Juni 2026, lädt die HHU von 16:00 bis 20:30 Uhr zum Langen Abend der Studienberatung ein. Studieninteressierte können sich vor Ort auf dem Campus, telefonisch oder per Chat über Studienwahl, Bewerbung, Einschreibung, Studienfinanzierung und BAföG informieren. In Online-Vorträgen werden unter anderem Medizin, Rechtswissenschaft, Psychologie, Wirtschaft und die Naturwissenschaften vorgestellt. Auch das Heinrich-Heine-Collegejahr, ein Orientierungsstudium für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, ist Thema. Persönliche Beratung gibt es im Studierenden Service Center, Gebäude 21.02. Weitere Informationen stehen unter hhu.de/langerabend.
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Ruhr-Uni-Bochum: Spinnenangst weg
Viele Menschen kennen das: Man betritt einen Raum, sieht eine Spinne – und plötzlich ist der Raum sehr klein, die Spinne sehr groß und der eigene Fluchtplan erstaunlich detailliert. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum will Menschen mit starker Spinnenangst nun helfen, genau solche Momente besser zu bewältigen. Jan Heistermann und Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Lehrstuhl Behavioral and Clinical Neuroscience suchen Teilnehmende zwischen 18 und 65 Jahren für eine Studie zu kurzem Expositionstraining. Dabei geht es um das begleitete Herantasten an das gefürchtete Tier – nicht um Heldentum mit achtbeiniger Mutprobe, sondern um wissenschaftlich fundierte Unterstützung. Die Studie dauert insgesamt rund fünf Stunden und umfasst drei Termine. Wer vollständig teilnimmt,…


























