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Das Gesundheitswesen ist ein Wesen für Gesunde
In die Nähe von Kranken sollte man dieses Wesen allerdings lieber nicht lassen Ich hatte ein Problem. Ein medizinisches.Das nur mittels eines größeren chirurgischen Eingriffs behoben werden könne, wie mir von zwei Fachärzt*innen nachdrücklich bestätigt wurde. Der OP-Termin war zügig angesetzt, die Voruntersuchungen wurden ambulant eine Woche zuvor erledigt. Die Fachpersonen würden sich ja sicher frühzeitig melden, falls noch etwas anliege. So dachte ich. Gemeldet haben sie sich auch, und auch mit etwas dringendem. Unbedingt bräuchte ich noch ein Antibiotikum, sonst könne die OP nicht durchgeführt werden. Der OP-Termin war auf einen Freitag gelegt worden, der Donnerstag davor ein Feiertag. Der Antibiotika-Anruf kam am Mittwoch – genauer am Mittwochnachmittag. Das…
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Wann der Markt auch im OP regelt
Wenn etwas nicht funktioniert, heißt es oft: Der Markt versagt. Doch vielleicht liegt das Problem nicht beim Markt selbst – sondern darin, dass man ihn gar nicht wirken lässt. Auch im Krankenhaus kann das Prinzip „Anreiz durch Vergleich“ funktionieren. Vorausgesetzt, man gestaltet es klug. Die Studie: Was wurde untersucht? Eine neue Studie aus Management Science untersuchte, wie das Design von Rankings und die individuelle Fähigkeit von Ärztinnen und Ärzten deren Einsatzbereitschaft beeinflussen. In einem kontrollierten Lab-in-the-Field-Experiment mit 352 Teilnehmenden – darunter praktizierende Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudenten – analysierten die Forscher die Auswirkungen verschiedener Ranking-Systeme auf die Teamleistung. Die Ergebnisse zeigen: