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ADHS und Autismus: Britische Untersuchung hinterfragt Überdiagnostik
Die Zahl der ADHS- und Autismusdiagnosen ist in Großbritannien stark gestiegen. Doch bedeutet das, dass immer mehr Menschen fälschlicherweise diagnostiziert werden? Eine unabhängige Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Für eine weitverbreitete Überdiagnostik fehlen bislang belastbare Belege. Gleichzeitig bestehen erhebliche Probleme bei der Qualität und Verfügbarkeit diagnostischer Angebote. Die von Psychologieprofessor Peter Fonagy geleitete Kommission untersuchte unter anderem Bevölkerungsstudien, Versorgungsdaten und wissenschaftliche Übersichtsarbeiten. Demnach hat sich die dokumentierte Häufigkeit von ADHS bei Sechs- bis Elfjährigen zwischen 2000 und 2025 versechsfacht. Bei Zwölf- bis Siebzehnjährigen stieg sie sogar um mehr als das Fünfzehnfache. Die tatsächliche Häufigkeit von ADHS in der Bevölkerung scheint dagegen über die vergangenen…


