Politik
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Kennt die Europäische Kommission sich mit ihrer eigenen KI-Kennzeichnungspflicht aus?
Verschiedentlich wird heute darüber berichtet, dass ab der kommenden Woche neue Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte gelten. Wer sich allerdings die entsprechenden Informationen der Europäischen Kommission anschaut, könnte den Eindruck gewinnen, dass es dabei keineswegs um sämtliche KI-Inhalte geht. Auf der Seite der Kommission heißt es ausdrücklich, dass nicht alle KI-generierten oder manipulierten Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Genannt werden dort insbesondere sogenannte Deepfakes, also KI-generierte oder veränderte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die existierenden Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlicherweise authentisch wirken könnten. Daneben erfasst die Regelung bestimmte KI-generierte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse, sofern diese keiner menschlichen Überprüfung oder redaktionellen Kontrolle unterzogen wurden. (Digitale Strategie Europa) Doch was…
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Keine Angst – eine Polemik
von Kaya Gercek Das ZDF hat der Redaktion der satirisch-kabarettistischen Dauersendung „Die Anstalt“ untersagt, den neuen Song von Danger Dan (Antilopen Gang) in der 100. Jubiläumssendung aufzuführen, den er dort zusammen mit Igor Levit live spielen wollte. Mit dieser Entscheidung der Sendeleitung wurde die Kunstfreiheit verletzt, von denen, die sonst vorgeben, diese zu schützen.
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Reporter ohne Grenzen kritisiert neue US-Visavorgaben
Die US-Regierung hat neue Visaregeln für ausländische Journalistinnen und Journalisten beschlossen. Künftig dürfen viele von ihnen zunächst nur noch 240 Tage in den Vereinigten Staaten bleiben. Anschließend muss eine Verlängerung beantragt werden. Für Medienschaffende aus China gelten noch strengere Vorgaben: Ihre Visa sollen auf 90 Tage begrenzt werden. Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die Änderungen scharf. Die Organisation warnt, dass internationale Korrespondentinnen und Korrespondenten dadurch dauerhaft in Unsicherheit leben müssten. Wer alle acht Monate erneut um seine Aufenthaltserlaubnis bangen müsse, könne langfristige Recherchen oder Berichterstattungen nur schwer planen.
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Kartoffelalarm
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„Die Aussage ‚Sport ist politisch‘ langweilt mich“
Clara-Sophia Müller ist Journalistin, Sportsoziologin und lizensierte Kinder- und Jugendtrainerin. Sie schreibt als freie Autorin für die taz und die Jungle World. Im Gespräch mit Wahnsinnwissen ordnet sie die gesellschaftspolitischen Themen rund um die WM 2026 ein.
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Wir brauchen uniformierte Hundertschaften und nicht Danger Dan
Es gibt viel Diskussion um Danger Dan/Igor Levit und den Song »Keine Angst« und das ZDF. Auch bei uns wurde schon hier und hier darüber geschrieben. Man wird – und das ist meines Erachtens der ganze Zweck des Liedes – fast schon gezwungen, Position zu beziehen. Bist du für die Antifa, ja oder nein? Äh, ja schon, aber »Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk?« Also bist du dagegen? Dann bist du kein Antifaschist, also bist du Faschist!
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Jens Spahn, die Leihmutterschaft und die Freiheit des Einzelnen
Es ist einfach, Jens Spahn für das zu verurteilen, was er getan hat, denn die Lage ist eindeutig. Er kann nicht dem einfachen Bürger etwas verwehren, was er selbst im Ausland in Anspruch nimmt, weil er über die finanziellen Möglichkeiten dazu verfügt. Dementsprechend muss Jens Spahn die politischen Konsequenzen tragen. Dass er von seinen politischen Ämtern zurücktreten sollte, gilt aus Sicht des Autors ohnehin schon seit langer Zeit aus zahlreichen anderen Gründen. Fast irrsinnig mutet daher an, dass dies nun ausgerechnet wegen eines Vorgangs geschehen dürfte, der eher Ausdruck individueller Freiheit ist und mit dem er letztlich niemandem geschadet hat. Was die Causa aber in den Mittelpunkt rückt, ist eine…
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Ist das noch von der Kunstfreiheit gedeckt?
Danger Dan und Igor Levit sollten eigentlich in der ZDF-Sendung “Die Anstalt” ihren neuen Song “Keine Angst” präsentieren. Doch dann wurden sie plötzlich ausgeladen, weil das ZDF bestimmte Passagen des Songtextes als Gewaltaufruf interpretiert hatte. Offenbar hatte man beim ZDF sehr wohl Angst und zwar vor der erwartbaren Reaktion von rechten Medien. “Das ZDF, das durch unsere Zwangsgebühren finanziert wird, wirbt für linke Gewalt” – so oder so ähnlich hätten deren Schlagzeilen gelautet. Das hat man sich mit der Ausladung natürlich erspart, und gewissermaßen hat man sogar dafür gesorgt, dass der Song nun viel mehr Reichweite erhalten hat, als er durch die ursprünglich geplante Premiere erhalten hätte.
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Die Zukunft unter KI – man kann auch pessimistisch sein
Im ZEIT Magazin (Ausgabe 28/2026) durften zehn KI-Experten beschreiben, wie sie die Welt in einem, in fünf und in zehn Jahren sehen. Auf einer Skala von eins (sehr besorgt) bis zehn (sehr optimistisch) kam keiner unter fünf. Ob man seitens der ZEIT keinen Pessimisten finden konnte oder wollte, ist dem Autor nicht bekannt (man hätte z. B. hier suchen können). Auch er kann nicht in die Zukunft blicken, findet aber, es sollte der Vollständigkeit halber auch ein ungünstiges Szenario beschrieben werden. Hier folgt es. In einem Jahr Die Veränderung vollzieht sich noch weitgehend unbemerkt. Während in Europa Verwaltungen und Konzerne gerade dabei sind, Regelungen für die Verwendung von Chatbots…
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Mehrheit der Demokraten in Deutschland klar für AfD-Verbot
Heute geht es durch viele Blätter, online wie gedruckt: Angeblich sei die Mehrheit der Deutschen gegen ein AfD-Verbot. Und ja, liest man nur die nackte Gesamtzahl, kann man diese Schlagzeile irgendwie bauen. 40 Prozent eher für ein Verbot, 45 Prozent eher dagegen, 15 Prozent unentschieden oder ohne Angabe. Fertig. Nur: Schaut man genauer hin, stimmt diese Erzählung nicht. So gar nicht. Denn dass AfD-Wählerinnen und -Wähler selbst mehrheitlich für ein Verbot der Partei wären, die sie wählen wollen, ist wenig wahrscheinlich. Wer politisch gegen Deutschland und für die AfD und Moskau stimmen möchte, wird sich in aller Regel nicht zugleich wünschen, dass diese Partei aus dem Wettbewerb genommen wird. Betrachtet…
























