-
Furcht fixer verlernen: Wie das Gehirn Angst abbaut
Angst ist lebenswichtig. Sie schützt uns vor Gefahren. Genauso wichtig ist aber die Fähigkeit, Angst wieder loszulassen, wenn keine Bedrohung mehr besteht. Wer etwa nach einem belastenden Erlebnis noch lange panisch reagiert, obwohl objektiv nichts mehr passiert, erlebt genau dieses Problem: Die Angst bleibt, obwohl sie nicht mehr nötig ist. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum hat nun gezeigt, dass sich dieser Lernprozess gezielt beeinflussen lässt. In Experimenten mit Mäusen fanden die Wissenschaftlerinnen heraus, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Tiere hatten gelernt, auf ein bestimmtes Signal mit Angst zu reagieren. Normalerweise schwächt sich diese Reaktion ab, wenn das Signal wiederholt auftritt, ohne dass etwas Negatives folgt.…
-
Diskussion in Münster über KI in Westfalen
Wie setzen Unternehmen und Institutionen in Westfalen künstliche Intelligenz ein? Darüber diskutieren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung am 9. März um 18 Uhr in der Studiobühne der Universität Münster (Domplatz 23). Unter dem Titel „KI in Westfalen“ laden die Universitätsgesellschaft Münster und Westfalen e.V. zur öffentlichen Podiumsdiskussion ein. Eine Anmeldung ist erforderlich.
-
Wir glauben, was wir klicken
Man liest eine Schlagzeile, klickt darauf, scrollt weiter – und ein paar Tage später begegnet einem dieselbe Aussage wieder. Plötzlich klingt sie vertraut. Und was vertraut klingt, wirkt oft glaubwürdiger. Selbst dann, wenn man gar nicht mehr genau weiß, woher man die Information kennt. Genau dieses Phänomen haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Die Grundidee dahinter ist nicht neu: Je öfter wir eine Aussage hören oder lesen, desto eher halten wir sie für wahr. Das nennt man den sogenannten Truth-Effekt. Wichtig ist der Unterschied zu einem ähnlichen Mechanismus, dem Mere-Exposure-Effekt. Der bedeutet: Was wir häufiger sehen, finden wir sympathischer oder angenehmer. Beim Truth-Effekt geht es jedoch nicht um…
-
Bundespreis Verbraucherschutz 2026: Engagement für faire Märkte gesucht
Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz schreibt den Bundespreis Verbraucherschutz 2026 aus. Mit dem Preis werden Personen, Initiativen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Rechte und Interessen von Verbrauchern einsetzen. Berücksichtigt werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliches Engagement. Vorschläge können bis zum 15. April 2026 eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern aus Verbraucherschutz, Politik, Wissenschaft und Journalismus. Die Schirmherrschaft übernimmt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig.
-
Warum wir bei Bauchschmerzen besonders mitfühlen
Fast jeder kennt es: Bauchschmerzen vor einer Prüfung. Bauchweh nach schlechtem Essen. Und wenn dann jemand sagt: „Ich habe Bauchschmerzen“, reagiert man oft mit: „Oh je, das ist übel. Das tut mir echt leid,“ oder ähnlichem, in jedem Fall mit irgendeinem Ausdruck von Mitleid und Mitgefühl. Vielleicht kommen Zahnschmerzen noch in die Nähe, oder Regelschmerzberichte unter Frauen – aber Bauchschmerz hat da irgendwie etwas Besonderes. Wir nehmen ihn sehr ernst. Und wir leiden oft stärker mit. Und genau dieses „irgendwie etwas Besonderes“ haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Schmerzen aus dem Körperinneren – etwa Bauchschmerzen – werden nicht nur als intensiver empfunden als äußere Schmerzen wie Hitzeschmerz auf…
-
Halluzinationen sind kein Defekt, sondern ein Modus
Psychedelika machen das Gehirn nicht einfach „verrückt“ – sie schalten es um. Ein internationales Team unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zeigt nun erstmals hochauflösend im Tiermodell, wie dieser Wechsel aussieht. Nach Gabe einer psychedelisch wirkenden Substanz verstärken sich langsame, rhythmische Aktivitätswellen im visuellen Kortex. Genau dieser neue Takt koppelt das Sehsystem enger an ein Hirnareal, das Gedächtnis und Assoziationen integriert.
-
Spotify: Top-Entwickler schreiben seit Monaten keinen Code mehr
Wie die Internetseite TechCrunch berichtet, hat Spotify in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen (Q4/2025) eine bemerkenswerte Beobachtung geteilt: Die besten Entwickler im Unternehmen hätten „seit Dezember keine einzige Zeile Code“ mehr selbst geschrieben. Spotify-Co-CEO Gustav Söderström verband das mit der Aussage, dass KI-gestütztes Programmieren bei Spotify inzwischen so weit sei, dass sich die Arbeit vieler Entwickler stark verschoben habe – weg vom Tippen von Code, hin zum Anstoßen, Prüfen und Freigeben. Konkret setze Spotify dafür ein internes System namens „Honk“ ein. Dieses soll Produktentwicklung und Auslieferung beschleunigen, indem generative KI direkt in den Entwicklungsablauf eingebaut wird – laut Spotify unter anderem mit „Claude Code“.
-
Klimaschäden erzeugen keinen Klimaschutz
Das Klima schützt man nicht durch Schadensvermeidung. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie und der University of Oxford. Ein Verhaltensexperiment zeigt: Selbst wenn Menschen wiederholt mit klimabedingten Schäden konfrontiert werden, führt das nicht automatisch zu dauerhaft mehr gemeinschaftlichem Klimaschutz. In dem Experiment spielten Gruppen von jeweils sechs Personen über mehrere Runden ein sogenanntes Klimaspiel. Jede Person erhielt ein Startbudget und musste entscheiden, wie viel sie in einen gemeinsamen Klimafonds einzahlt. Nur wenn die Gruppe insgesamt ein festgelegtes Ziel erreichte, konnten alle ihr restliches Geld behalten. Wurde das Ziel verfehlt, drohte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein vollständiger Verlust – als Modell einer Klimakatastrophe. Ein Teil der…
-
Bergbaumuseum BO im Februar
So. 1.2. Triff den Bergmann | 11:00–15:00 Uhr Ehemalige Bergleute erzählen im Anschauungsbergwerk von ihrer Arbeit unter Tage. Persönlich, direkt, offen für Fragen. Di. 3.2. bis Fr. 28.2. (Di.–Fr.) Führung im Anschauungsbergwerk – unter Tage Jeweils 11:00, 12:00, 13:00 und 14:00 Uhr Kurze Einführung in Technik, Geschichte und Arbeitsalltag des Steinkohlenbergbaus. Dauer ca. 40 Minuten. Mi. 4.2. Nachts im Bergwerk | 16:30 Uhr Mit Helm und Kopflampe durch das dunkle Bergwerk. Geräusche, Luft und Lichtverhältnisse wie im echten Betrieb. Dauer ca. 1,5 Stunden.
-
Kommunalwahl 2025: Frauen bleiben in NRW-Räten deutlich unterrepräsentiert
Die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen im September 2025 hat den Frauenanteil in Stadt- und Kreisräten weiter sinken lassen. Nach aktuellen Auswertungen liegt er nun bei 33,2 Prozent und damit wieder unter dem Wert der Wahl von 2020. Trotz jahrelanger Diskussionen über Gleichstellung und politische Teilhabe zeigt der langfristige Vergleich, dass sich die Zusammensetzung der kommunalen Vertretungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten kaum verändert hat. Die Untersuchung, durchgeführt an der Ruhr-Universität Bochum, wertete die Zusammensetzung von Kreistagen und Stadträten in den kreisfreien Städten aus. Während der Frauenanteil in größeren Städten im Durchschnitt etwas höher liegt als in den Landkreisen, erreichen nur wenige Kommunen Werte oberhalb von 40 Prozent. In vielen ländlich geprägten…