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KI sagt Pflanzen voraus
Menschen sind komplexe Wesen. Pflanzen aber auch. Sie haben kein Gehirn, keine Nerven und keine Sprache wie wir – trotzdem reagieren sie erstaunlich fein auf ihre Umwelt. In ihren Zellen entscheidet ein hochkomplexes genetisches Programm, wann welche Gene aktiv werden. Genau dieses Programm nehmen Forscher des Forschungszentrums Jülich nun mit Künstlicher Intelligenz ins Visier. Im Mittelpunkt steht die Genregulation: Sie bestimmt, welche Abschnitte der DNA zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sind und welche stumm bleiben. Obwohl das Erbgut vieler Pflanzen längst entschlüsselt wurde, ist seine Steuerung noch immer schwer zu verstehen. Die neue KI analysiert DNA-Sequenzen und erkennt darin Muster, die für die Aktivierung von Genen verantwortlich sind. Vereinfacht gesagt…
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Nichts gefunden: so liefert Jülich
Warum gibt es überhaupt Materie? Diese Frage gehört zu den größten ungelösten Rätseln der Physik. Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Denn nach dem heutigen Verständnis entstanden beim Urknall nahezu gleiche Mengen Materie und Antimaterie. Treffen beide aufeinander, vernichten sie sich vollständig. Übrig bleiben sollte – nichts. Doch offensichtlich kam es anders. Das Universum besteht heute fast vollständig aus Materie. Irgendetwas muss in den ersten Augenblicken nach dem Urknall ein leichtes Ungleichgewicht erzeugt haben. Genau nach solchen Spuren suchen Forscher weltweit. Ein Team des Forschungszentrums Jülich hat nun eine neue Messung veröffentlicht, die auf den ersten Blick enttäuschend klingt: Gefunden wurde nichts. Tatsächlich könnte genau das der entscheidende Fortschritt…
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Max-Planck-Forscher zu KI: “Neu ist die Qualität der Autonomie”
Neue KI-Sprachmodelle können Cyberangriffe nicht nur sprachlich vorbereiten, sondern technische Teilschritte zunehmend eigenständig ausführen. Darauf weist das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum hin. Gemeint sind sogenannte agentische Modelle wie Claude Mythos von Anthropic oder ChatGPT-5.5 von OpenAI. Sie können Aufgaben planen, Werkzeuge einsetzen, Ergebnisse prüfen und Fehlversuche in weiteren Schritten korrigieren. Der Informatiker Prof. Dr. Thorsten Holz beschreibt den Unterschied zu früheren Modellen mit der Qualität der Autonomie. Bisherige Systeme konnten etwa Phishing-Texte erstellen oder bei der Analyse von Code helfen. Neuere Modelle sind stärker darauf ausgelegt, mehrstufige Aufgaben selbständig zu bearbeiten. Für die Cybersicherheit ist das relevant, weil Angriffe häufig aus wiederholtem Testen, Anpassen und erneutem Ausführen…
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Warum unser Gehirn unterschiedlich altert
Warum bleiben manche Menschen bis ins hohe Alter geistig fit, während andere früher abbauen? Zwei internationale Studien mit Beteiligung des Forschungszentrums Jülich zeigen: Eine einfache Antwort gibt es nicht. Das Gehirn altert nicht wegen eines einzelnen Faktors. Viele Einflüsse wirken zusammen. Die Forschenden sprechen vom Exposom. Damit meinen sie alle Umwelt- und Lebensfaktoren, die einen Menschen im Laufe seines Lebens prägen. Dazu gehören Ernährung, Bewegung, Rauchen, Alkohol, Krankheiten, Luftqualität, soziale Lage und der Zugang zu medizinischer Versorgung.
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Den Kompass in der Leber: Wie Tauben das Magnetfeld der Erde spüren
Manchmal ist die Natur so elegant, dass sie wie Unsinn klingt. Tauben, diese unterschätzten Stadtbewohner mit Krümelblick und erstaunlichem Heimweginstinkt, könnten einen ihrer wichtigsten Navigationssensoren nicht im Gehirn, nicht im Auge und nicht im Schnabel tragen. Sondern in der Leber. Ein Forschungsteam der Max-Planck-Gesellschaft, der Universität Bonn, des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Duisburg-Essen berichtet in Science von einem überraschenden Mechanismus: Brieftauben besitzen in der Leber eisenreiche Immunzellen, sogenannte Makrophagen. Diese Zellen könnten auf das Erdmagnetfeld reagieren und den Tieren helfen, ihren Weg nach Hause zu finden. Dass Vögel das Magnetfeld der Erde nutzen können, ist seit Jahrzehnten bekannt. Aber die entscheidende Frage blieb offen: Wo sitzt dieser Sinn? Lange…
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Wer ist Skeptix? In Dortmund kann man es erfahren!
Wer Skeptix nicht nur aus dem Netz kennen will, hat im Juni gleich mehrere Gelegenheiten dazu. Die Regionalgruppe Ruhrpott ist an vier Samstagen mit einem Info-Stand in Dortmund vertreten. Skeptix ist ein skeptischer Verein, der sich für Wissenschaft, kritisches Denken und Aufklärung starkmacht – gegen Esoterik, Verschwörungsdenken und pseudowissenschaftliche Behauptungen. Los geht es am 30. Mai in der Katharinenstraße. Weitere Termine folgen am 6. Juni an der Reinoldikirche, am 20. Juni auf dem Platz von Leeds und am 27. Juni erneut an der Reinoldikirche. Der Stand ist jeweils von 12 bis 16 Uhr besetzt. Wer also im Ruhrpott unterwegs ist und wissen möchte, wer hinter Skeptix steckt: Dortmund bietet jetzt…
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KI baut sich ihr eigenes Bild von der Welt
An der Universität Bonn startet eine neue Forschungsgruppe, die Künstlicher Intelligenz ein umfassenderes Verständnis von Orten vermitteln soll. Der Informatiker Marc Rußwurm entwickelt Methoden, mit denen sich unterschiedliche Geodaten zusammenführen und gemeinsam auswerten lassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt über das Emmy-Noether-Programm. Geodaten liegen heute fragmentiert vor: Satellitenbilder, Karten, Klimadaten oder Höhenmodelle unterscheiden sich in Struktur, Auflösung und Format. Eine gemeinsame Auswertung ist aufwendig. Genau hier setzt die Forschung an. Ziel ist es, diese Daten so zu verbinden, dass KI-Systeme daraus ein konsistentes Gesamtbild ableiten können.
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KI liest Zahlen aus Studien – Jülicher System automatisiert Datenauswertung
orschende des Forschungszentrums Jülich haben ein KI-System entwickelt, das quantitative Daten aus wissenschaftlichen Texten automatisch extrahiert und strukturiert aufbereitet. Das Framework mit dem Namen Quinex („Quantitative Information Extraction“) soll die Auswertung großer Mengen wissenschaftlicher Literatur erleichtern. Wissenschaftliche Publikationen enthalten zahlreiche Zahlenwerte, etwa zu Wirkungsgraden, Kosten oder Messdaten. Diese Informationen sind häufig im Fließtext eingebettet und bislang nur mit erheblichem Aufwand manuell zugänglich. Quinex setzt an diesem Punkt an: Das System identifiziert Zahlen in Texten, ordnet ihnen passende Einheiten zu und erkennt den jeweiligen Kontext, etwa was gemessen wurde sowie wann, wo und unter welchen Bedingungen.
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Satelliten zeigen: So unruhig sind wir wirklich
Nachts wirkt die Erde aus dem All wie ein gleichmäßig heller Planet. Doch das stimmt nicht. Forscher der University of Connecticut, der NASA und der Ruhr-Universität Bochum haben erstmals tägliche Satellitendaten ausgewertet. Ihr Ergebnis: Unser nächtliches Licht ist alles andere als stabil. Es flackert, schwankt und verändert sich ständig. Im Schnitt wird die Erde zwar jedes Jahr etwas heller – etwa zwei Prozent. Doch dieser Wert täuscht. In vielen Regionen nimmt das Licht stark zu, in anderen geht es deutlich zurück. In helleren Gebieten stiegen die Werte um rund ein Drittel, anderswo sanken sie fast genauso stark. Am Ende bleibt nur ein kleines Plus – aber dahinter stecken große Unterschiede.…
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Warum dein Gehirn ständig Zukunft spielt – und dich dabei belohnt
Ständig einen Schritt voraus sein – für manche ist das Alltag, für andere anstrengend. Eine neue Theorie des Bochumer Psychologen Ekrem Dere liefert jetzt eine überraschend simple Erklärung: Wer oft in Gedanken in die Zukunft reist, wird dafür vom eigenen Gehirn belohnt. Und macht es deshalb immer wieder. Die Idee klingt zunächst banal, ist aber weitreichend. Zukunftssimulation – also das gedankliche Durchspielen möglicher Szenarien – hilft, Entscheidungen vorzubereiten und Stress zu reduzieren. Wer sich vorstellt, wie ein Gespräch laufen könnte oder welche Folgen eine Entscheidung hat, verschafft sich einen Vorsprung. Doch warum investieren Menschen Zeit in diese anspruchsvolle Denkleistung, obwohl sie keine Garantie auf Erfolg bietet?




























