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Kokablätter auf geopferten Inka-Lamas entdeckt
Mehr als 500 Jahre lang steckten Kokablätter im Fell geopferter Lamas. Heute liefern sie einen unmittelbaren Einblick in die Rituale der Inka. Der Fund stammt aus Tambo Viejo im Acarí-Tal an der Südküste Perus. Archäologen fanden dort neun junge Lamas, die geschmückt, gefesselt und als Opfer bestattet worden waren. Radiokarbondaten weisen auf die Zeit zwischen ungefähr 1450 und 1500. Bei drei Tieren entdeckten Forschende Kokablätter, die noch im Fell steckten. Offenbar waren sie während der Zeremonie über die Tiere gestreut worden. Der trockene Boden konservierte Fell und Pflanzenreste ungewöhnlich gut. Coca hatte für die Inka religiöse Bedeutung und wurde als Gabe für Gottheiten und Ahnen verwendet. Spanische Chronisten berichteten später…


