• diesdas,  Meinung

    Dschungelcamp: Ist Gil schlimmer als eine Totschlägerin?

    Reality-TV lebt vom Urteil. Nicht vom Verstehen, nicht vom Einordnen, sondern vom schnellen, emotionalen Zuschreiben: echt oder unecht, Täter oder Opfer, gut oder schlecht. Das Dschungelcamp ist diesmal ein besonders verdichteter Raumm ein Aufeinanderprallen von Reality-Show-Menschen und Nicht-Reality-Show-Menschen. Wer dort einmal auf der falschen Seite steht, kommt kaum wieder heraus. Der aktuelle Umgang mit Gil Ofarim zeigt das deutlicher als jede Staffel zuvor – und wirft eine Frage auf: Wird hier jemand härter verurteilt als eine Frau, die tatsächlich einen Menschen getötet hat? 2009 gewann Ingrid van Bergen das Dschungelcamp. Eine Schauspielerin, die Jahrzehnte zuvor ihren Liebhaber erschossen hatte, wegen Totschlags verurteilt worden war und mehrere Jahre im Gefängnis saß.…

  • Wissen

    Incels: Scheitern mit Hass

    Im “Herbrand’s” in Ehrenfeld hielt die Psychologin Jasmina Eifert einen Vortrag mit dem Titel “Zwischen Opferrolle und Gewaltfantasie: Die Incel-Bewegung”. Der Vortrag wurde von “Skeptics in the Pub Köln” veranstaltet. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe von Kölner Skeptiker*innen, die auf einer Idee aus Großbritannien basiert: Wissenschaftliche Vorträge finden hier nicht in einer typisch akademischen Atmosphäre, sondern in einer Kneipe statt. Die Inhalte des Vortrags sollen hier kurz zusammengefasst werden.

  • Wissen

    Karteikästen im Hirn arbeiten zusammen – hä?

    Warum erkennen wir einen Freund sofort – egal ob wir ihm im Büro, im Café oder auf der Straße begegnen? Und woher weiß unser Gehirn, ob wir gerade an ein gemütliches Abendessen oder an ein formelles Meeting denken sollen? Forscher der Universität Bonn haben genau dieses Alltagsrätsel untersucht – und dabei etwas Grundsätzliches über unser Gedächtnis gelernt. Die Erkenntnis: Unser Gehirn speichert nicht alles in einem einzigen „Erinnerungsknoten“. Stattdessen arbeitet es arbeitsteilig. Bestimmte Nervenzellen merken sich den Inhalt einer Erinnerung – etwa eine Person, ein Gesicht oder einen Gegenstand. Andere Nervenzellen kümmern sich ausschließlich um den Zusammenhang, also darum, in welcher Situation etwas passiert ist.

  • Meinung

    Der Nahostkonflikt und der Sog der Polarisierung

    Der Nahostkonflikt zeigt besonders deutlich das Bedürfnis der Menschen, eine Seite zu wählen und zu idealisieren. Es ist so bescheuert wie menschlich. Es ist nämlich absolut unerträglich, sich vorzustellen, dass es Kinder gibt, die verhungern. Oder Geiseln, die gefoltert und gedemütigt werden und ebenfalls verhungern. Oder Kinder, denen Raketen auf den Kopf fallen. Wenn all das jemanden kaltlässt, ist derjenige entweder ein Psychopath oder geschickt darin, Gedanken zu verdrängen. Und ein gewisses Maß an Verdrängung ist unvermeidlich, wenn man nicht verzweifeln will. Es kostet Kraft, sich dieser Verdrängung immer wieder bewusst zu werden, sich Zeit zu nehmen, die unerträglichen Inhalte dann doch wahrzunehmen, die eigene Ohnmacht und Unsicherheit einzugestehen. Einfach…

  • Austausch,  diesdas

    Wissenschaft trifft Freundschaft – Leipzig ist bunt!

    Das Wissenschaftsfestival „WTF! – Wissenschaft trifft Freundschaft“ geht in die vierte Runde! Am 7. und 8. Juni 2025 öffnet der Kupfersaal in Leipzig erneut seine Türen für dieses außergewöhnliche Live-Erlebnis. An zwei Tagen erwartet Besucher:innen ein ebenso unterhaltsames wie tiefgründiges Programm, das Wissenschaft zum Leben erweckt – offen, kritisch und mit Raum für Begegnung und Austausch.

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