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Wir glauben, was wir klicken
Man liest eine Schlagzeile, klickt darauf, scrollt weiter – und ein paar Tage später begegnet einem dieselbe Aussage wieder. Plötzlich klingt sie vertraut. Und was vertraut klingt, wirkt oft glaubwürdiger. Selbst dann, wenn man gar nicht mehr genau weiß, woher man die Information kennt. Genau dieses Phänomen haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Die Grundidee dahinter ist nicht neu: Je öfter wir eine Aussage hören oder lesen, desto eher halten wir sie für wahr. Das nennt man den sogenannten Truth-Effekt. Wichtig ist der Unterschied zu einem ähnlichen Mechanismus, dem Mere-Exposure-Effekt. Der bedeutet: Was wir häufiger sehen, finden wir sympathischer oder angenehmer. Beim Truth-Effekt geht es jedoch nicht um…


