
Vulkanausbruch hilft, Klimawandel zu verstehen
Ein gewaltiger Vulkanausbruch kann helfen, den Klimawandel besser zu verstehen. Das zeigt eine neue internationale Studie zum Ausbruch des Unterwasser-Vulkans Hunga Tonga–Hunga Haʻapai im Jahr 2022. Der Vulkan schleuderte große Mengen Wasserdampf bis in sehr hohe Schichten der Atmosphäre – ein Bereich, der für das Erdklima besonders wichtig ist.
Forscher aus vielen Ländern haben untersucht, was dort nach dem Ausbruch geschah. Die Ergebnisse sind im sogenannten APARC-Report 2025 zusammengefasst. APARC ist ein internationales Forschungsprogramm, das erforscht, wie Prozesse in der Atmosphäre das Klima beeinflussen. Für den Bericht wurden Messungen von Satelliten, Wetterballons und Bodenstationen mit Computermodellen kombiniert.
Die Forscher konnten beobachten, dass der zusätzliche Wasserdampf die oberen Luftschichten veränderte und zeitweise abkühlte. Solche natürlichen Effekte waren bisher kaum messbar. Gleichzeitig zeigte sich: Der Ausbruch hatte keinen spürbaren Einfluss auf das weltweite Wetter oder die hohen Temperaturen der letzten Jahre.
Gerade das macht die Ergebnisse so wichtig. Sie helfen, natürliche Ereignisse klar vom menschengemachten Klimawandel zu unterscheiden. Dadurch lassen sich Klimamodelle verbessern und politische Entscheidungen auf eine verlässlichere wissenschaftliche Grundlage stellen. Koordiniert wurde die Studie vom Forschungszentrum Jülich.


