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Osteraufstand Dublin 1916 – wie jung ist die Revolution wirklich?
Dublin, Ostermontag, 24. April 1916. In der Innenstadt marschieren bewaffnete Männer ins Hauptpostamt, andere besetzen strategische Punkte, und vor dem Gebäude wird eine Proklamation verlesen: Irland erklärt sich zur Republik. Der Osteraufstand beginnt, und was wie eine klassische Revolutionsszene wirkt, hat sofort ein vertrautes Bild im Kopf. Dieses Bild ist erstaunlich stabil. Junge Männer, vielleicht Studenten, Anfang zwanzig, ein bisschen Pathos, ein bisschen Größenwahn, viel Energie. Genau so stellen wir uns Revolutionen vor: jung, ungeduldig, laut, Menschen, die noch nicht viel zu verlieren haben. Und ehrlicherweise ist daran auch etwas richtig, denn wer auf der Straße steht, demonstriert, rennt, sich exponiert, der ist oft tatsächlich jung. Der Denkfehler beginnt an…


