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Fakten werden eher geklickt, wenn sie vertraut klingen
Forschende beobachteten über Monate australische Facebook-Gruppen, in denen unter anderem impfkritische Narrative verbreitet wurden. Aus den typischen Kommunikationsmustern entwickelten sie fiktive Zielpersonen und testeten Anzeigen mit unterschiedlichen Formulierungen. Jeweils zwei Anzeigen enthielten dasselbe Bild, denselben Absender und denselben Link zu einer seriösen Informationsquelle. Verändert wurde lediglich die Sprache: eine Fassung war auf das jeweilige Milieu zugeschnitten, die andere neutral formuliert. In elf von zwölf Vergleichen wurde die angepasste Fassung häufiger angeklickt. Bei Informationen über Schulen stieg die Klickrate von 1,1 auf 6 Prozent, bei Impfungen von 0,65 auf 0,98 Prozent. Gemessen wurde Aufmerksamkeit, nicht Überzeugung. Ob die Nutzer die verlinkten Informationen vollständig lasen oder ihre Meinung änderten, ist unbekannt. Der…
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Die Sprache unserer Träume sieht anders aus als die unserer Tagträume
Träume und Tagträume entstehen in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen. Eine Studie zeigt, dass sich dieser Unterschied in der sprachlichen Struktur von Berichten wiederfinden lässt. Forschende analysierten 1.434 Traumberichte und 1.619 Berichte über abschweifendes Denken von 176 Personen. Sie betrachteten Wörter als Netzwerk: Welche Begriffe folgen aufeinander, welche wiederholen sich, welche verbinden Textabschnitte? Traumberichte erwiesen sich als stärker vernetzt. Wörter wiederholten sich häufiger und bildeten eng verbundene Gruppen. Berichte über Tagträume waren dagegen länger und lexikalisch vielfältiger. Es ließen sich außerdem individuelle sprachliche Muster erkennen. Eine geringere sprachliche Vielfalt in Traumberichten hing mit stärkeren Depressionssymptomen zusammen; bei Tagträumen zeigte sich ein entsprechender Zusammenhang mit Angstsymptomen. Daraus folgt aber kein diagnostischer Test anhand eines…
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Wie Tiere die Schrift erfanden – oder so ähnlich
Schrift gilt als große Erfindung der Menschheit. Tatsächlich war sie eher ein langsamer Bastelprozess – und begann möglicherweise mit Tierlauten. Darauf weist ein neues Buch des Ägyptologen Ludwig Morenz von der Universität Bonn hin. Die ägyptische Schrift entstand demnach nicht plötzlich, sondern entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg. Ausgangspunkt waren einfache Lösungen für konkrete Probleme, etwa Namen festzuhalten.








