Wissen

Die Sprache unserer Träume sieht anders aus als die unserer Tagträume

Träume und Tagträume entstehen in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen. Eine Studie zeigt, dass sich dieser Unterschied in der sprachlichen Struktur von Berichten wiederfinden lässt.

Forschende analysierten 1.434 Traumberichte und 1.619 Berichte über abschweifendes Denken von 176 Personen. Sie betrachteten Wörter als Netzwerk: Welche Begriffe folgen aufeinander, welche wiederholen sich, welche verbinden Textabschnitte?

Traumberichte erwiesen sich als stärker vernetzt. Wörter wiederholten sich häufiger und bildeten eng verbundene Gruppen. Berichte über Tagträume waren dagegen länger und lexikalisch vielfältiger. Es ließen sich außerdem individuelle sprachliche Muster erkennen.

Eine geringere sprachliche Vielfalt in Traumberichten hing mit stärkeren Depressionssymptomen zusammen; bei Tagträumen zeigte sich ein entsprechender Zusammenhang mit Angstsymptomen. Daraus folgt aber kein diagnostischer Test anhand eines einzelnen Traums: Die Untersuchung beschreibt statistische Zusammenhänge.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Consent Management Platform von Real Cookie Banner