
Wie gut klappt Mitmachen online?
Wie digital ist unsere Demokratie wirklich? Ein Team der Universität Paderborn hat dafür ein kostenloses Web-Tool gebaut: den „Digital Democracy Score“ (DDS). Die Idee ist simpel: Das Tool sammelt Antworten aus Befragungen und macht daraus eine Zahl, die zeigt, wie gut digitale Angebote demokratische Beteiligung unterstützen.
Gemeint sind zum Beispiel Apps und Webseiten, mit denen Bürger Schäden melden können, Plattformen für Bürgerhaushalte (also: Bürger dürfen mitentscheiden, wofür Geld ausgegeben wird), Online-Diskussionsrunden, Petitionen im Netz oder sogar elektronische Abstimmungen. Der DDS prüft dabei mehrere Bereiche und setzt sie zu einem Gesamtwert zwischen 0 (sehr schwach) und 100 (sehr stark) zusammen. Das Ergebnis wird übersichtlich gezeigt – und es gibt konkrete Tipps, was man verbessern kann.
Nützlich ist das vor allem für Städte und Gemeinden, aber auch für Organisationen, die digitale Beteiligung anbieten: Wo funktioniert Mitmachen gut? Wo bleiben Menschen außen vor? Und welche Stellschrauben helfen, damit mehr Beteiligung möglich wird?
Entwickelt wurde der Prototyp im EU-Forschungsprojekt „INNOVADE“, an dem mehrere Teams in Europa beteiligt sind. Wer mag, kann in kostenlosen Online-Workshops sehen, wie das Tool gedacht ist und Fragen stellen.


