
Herne: Was ist denn das am Ententeich?
- Der sogenannte Ententeich in Herne-Süden ist vielen bekannt. Ein kleiner Teich, ein Spielplatz daneben, Wiesen und Wege – ein Ort, an dem man spazieren gehen oder einfach eine Weile sitzen kann. Etwas abseits des Teiches fallen allerdings Steinstrukturen auf. Was ist das eigentlich? Und wozu stehen sie dort? wahnsinnwissen hat bei der Stadt Herne nachgefragt.
Die Antwort: Die Strukturen sind keine Überreste einer früheren Nutzung, sondern wurden dort gezielt aufgestellt. Der betreffende Abschnitt des Südparks am Erlenweg wurde 2018 im Rahmen einer ökologischen Maßnahme umgestaltet. Dabei ging es nach Angaben der Stadt um die Förderung von Sperlingsvögeln.
Zu den damals vorgenommenen Veränderungen gehörte die Aufstellung von zwei Gabionen. Dabei handelt es sich um mit Steinen gefüllte Drahtkörbe. Sie sollen Insekten Unterschlupf und Lebensraum bieten. Diese wiederum dienen den dort lebenden Vögeln als Nahrungsquelle.
Auch die etwas abgelegene Lage der Gabionen ist beabsichtigt. Sie befinden sich in einem vergleichsweise wenig frequentierten Bereich des Südparks. Dadurch sollen die Vögel dort weniger durch Spaziergänger und andere Besucher gestört werden.
Zur Maßnahme gehört außerdem die Art, wie die umliegenden Wiesen gepflegt werden. Sie werden nach Auskunft der Stadt lediglich ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Ansonsten lässt man die Vegetation weitgehend wachsen.
Was auf den ersten Blick vielleicht wie ein Rest einer alten Anlage oder ein nicht mehr genutztes Bauwerk aussieht, ist damit noch gar nicht besonders alt: Die Strukturen stehen seit 2018 dort und sind Teil der damaligen ökologischen Umgestaltung.
Das vermeintliche Abseits, nach dem wahnsinnwissen bei der Stadt gefragt hatte, ist dabei gerade gewollt. Die Gabionen sollen Insekten Lebensraum bieten, die Wiese wird nur selten gemäht und die vergleichsweise ruhige Lage soll dafür sorgen, dass Vögel diesen Bereich des Südparks möglichst ungestört nutzen können.






