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Dead Internet Theory: wie tot ist das alles?
Die Dead Internet Theory („Totes-Internet-Theorie“) sagt: Ein wachsender Teil dessen, was wir online sehen, stammt nicht mehr aus normaler menschlicher Kommunikation. Stattdessen prägen Bots, künstliche Accounts, KI-Inhalte und algorithmisch sortierte Feeds das Netz. In ihrer starken Form behauptet die Theorie, das Internet sei längst weitgehend übernommen und werde gezielt gesteuert. Dafür gibt es keine belastbaren Belege. In der Forschung wird sie deshalb eher als spekulativer Deutungsrahmen behandelt. Interessant ist sie trotzdem, weil sie ein verbreitetes Gefühl aufgreift: Viele Menschen erleben das Netz heute als standardisiert, repetitiv und sozial entkoppelt. Ganz unbegründet ist das nicht.


