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Der Bildschirm als moderner Erziehungsfeind
Es gibt wenige Dinge, auf die sich Eltern aus bildungsnahen Milieus so zuverlässig einigen können wie auf die Skepsis gegenüber Bildschirmen. Tablets gelten als verdächtig, Smartphones als problematisch, Medien insgesamt als etwas, das man Kindern möglichst lange vom Leib halten sollte. Wer sein Kind „gut begleitet“, so der unausgesprochene Konsens, setzt auf Holzspielzeug, Vorlesen und klare Regeln – und hält digitale Geräte auf Abstand. Diese Haltung ist nicht böswillig. Sie ist Ausdruck von Fürsorge. Aber sie ist auch erstaunlich stabil, selbst dort, wo die Forschung längst widerspricht. Besonders hartnäckig ist die Angst vor dem Abend. Das Tablet kurz vor dem Einschlafen? Für viele Eltern ein No-Go. Zu groß die Sorge,…


