• diesdas,  Wissen

    Weniger Geld durch Lobbyarbeit

    Lobbyismus ist in der Wirtschaft als ein zentraler Faktor für Marktverzerrungen: Wenn einzelne Interessengruppen politischen Einfluss nutzen, um Subventionen, steuerliche Erleichterungen oder bürokratische Ausnahmen zu erhalten, entstehen Vorteile, die anderen Marktteilnehmern nicht offenstehen. Ökonomisch bedeutet das, dass Geschäftsmodelle am Markt gehalten werden, die unter Wettbewerbsbedingungen nicht lebensfähig wären. Die Kosten solcher Eingriffe tragen letztlich die Steuerzahler – etwa über staatliche Zuschüsse oder entgangene Einnahmen –, was sich für den Bürger am Ende des Monats in geringerer Kaufkraft und weniger verfügbarem Einkommen bemerkbar machen kann. Vor diesem Hintergrund hat der Verein LobbyControl in einem aktuellen Newsletter eine Bilanz seiner Arbeit gezogen und zentrale Entwicklungen bei der Regulierung von Lobbyismus in Deutschland…

  • Meinung

    Un-freie Märkte: Mieten explodieren, Reichtum wird unfair

    Zwei aktuelle Meldungen des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung wirken zunächst wie klassische Ungleichheitsdiagnosen. Die eine zeigt, wie stark Reichtum in Deutschland über Generationen hinweg konzentriert bleibt. Die andere beschreibt, wie institutionelle Investoren den Wohnungsmarkt prägen und Mieten steigen lassen. Liest man beide zusammen, erzählen sie aber nicht das Märchen vom „bösen Markt“. Sie erzählen eine Geschichte davon, was passiert, wenn Märkte ihren eigenen Regeln nicht mehr folgen dürfen. Die Reichtumsstudie zeigt: Ein relevanter Teil der größten deutschen Vermögen ist historisch erstaunlich stabil. Familien, die bereits vor über hundert Jahren zur ökonomischen Elite gehörten, finden sich bis heute an der Spitze wieder. Das ist zunächst kein Skandal und keine moralische Anklage, auch…

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