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Deutschland vertieft den Rhein – Forscher denken weiter
Dem Rhein fehlt das Wasser. Frachtschiffe können weniger laden, Lieferketten geraten unter Druck. Und Deutschland reagiert auf ein Problem des Jahres 2026 mit jener Mischung aus Beton, Diesel und Trotz, die hierzulande gerne als Infrastrukturpolitik durchgeht: Fahrrinnen vertiefen, Wasserstraßen ausbauen – und wenn es akut wird, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen lockern. Wenn der Fluss zu wenig Wasser hat, machen wir also den Fluss tiefer. Und wenn trotzdem nicht genug hineinpasst, schicken wir mehr Lkw auf die Straße. Man könnte natürlich auch nach vorne schauen.
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So vermüllt ist der Rhein
Wenn von Müllinseln im Wasser die Rede ist, denken viele an den Pazifik, an riesige Plastikstrudel zwischen Kontinenten oder an Flüsse irgendwo in Asien, die tonnenweise Abfälle ins Meer tragen. Europa kommt da selten vor, Deutschland fast nie. Das Problem scheint weit weg. Aber zumindest da kann Deutschland mit Asien mithalten, denn eine neue Messung der Universität Bonn zeigt nun jedoch: Diese Vorstellung ist falsch. Der Rhein ist vermüllt – und zwar in einem Ausmaß, das bislang deutlich unterschätzt wurde.





