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Max-Planck-Forscher zu KI: “Neu ist die Qualität der Autonomie”
Neue KI-Sprachmodelle können Cyberangriffe nicht nur sprachlich vorbereiten, sondern technische Teilschritte zunehmend eigenständig ausführen. Darauf weist das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum hin. Gemeint sind sogenannte agentische Modelle wie Claude Mythos von Anthropic oder ChatGPT-5.5 von OpenAI. Sie können Aufgaben planen, Werkzeuge einsetzen, Ergebnisse prüfen und Fehlversuche in weiteren Schritten korrigieren. Der Informatiker Prof. Dr. Thorsten Holz beschreibt den Unterschied zu früheren Modellen mit der Qualität der Autonomie. Bisherige Systeme konnten etwa Phishing-Texte erstellen oder bei der Analyse von Code helfen. Neuere Modelle sind stärker darauf ausgelegt, mehrstufige Aufgaben selbständig zu bearbeiten. Für die Cybersicherheit ist das relevant, weil Angriffe häufig aus wiederholtem Testen, Anpassen und erneutem Ausführen…
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KI liest Zahlen aus Studien – Jülicher System automatisiert Datenauswertung
orschende des Forschungszentrums Jülich haben ein KI-System entwickelt, das quantitative Daten aus wissenschaftlichen Texten automatisch extrahiert und strukturiert aufbereitet. Das Framework mit dem Namen Quinex („Quantitative Information Extraction“) soll die Auswertung großer Mengen wissenschaftlicher Literatur erleichtern. Wissenschaftliche Publikationen enthalten zahlreiche Zahlenwerte, etwa zu Wirkungsgraden, Kosten oder Messdaten. Diese Informationen sind häufig im Fließtext eingebettet und bislang nur mit erheblichem Aufwand manuell zugänglich. Quinex setzt an diesem Punkt an: Das System identifiziert Zahlen in Texten, ordnet ihnen passende Einheiten zu und erkennt den jeweiligen Kontext, etwa was gemessen wurde sowie wann, wo und unter welchen Bedingungen.
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Richard Sutton: Warum KI erst am Anfang steht
Richard S. Sutton, einer der Mitbegründer des Reinforcement Learning und seit Jahrzehnten eine zentrale Figur der KI-Forschung, stellt in seinem YouTube-Vortrag „The Future of AI“ eine unbequeme These auf: So beeindruckend heutige KI-Systeme auch wirken – wissenschaftlich stehen wir seiner Ansicht nach noch am Anfang. Sprachmodelle seien vor allem mit menschlichen Daten gefüttert und könnten dieses Wissen geschickt wiedergeben, doch sie lernten nicht wirklich weiter und hätten keine eigenen Ziele. Der nächste große Schritt, so Sutton, werde erst kommen, wenn KI-Systeme nicht nur Texte vorhersagen, sondern wie eigenständige Agenten durch Erfahrung lernen, handeln, Rückmeldung bekommen und ihr Verhalten anpassen. Wir haben uns seinen Vortrag angeschauen, und berichten, worum es geht.…








