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Ausschreitungen bei WM-Eröffnung: Das sind die Gründe

Lehrer, die höhere Löhne fordern und Menschen, die ihre Angehörigen vermissen, nutzen die weltweite Bühne der Fußball-WM in Nordamerika, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Im Rahmen des Eröffnungsspiels eskalierten die Proteste.

Spätestens, seit die Saison im Vereinsfußball beendet ist, schaut die Fußballwelt nach Nordamerika. Dabei rückt der Fußball jedoch häufig in den Hintergrund. Vor allem die USA stehen aufgrund der Einreisebestimmungen und der politischen Lage häufig im Fokus, dabei findet diese WM auch in Kanada und Mexiko statt.

Im Rahmen des Eröffnungsspiels zwischen Mexiko und Südafrika kam es zu heftigen Ausschreitungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Bei den Menschen, die an den Protesten teilgenommen haben, handelt es sich zum Teil um Mitglieder einer Lehrergewerkschaft, die höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und die Rücknahme einer Rentenreform fordern.

Jedoch sind auch Angehörige von Menschen, die vermisst werden und mutmaßlich von Drogenkartellen ermordet wurden, unter den Demonstrierenden. Insgesamt gelten mehr als 130.000 Menschen in Mexiko als verschwunden. Noch im März erklärte die mexikanische Regierung, dass etwa 40.000 von ihnen noch am Leben sein könnten. Die staatliche Aufklärungsquote ist sehr gering, weshalb viele Menschen die Suche nach ihren Angehörigen selbst in die Hände nehmen. Dabei wurden im Februar dieses Jahres in der Nähe des Estadio Akron in Guadalajara hunderte Säcke mit Leichenteilen gefunden.

Neben diesen beiden Themen richten sich die Proteste auch gegen die WM an sich, da kritisiert wird, dass die Regierung viel Geld für die Austragung einer WM in die Hand nimmt, während mehr als 35 Prozent der mexikanischen Bevölkerung in Armut leben. Zudem waren vereinzelt auch Palästina-Fahnen bei den Demonstrationen zu sehen.

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