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Krabbelviecher in Bonn: Ausstellung ab 18. Juni
Knallbunt, gepanzert oder seltsam geformt – Käfer gibt es in allen Varianten. Über 400.000 Arten sind bislang bekannt, und genau diese Vielfalt steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Faszination Käfer“, die ab dem 18. Juni 2025 im P26 der Universität Bonn zu sehen ist. Gezeigt werden rund 50 Fotografien der Künstlerin Carolin Bleese, die mit Makroobjektiv und viel Geduld die Schönheit der Krabbler eingefangen hat. Unterstützt wurde sie vom Bonner Genetiker Prof. Dr. Nicolas Gompel, der Käfer nicht nur erforscht, sondern auch seit Jugendtagen sammelt.
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Diskriminierung und Bildung – Teil 1
Anspruch und Wirklichkeit Bildung wird oft als zentrales Versprechen moderner Gesellschaften verstanden: Wer sich anstrengt, soll unabhängig von Herkunft oder sozialem Status etwas erreichen können. Bildung soll Teilhabe ermöglichen, soziale Aufstiege erleichtern und Chancengleichheit schaffen. In diesem Idealbild wird Bildung zur „Gleichmacherin“ – zum Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Dieses Ideal findet sich auch in den rechtlichen Grundlagen wieder: Das Grundgesetz schützt die Gleichberechtigung (Art. 3), das internationale Menschenrecht auf Bildung (Art. 29 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) ist anerkannt.
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Jülicher KI-JUPITER erreicht Rekord-Rechenleistung
JUPITER steht in Jülich – und gehört zu den fünf schnellsten Supercomputern der Welt. Entwickelt wurde er vom Jülich Supercomputing Centre, finanziert von der EU, dem Bund und dem Land NRW. Die internationale TOP500-Liste führt ihn aktuell auf Platz vier. JUPITER ist kein Prototyp mehr, sondern im Betrieb. Er trainiert Künstliche Intelligenz, führt komplexe Simulationen durch und unterstützt die Forschung – zum Beispiel bei Klima, Energie oder Medizin. Möglich machen das rund 24.000 Hochleistungschips von NVIDIA. Das System ist nicht nur schnell, sondern auch effizient: Kein anderer Rechner in den Top 5 verbraucht pro Rechenleistung weniger Energie. JUPITER ist damit nicht nur ein Prestigeprojekt. Er zeigt, dass Hochtechnologie aus Europa…
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Frauen in der Medizin? Schwierig.
Sarah Hiltner ist Soziologin und Physiotherapeutin. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit geschlechtersensibler Medizin – einem Forschungs- und Praxisfeld, das sich mit den biologischen, hormonellen und gesellschaftlichen Unterschieden zwischen männlichen und weiblichen Körpern auseinandersetzt. Was dabei auffällt: Die Medizin behandelt den männlichen Körper bis heute als Standard. Frauenkörper gelten meist als Abweichung – mit oft gravierenden Folgen. Im Gespräch wird deutlich: Es geht nicht um Ideologie, sondern um konkrete Unterschiede, etwa bei der Wirkung von Medikamenten. Acetylsalicylsäure – bekannt als ASS oder Aspirin – senkt bei Männern das Risiko für Herzinfarkte. Bei Frauen hingegen wirkt es vor allem gegen Schlaganfälle. Das Problem: lange Zeit wurde das Medikament nur an Männern…
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Den Konservativen sei Dank: Europa und die USA losen bei Batterien ab
Während Asien Batterien für morgen entwickelt, bleibt der Westen bei denen von gestern. Eine neue Studie der Universitäten Münster und Cambridge zeigt: China, Japan und Südkorea investieren längst in ganz neue Batterietypen, etwa Festkörperzellen oder günstigere Alternativen wie Natrium-Ionen-Technologien. Europa und die USA dagegen tüfteln weiter an den altbekannten Lithium-Ionen-Batterien herum – aus Gewohnheit, aus Vorsicht, aus politischer Trägheit. Die Forscher haben tausende Patente und nationale Innovationsstrategien ausgewertet. Ihr Befund: In Asien wird systematisch an zwei Fronten gearbeitet – Hochleistungszellen für große Reichweiten und einfache, günstige Batterien für breite Anwendungen. Im Westen dagegen dominiert der Versuch, das Bestehende ein bisschen besser zu machen. Technologische Besitzstandswahrung.
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Demenz: Was sie mit uns macht – und was wir über sie wissen sollten
In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Die meisten von ihnen werden zu Hause betreut – oft durch ihre Angehörigen. Viele gehen diesen Weg, ohne vorbereitet zu sein. Autor André Kundernatsch war vier Wochen lang in dieser Situation. Sein Bericht, verbunden mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, zeigt, was Demenz für alle Beteiligten bedeutet. Der Alltag wird neu verhandelt André Kudernatsch pflegte im Januar 2025 seinen an Demenz erkrankten Vater. Nur für vier Wochen – aber diese Wochen reichten, um vieles zu verändern. Kleinigkeiten wurden zu Konflikten. Diskussionen über Kleidung oder Heizungsregler mündeten in stundenlange Endlosschleifen. Die Rollen kehrten sich um: Der Vater war nicht mehr der, der bestimmte.…
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Herzschutz durch Omega-3? Die Menge macht’s
Herzinfarkt und Schlaganfall gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Seit Jahren gelten Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl als mögliches Mittel, um das Risiko zu senken – doch viele Studien lieferten widersprüchliche Ergebnisse. Wieso? Eine neue Untersuchung aus Düsseldorf liefert nun eine Antwort. Forscher der Heinrich-Heine-Universität und des Universitätsklinikums Düsseldorf konnten zeigen: Nur eine bestimmte Omega-3-Fettsäure, die sogenannte Eicosapentaensäure (EPA), entfaltet eine nachweislich schützende Wirkung – und das auch nur bei ausreichend hoher Dosierung.
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Hitze stresst die Seele – Psychiatrie warnt zum Hitzeaktionstag
Wenn die Temperaturen steigen, gerät auch die Psyche unter Druck: Zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 4. Juni 2025 warnt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) vor den oft unterschätzten psychischen Folgen von Hitzewellen. Studien zeigen: Mit jedem Grad mehr steigt das Risiko für psychische Erkrankungen um fast ein Prozent. Auch Suizide und aggressive Zwischenfälle nehmen bei Hitze messbar zu. „Menschen mit psychischen Erkrankungen zählen zu den besonders gefährdeten Gruppen“, sagt DGPPN-Präsidentin Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank. Viele Betroffene können sich nicht ausreichend vor Hitze schützen – etwa durch soziale Isolation oder medikamentöse Einschränkungen. Auch Schlafprobleme, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen häufen sich bei hohen Temperaturen. Die DGPPN fordert deshalb: Städte müssen kühle…
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Wann der Markt auch im OP regelt
Wenn etwas nicht funktioniert, heißt es oft: Der Markt versagt. Doch vielleicht liegt das Problem nicht beim Markt selbst – sondern darin, dass man ihn gar nicht wirken lässt. Auch im Krankenhaus kann das Prinzip „Anreiz durch Vergleich“ funktionieren. Vorausgesetzt, man gestaltet es klug. Die Studie: Was wurde untersucht? Eine neue Studie aus Management Science untersuchte, wie das Design von Rankings und die individuelle Fähigkeit von Ärztinnen und Ärzten deren Einsatzbereitschaft beeinflussen. In einem kontrollierten Lab-in-the-Field-Experiment mit 352 Teilnehmenden – darunter praktizierende Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudenten – analysierten die Forscher die Auswirkungen verschiedener Ranking-Systeme auf die Teamleistung. Die Ergebnisse zeigen:
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Bei der Mensch-Hund-Kommunikation kommt es immer wieder zu Missverständnissen






















