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Narzissmus ist zur Hälfte Gene – und kaum Familie
Die Vorstellung ist beliebt: Narzisstische Persönlichkeiten entstehen vor allem durch falsche Erziehung. Zu viel Lob, zu wenig Grenzen, problematische Eltern. Eine neue Studie aus Münster und Bielefeld stellt genau das infrage – und verschiebt die Verantwortung deutlich. Die zentrale Botschaft: Narzissmus häuft sich zwar in Familien. Aber nicht primär wegen des gemeinsamen Umfelds, sondern wegen gemeinsamer Gene.
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Digitale Hoffnung bei Depressionen
Depression ist heute auch ein digitales Thema. Viele Betroffene suchen zuerst im Internet nach Informationen. Jede zweite Person in Deutschland hat online recherchiert. Unter Erkrankten sind es fast vier von fünf. Suchmaschinen stehen dabei an erster Stelle. Soziale Medien und KI gewinnen jedoch an Bedeutung. Vor allem junge Menschen nutzen diese Angebote häufiger. Das hat Chancen. Jeder sechste Betroffene wurde durch Social Media zur Hilfe motiviert. Manche erkennen dort erstmals ihre depressive Erkrankung. Austausch kann entlasten und Einsamkeit verringern. Doch die Risiken sind erheblich. Zwei Drittel können fachliche Qualität kaum beurteilen. Kommerzielle Interessen bleiben oft unerkannt. Viele fühlen sich durch Inhalte überfordert. Besonders problematisch ist der Umgang mit Suizidthemen. Vier…
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Der innere Erdkern ist wohl kein gleichmäßiger Klumpen
Der innerste Teil der Erde liegt fast 6.400 Kilometer unter unseren Füßen. Niemand kann ihn direkt sehen oder anfassen. Alles, was wir über ihn wissen, stammt aus indirekten Messungen – vor allem aus der Beobachtung von Erdbebenwellen. Und genau diese Wellen geben Forschenden seit Jahren Rätsel auf. Bestimmte Erdbebenwellen bewegen sich im inneren Erdkern je nach Richtung unterschiedlich schnell. Entlang der Erdachse sind sie einige Prozent schneller als in der Querrichtung. Außerdem verhalten sich die Wellen im innersten Bereich des inneren Kerns anders als weiter außen. Das deutet darauf hin, dass dieser Teil der Erde nicht überall gleich aufgebaut ist.
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Was Mumien über den Alltag der Antike erzählen
Altgriechische Texte, die fast 2.300 Jahre alt sind, lagen jahrzehntelang unbeachtet in Archivkisten in Kalifornien. Nun sollen sie systematisch erschlossen werden. Möglich macht das ein neues Langzeitprojekt im Akademienprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien, an dem die Universitäten Köln und Münster beteiligt sind. Der Schwerpunkt liegt auf klassischer Altertumsforschung – unterstützt durch digitale Methoden. Im Zentrum stehen rund 20.000 Papyrusfragmente aus dem antiken Tebtynis, einer Stadt im heutigen Ägypten. Tebtynis war in der hellenistischen Zeit ein wichtiges religiöses Zentrum, insbesondere für den Kult des Krokodilgottes Sobek. Die Papyri wurden um 1900 bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt. Ursprünglich dienten sie ganz alltäglichen Zwecken: Sie enthalten Literatur, Verwaltungsakten, private Briefe, Verträge, Steuerquittungen und amtliche Berichte.…











