• Wissen

    Ruhr-Uni-Bochum: Spinnenangst weg

    Viele Menschen kennen das: Man betritt einen Raum, sieht eine Spinne – und plötzlich ist der Raum sehr klein, die Spinne sehr groß und der eigene Fluchtplan erstaunlich detailliert. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum will Menschen mit starker Spinnenangst nun helfen, genau solche Momente besser zu bewältigen. Jan Heistermann und Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Lehrstuhl Behavioral and Clinical Neuroscience suchen Teilnehmende zwischen 18 und 65 Jahren für eine Studie zu kurzem Expositionstraining. Dabei geht es um das begleitete Herantasten an das gefürchtete Tier – nicht um Heldentum mit achtbeiniger Mutprobe, sondern um wissenschaftlich fundierte Unterstützung. Die Studie dauert insgesamt rund fünf Stunden und umfasst drei Termine. Wer vollständig teilnimmt,…

  • Meinung,  Wissen

    Niemand ist depressiv

    Depression wird nicht erst seit gestern als Volkskrankheit bezeichnet. Psychische Störungen, heißt es, würden häufiger – nicht nur, aber auch bei Kindern und Jugendlichen. Über die möglichen Gründe dafür wird fleißig spekuliert und je nach ideologischer Geschmacksrichtung die passende Ursache ausfindig gemacht und Lösungen angeboten. Die Konservativen versuchen es mit Verboten und Kontrolle, die Progressiven mit Unterstützung und Aufklärung. Was sich jedoch keiner traut, ist die Frage zu stellen, ob die Annahme, psychische Störungen nähmen zu, überhaupt stimmt. von unser Gastautor Dr. med. Jan Oude-Aust, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

  • Wissen

    Furcht fixer verlernen: Wie das Gehirn Angst abbaut

    Angst ist lebenswichtig. Sie schützt uns vor Gefahren. Genauso wichtig ist aber die Fähigkeit, Angst wieder loszulassen, wenn keine Bedrohung mehr besteht. Wer etwa nach einem belastenden Erlebnis noch lange panisch reagiert, obwohl objektiv nichts mehr passiert, erlebt genau dieses Problem: Die Angst bleibt, obwohl sie nicht mehr nötig ist. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum hat nun gezeigt, dass sich dieser Lernprozess gezielt beeinflussen lässt. In Experimenten mit Mäusen fanden die Wissenschaftlerinnen heraus, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Tiere hatten gelernt, auf ein bestimmtes Signal mit Angst zu reagieren. Normalerweise schwächt sich diese Reaktion ab, wenn das Signal wiederholt auftritt, ohne dass etwas Negatives folgt.…

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