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Europäisches Netzwerk will Schwachstellen von Krebszellen vorhersagen
Warum wirkt ein Medikament bei manchen Tumoren, bei anderen aber nicht? Und welche Gene braucht eine Krebszelle unbedingt zum Überleben? Die europäische Forschungsinitiative PRECISE will solche Fragen künftig stärker mit Computermodellen beantworten. Mehr als 30 Forschungsgruppen aus neun Ländern beteiligen sich daran. Zu den Gründungspartnern gehören auch die Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn. Die Pläne des Konsortiums wurden nun in der Fachzeitschrift Nature Genetics vorgestellt. Dabei handelt es sich noch nicht um ein neues Therapieverfahren. PRECISE beschreibt vielmehr eine gemeinsame Forschungsstrategie.
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Warum ältere Bienen plötzlich wieder Babysitter werden
Wer im Bienenstock die Königin versorgt, den Nachwuchs pflegt oder später Nahrung sammelt, scheint keineswegs zufällig zu geschehen. Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Universitäten Köln und Frankfurt hat nun Hinweise darauf gefunden, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn der Honigbiene die altersabhängige Arbeitsteilung mitsteuern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. In einem Bienenstaat wechseln Arbeiterinnen ihre Aufgaben mit zunehmendem Alter. Junge Tiere kümmern sich zunächst um die Königin und die Brut. Erst später übernehmen sie andere Arbeiten im Stock und fliegen schließlich als Sammelbienen aus. Warum dieser Wechsel so zuverlässig funktioniert, war bislang nur teilweise verstanden.
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KI sagt Pflanzen voraus
Menschen sind komplexe Wesen. Pflanzen aber auch. Sie haben kein Gehirn, keine Nerven und keine Sprache wie wir – trotzdem reagieren sie erstaunlich fein auf ihre Umwelt. In ihren Zellen entscheidet ein hochkomplexes genetisches Programm, wann welche Gene aktiv werden. Genau dieses Programm nehmen Forscher des Forschungszentrums Jülich nun mit Künstlicher Intelligenz ins Visier. Im Mittelpunkt steht die Genregulation: Sie bestimmt, welche Abschnitte der DNA zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sind und welche stumm bleiben. Obwohl das Erbgut vieler Pflanzen längst entschlüsselt wurde, ist seine Steuerung noch immer schwer zu verstehen. Die neue KI analysiert DNA-Sequenzen und erkennt darin Muster, die für die Aktivierung von Genen verantwortlich sind. Vereinfacht gesagt…
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Wieso Auberginen unterschiedlich sind
Auberginen sehen sehr unterschiedlich aus. Sie sind lila oder weiß, rund oder länglich. Manche tragen Stacheln, andere sind völlig glatt. Diese Vielfalt wirkt zufällig, ist es aber nicht. Ein internationales Forschungsteam hat das Erbgut der Aubergine untersucht. Nicht nur einer Sorte, sondern vieler Varianten weltweit. Erstmals liegt nun ein vollständiger genetischer Überblick vor. Forschende sprechen von einem sogenannten Pan-Genom. Dieses Pan-Genom umfasst alle bekannten Auberginen-Gene. Ergänzt wurde es durch den Pan-Phänotyp. Er beschreibt sichtbare Eigenschaften der Pflanzen. Dazu zählen Form, Farbe, Größe und Widerstandskraft. Grundlage der Analyse waren über 3.400 Auberginensorten. Sie stammen aus vielen Regionen der Welt. So ließ sich auch ihre Geschichte rekonstruieren. Ursprünglich kommt die Aubergine aus…
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Bettelverhalten bei Drohnen kommt genetisch
Honigbienen gelten als Meister sozialer Organisation. Doch wie viel von diesem Verhalten ist gelernt – und wie viel steckt bereits in den Genen? Eine neue Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liefert darauf eine klare Antwort. Im Zentrum der Forschung stehen die männlichen Bienen, die Drohnen. Sie können Pollen, die wichtigste Proteinquelle im Bienenstock, nicht selbst verdauen. Um zu überleben, müssen sie von Arbeiterinnen gefüttert werden. Doch das geschieht nicht einfach so. Drohnen müssen sich den Arbeiterinnen nähern, Signale senden und regelrecht um Nahrung „bitten“. Dieses Bettelverhalten folgt einer festen Abfolge und erfordert ein genaues Zusammenspiel beider Seiten.













