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LSD-Mikrodosierung: Verbessert sie die Aufmerksamkeit von Frauen?
Kleine Mengen LSD werden gelegentlich mit dem Versprechen eingenommen, Konzentration, Kreativität oder Wohlbefinden zu verbessern. Wissenschaftlich sind solche Wirkungen bislang nur unzureichend belegt. Eine neue Untersuchung liefert nun Hinweise darauf, dass sich mögliche Effekte auf die Aufmerksamkeit zwischen Frauen und Männern unterscheiden könnten. Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress des European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) im Oktober 2026 vorgestellt. Grundlage war eine randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studie mit 48 gesunden Erwachsenen, darunter jeweils 24 Frauen und Männer. Über einen Zeitraum von zwei Wochen erhielten die Teilnehmenden entweder ein Placebo oder vier Dosen von jeweils 15 Mikrogramm LSD. Diese Menge liegt deutlich unter den Dosierungen, die gewöhnlich für ausgeprägte psychedelische Erfahrungen…
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KI hat ein verzerrtes Bild vom Menschen
Können Sprachmodelle menschliche Befragungsteilnehmer ersetzen? Eine internationale Studie in Nature Human Behaviour kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Künstliche Intelligenz kann zwar manche statistischen Zusammenhänge menschlicher Eigenschaften nachbilden, unterschätzt jedoch die tatsächliche Vielfalt menschlicher Einstellungen und Präferenzen. Die Forschenden um Fadong Chen verwendeten Befragungsdaten von 67.201 Menschen aus 74 Ländern. Anschließend ließen sie verschiedene Sprachmodelle Antworten dieser Personen simulieren. Untersucht wurden sechs wirtschaftlich relevante Eigenschaften: Risikobereitschaft, Geduld, Vertrauen, Altruismus sowie positive und negative Reziprozität. Dabei zeigte sich ein systematisches Problem. Die simulierten Antworten waren häufig homogener als die tatsächlichen menschlichen Antworten. Individuelle Unterschiede wurden eingeebnet, extreme Ausprägungen unzureichend abgebildet.
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Die Sprache unserer Träume sieht anders aus als die unserer Tagträume
Träume und Tagträume entstehen in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen. Eine Studie zeigt, dass sich dieser Unterschied in der sprachlichen Struktur von Berichten wiederfinden lässt. Forschende analysierten 1.434 Traumberichte und 1.619 Berichte über abschweifendes Denken von 176 Personen. Sie betrachteten Wörter als Netzwerk: Welche Begriffe folgen aufeinander, welche wiederholen sich, welche verbinden Textabschnitte? Traumberichte erwiesen sich als stärker vernetzt. Wörter wiederholten sich häufiger und bildeten eng verbundene Gruppen. Berichte über Tagträume waren dagegen länger und lexikalisch vielfältiger. Es ließen sich außerdem individuelle sprachliche Muster erkennen. Eine geringere sprachliche Vielfalt in Traumberichten hing mit stärkeren Depressionssymptomen zusammen; bei Tagträumen zeigte sich ein entsprechender Zusammenhang mit Angstsymptomen. Daraus folgt aber kein diagnostischer Test anhand eines…
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Die Mehrheit will Klimaschutz – die Politik hört nur die Schreier
Wer am Klimawandel zweifelt, kann sich derzeit ziemlich modern fühlen. Es ist wieder in Mode, das Problem kleinzureden, Warnungen als Panikmache abzutun und sich dabei auf angebliche Befunde aus der Wissenschaft zu berufen. Nur: Die Wissenschaft sagt etwas anderes. Nicht nur über den Klimawandel selbst, sondern auch darüber, was Menschen beim Klimaschutz eigentlich wollen. Und darüber, wie falsch Politiker diese Stimmung offenbar einschätzen. Spoiler vorweg: Die Mehrheit der Menschen will, dass mehr für den Klimaschutz getan wird. Auch wenn rechte Schreier das nicht wahrhaben wollen.
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Uni Ddorf: Langer Abend der Studienberatung
Wer den Hochschulinformationstag verpasst hat, bekommt morgen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine zweite Chance: Am Donnerstag, 25. Juni 2026, lädt die HHU von 16:00 bis 20:30 Uhr zum Langen Abend der Studienberatung ein. Studieninteressierte können sich vor Ort auf dem Campus, telefonisch oder per Chat über Studienwahl, Bewerbung, Einschreibung, Studienfinanzierung und BAföG informieren. In Online-Vorträgen werden unter anderem Medizin, Rechtswissenschaft, Psychologie, Wirtschaft und die Naturwissenschaften vorgestellt. Auch das Heinrich-Heine-Collegejahr, ein Orientierungsstudium für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, ist Thema. Persönliche Beratung gibt es im Studierenden Service Center, Gebäude 21.02. Weitere Informationen stehen unter hhu.de/langerabend.
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Ruhr-Uni-Bochum: Spinnenangst weg
Viele Menschen kennen das: Man betritt einen Raum, sieht eine Spinne – und plötzlich ist der Raum sehr klein, die Spinne sehr groß und der eigene Fluchtplan erstaunlich detailliert. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum will Menschen mit starker Spinnenangst nun helfen, genau solche Momente besser zu bewältigen. Jan Heistermann und Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Lehrstuhl Behavioral and Clinical Neuroscience suchen Teilnehmende zwischen 18 und 65 Jahren für eine Studie zu kurzem Expositionstraining. Dabei geht es um das begleitete Herantasten an das gefürchtete Tier – nicht um Heldentum mit achtbeiniger Mutprobe, sondern um wissenschaftlich fundierte Unterstützung. Die Studie dauert insgesamt rund fünf Stunden und umfasst drei Termine. Wer vollständig teilnimmt,…
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ME/CFS – Ein Gesicht, viele Krankheiten
Was ist ME/CFS? Eine schreckliche Krankheit. Ein schreckliches Syndrom. Hinter einem Syndrom können sich mehrere Krankheiten verbergen. Ist ME/CFS eine schreckliche Krankheit oder mehrere schreckliche Krankheiten? Wir wissen es nicht. Noch nicht. Was wir wissen, ist, dass es eine körperliche Erkrankung ist, keine psychische. Doch woher wissen wir das? Diese Frage interessiert mich und ich lade dazu ein, mich bei der Beantwortung zu begleiten. ME/CFS wurde nicht entdeckt, ME/CFS wurde definiert. Das ist wichtig, weil wir uns in diesem Text noch weitere Syndrome anschauen die wie ME/CFS aussahen. Doch sie waren es nicht. ME/CFS gibt es in seiner aktuellen Form erst seit 2015. Zu dem Zeitpunkt wurde die Symptomkonstellationen, die…
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Narzissmus ist zur Hälfte Gene – und kaum Familie
Die Vorstellung ist beliebt: Narzisstische Persönlichkeiten entstehen vor allem durch falsche Erziehung. Zu viel Lob, zu wenig Grenzen, problematische Eltern. Eine neue Studie aus Münster und Bielefeld stellt genau das infrage – und verschiebt die Verantwortung deutlich. Die zentrale Botschaft: Narzissmus häuft sich zwar in Familien. Aber nicht primär wegen des gemeinsamen Umfelds, sondern wegen gemeinsamer Gene.
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Warum dein Gehirn ständig Zukunft spielt – und dich dabei belohnt
Ständig einen Schritt voraus sein – für manche ist das Alltag, für andere anstrengend. Eine neue Theorie des Bochumer Psychologen Ekrem Dere liefert jetzt eine überraschend simple Erklärung: Wer oft in Gedanken in die Zukunft reist, wird dafür vom eigenen Gehirn belohnt. Und macht es deshalb immer wieder. Die Idee klingt zunächst banal, ist aber weitreichend. Zukunftssimulation – also das gedankliche Durchspielen möglicher Szenarien – hilft, Entscheidungen vorzubereiten und Stress zu reduzieren. Wer sich vorstellt, wie ein Gespräch laufen könnte oder welche Folgen eine Entscheidung hat, verschafft sich einen Vorsprung. Doch warum investieren Menschen Zeit in diese anspruchsvolle Denkleistung, obwohl sie keine Garantie auf Erfolg bietet?
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Doomscrolling: wenn schlechte Nachrichten uns nicht loslassen
Nur kurz aufs Handy schauen. Nachts. Im Bett. Um 1 Uhr. Und dann ist plötzlich 4 Uhr. Krieg, Krise, Gewalt, politische Eskalation, Katastrophen, Warnungen. Man wischt weiter auf dem Handy, obwohl man längst merkt, dass es nicht guttut, keinen Spaß macht. Aber noch kurz weiter schauen. Das ist Doomscrolling. Harvard Health beschreibt damit das ständige Konsumieren belastender Nachrichten, das Stress, Schlafprobleme und körperliche Anspannung verstärken kann. Das Wort setzt sich aus dem englischen doom, Unheil, und scrolling, dem endlosen Weiterwischen, zusammen. Gemeint ist nicht einfach, dass man Nachrichten liest.


























