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Die Mehrheit will Klimaschutz – die Politik hört nur die Schreier
Wer am Klimawandel zweifelt, kann sich derzeit ziemlich modern fühlen. Es ist wieder in Mode, das Problem kleinzureden, Warnungen als Panikmache abzutun und sich dabei auf angebliche Befunde aus der Wissenschaft zu berufen. Nur: Die Wissenschaft sagt etwas anderes. Nicht nur über den Klimawandel selbst, sondern auch darüber, was Menschen beim Klimaschutz eigentlich wollen. Und darüber, wie falsch Politiker diese Stimmung offenbar einschätzen. Spoiler vorweg: Die Mehrheit der Menschen will, dass mehr für den Klimaschutz getan wird. Auch wenn rechte Schreier das nicht wahrhaben wollen.
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Uni Ddorf: Langer Abend der Studienberatung
Wer den Hochschulinformationstag verpasst hat, bekommt morgen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf eine zweite Chance: Am Donnerstag, 25. Juni 2026, lädt die HHU von 16:00 bis 20:30 Uhr zum Langen Abend der Studienberatung ein. Studieninteressierte können sich vor Ort auf dem Campus, telefonisch oder per Chat über Studienwahl, Bewerbung, Einschreibung, Studienfinanzierung und BAföG informieren. In Online-Vorträgen werden unter anderem Medizin, Rechtswissenschaft, Psychologie, Wirtschaft und die Naturwissenschaften vorgestellt. Auch das Heinrich-Heine-Collegejahr, ein Orientierungsstudium für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, ist Thema. Persönliche Beratung gibt es im Studierenden Service Center, Gebäude 21.02. Weitere Informationen stehen unter hhu.de/langerabend.
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Ruhr-Uni-Bochum: Spinnenangst weg
Viele Menschen kennen das: Man betritt einen Raum, sieht eine Spinne – und plötzlich ist der Raum sehr klein, die Spinne sehr groß und der eigene Fluchtplan erstaunlich detailliert. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum will Menschen mit starker Spinnenangst nun helfen, genau solche Momente besser zu bewältigen. Jan Heistermann und Prof. Dr. Armin Zlomuzica vom Lehrstuhl Behavioral and Clinical Neuroscience suchen Teilnehmende zwischen 18 und 65 Jahren für eine Studie zu kurzem Expositionstraining. Dabei geht es um das begleitete Herantasten an das gefürchtete Tier – nicht um Heldentum mit achtbeiniger Mutprobe, sondern um wissenschaftlich fundierte Unterstützung. Die Studie dauert insgesamt rund fünf Stunden und umfasst drei Termine. Wer vollständig teilnimmt,…
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ME/CFS – Ein Gesicht, viele Krankheiten
Was ist ME/CFS? Eine schreckliche Krankheit. Ein schreckliches Syndrom. Hinter einem Syndrom können sich mehrere Krankheiten verbergen. Ist ME/CFS eine schreckliche Krankheit oder mehrere schreckliche Krankheiten? Wir wissen es nicht. Noch nicht. Was wir wissen, ist, dass es eine körperliche Erkrankung ist, keine psychische. Doch woher wissen wir das? Diese Frage interessiert mich und ich lade dazu ein, mich bei der Beantwortung zu begleiten. ME/CFS wurde nicht entdeckt, ME/CFS wurde definiert. Das ist wichtig, weil wir uns in diesem Text noch weitere Syndrome anschauen die wie ME/CFS aussahen. Doch sie waren es nicht. ME/CFS gibt es in seiner aktuellen Form erst seit 2015. Zu dem Zeitpunkt wurde die Symptomkonstellationen, die…
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Narzissmus ist zur Hälfte Gene – und kaum Familie
Die Vorstellung ist beliebt: Narzisstische Persönlichkeiten entstehen vor allem durch falsche Erziehung. Zu viel Lob, zu wenig Grenzen, problematische Eltern. Eine neue Studie aus Münster und Bielefeld stellt genau das infrage – und verschiebt die Verantwortung deutlich. Die zentrale Botschaft: Narzissmus häuft sich zwar in Familien. Aber nicht primär wegen des gemeinsamen Umfelds, sondern wegen gemeinsamer Gene.
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Warum dein Gehirn ständig Zukunft spielt – und dich dabei belohnt
Ständig einen Schritt voraus sein – für manche ist das Alltag, für andere anstrengend. Eine neue Theorie des Bochumer Psychologen Ekrem Dere liefert jetzt eine überraschend simple Erklärung: Wer oft in Gedanken in die Zukunft reist, wird dafür vom eigenen Gehirn belohnt. Und macht es deshalb immer wieder. Die Idee klingt zunächst banal, ist aber weitreichend. Zukunftssimulation – also das gedankliche Durchspielen möglicher Szenarien – hilft, Entscheidungen vorzubereiten und Stress zu reduzieren. Wer sich vorstellt, wie ein Gespräch laufen könnte oder welche Folgen eine Entscheidung hat, verschafft sich einen Vorsprung. Doch warum investieren Menschen Zeit in diese anspruchsvolle Denkleistung, obwohl sie keine Garantie auf Erfolg bietet?
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Doomscrolling: wenn schlechte Nachrichten uns nicht loslassen
Nur kurz aufs Handy schauen. Nachts. Im Bett. Um 1 Uhr. Und dann ist plötzlich 4 Uhr. Krieg, Krise, Gewalt, politische Eskalation, Katastrophen, Warnungen. Man wischt weiter auf dem Handy, obwohl man längst merkt, dass es nicht guttut, keinen Spaß macht. Aber noch kurz weiter schauen. Das ist Doomscrolling. Harvard Health beschreibt damit das ständige Konsumieren belastender Nachrichten, das Stress, Schlafprobleme und körperliche Anspannung verstärken kann. Das Wort setzt sich aus dem englischen doom, Unheil, und scrolling, dem endlosen Weiterwischen, zusammen. Gemeint ist nicht einfach, dass man Nachrichten liest.
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Dschungelcamp: Ist Gil schlimmer als eine Totschlägerin?
Reality-TV lebt vom Urteil. Nicht vom Verstehen, nicht vom Einordnen, sondern vom schnellen, emotionalen Zuschreiben: echt oder unecht, Täter oder Opfer, gut oder schlecht. Das Dschungelcamp ist diesmal ein besonders verdichteter Raumm ein Aufeinanderprallen von Reality-Show-Menschen und Nicht-Reality-Show-Menschen. Wer dort einmal auf der falschen Seite steht, kommt kaum wieder heraus. Der aktuelle Umgang mit Gil Ofarim zeigt das deutlicher als jede Staffel zuvor – und wirft eine Frage auf: Wird hier jemand härter verurteilt als eine Frau, die tatsächlich einen Menschen getötet hat? 2009 gewann Ingrid van Bergen das Dschungelcamp. Eine Schauspielerin, die Jahrzehnte zuvor ihren Liebhaber erschossen hatte, wegen Totschlags verurteilt worden war und mehrere Jahre im Gefängnis saß.…
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Incels: Scheitern mit Hass
Im “Herbrand’s” in Ehrenfeld hielt die Psychologin Jasmina Eifert einen Vortrag mit dem Titel “Zwischen Opferrolle und Gewaltfantasie: Die Incel-Bewegung”. Der Vortrag wurde von “Skeptics in the Pub Köln” veranstaltet. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe von Kölner Skeptiker*innen, die auf einer Idee aus Großbritannien basiert: Wissenschaftliche Vorträge finden hier nicht in einer typisch akademischen Atmosphäre, sondern in einer Kneipe statt. Die Inhalte des Vortrags sollen hier kurz zusammengefasst werden.
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Karteikästen im Hirn arbeiten zusammen – hä?
Warum erkennen wir einen Freund sofort – egal ob wir ihm im Büro, im Café oder auf der Straße begegnen? Und woher weiß unser Gehirn, ob wir gerade an ein gemütliches Abendessen oder an ein formelles Meeting denken sollen? Forscher der Universität Bonn haben genau dieses Alltagsrätsel untersucht – und dabei etwas Grundsätzliches über unser Gedächtnis gelernt. Die Erkenntnis: Unser Gehirn speichert nicht alles in einem einzigen „Erinnerungsknoten“. Stattdessen arbeitet es arbeitsteilig. Bestimmte Nervenzellen merken sich den Inhalt einer Erinnerung – etwa eine Person, ein Gesicht oder einen Gegenstand. Andere Nervenzellen kümmern sich ausschließlich um den Zusammenhang, also darum, in welcher Situation etwas passiert ist.





























