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KI baut sich ihr eigenes Bild von der Welt
An der Universität Bonn startet eine neue Forschungsgruppe, die Künstlicher Intelligenz ein umfassenderes Verständnis von Orten vermitteln soll. Der Informatiker Marc Rußwurm entwickelt Methoden, mit denen sich unterschiedliche Geodaten zusammenführen und gemeinsam auswerten lassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt über das Emmy-Noether-Programm. Geodaten liegen heute fragmentiert vor: Satellitenbilder, Karten, Klimadaten oder Höhenmodelle unterscheiden sich in Struktur, Auflösung und Format. Eine gemeinsame Auswertung ist aufwendig. Genau hier setzt die Forschung an. Ziel ist es, diese Daten so zu verbinden, dass KI-Systeme daraus ein konsistentes Gesamtbild ableiten können.
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KI liest Zahlen aus Studien – Jülicher System automatisiert Datenauswertung
orschende des Forschungszentrums Jülich haben ein KI-System entwickelt, das quantitative Daten aus wissenschaftlichen Texten automatisch extrahiert und strukturiert aufbereitet. Das Framework mit dem Namen Quinex („Quantitative Information Extraction“) soll die Auswertung großer Mengen wissenschaftlicher Literatur erleichtern. Wissenschaftliche Publikationen enthalten zahlreiche Zahlenwerte, etwa zu Wirkungsgraden, Kosten oder Messdaten. Diese Informationen sind häufig im Fließtext eingebettet und bislang nur mit erheblichem Aufwand manuell zugänglich. Quinex setzt an diesem Punkt an: Das System identifiziert Zahlen in Texten, ordnet ihnen passende Einheiten zu und erkennt den jeweiligen Kontext, etwa was gemessen wurde sowie wann, wo und unter welchen Bedingungen.
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KI für 6G: So sollen Mobilfunknetze der Zukunft schlauer und sparsamer werden
Die nächste Mobilfunkgeneration steht schon in den Startlöchern – und sie soll vor allem eines sein: deutlich intelligenter und energieeffizienter. Dafür arbeiten das Forschungszentrum Jülich und der Netzwerkausrüster Ericsson jetzt gemeinsam an neuen KI-Technologien für 6G. Im Zentrum steht ein besonderer Rechner: JUPITER, Europas erster Exascale-Supercomputer. Der kann mehr als eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde ausführen – eine Zahl mit 18 Nullen. Damit lassen sich extrem komplexe KI-Modelle trainieren, die später Mobilfunknetze steuern und optimieren. „Später“ bedeutet in Deutschland natürlich wirklich „später“, aber immerhin.







