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    Ein kalter deutscher Magnet folgt der Sonne

    Ein zehn Meter langer Magnet soll künftig der Sonne folgen. Er wird auf etwa minus 270 Grad Celsius gekühlt und soll bei der Suche nach einem bislang nicht nachgewiesenen Elementarteilchen helfen: dem Axion. Das Experiment heißt BabyIAXO. IAXO steht für „International Axion Observatory“, also Internationales Axion-Observatorium. Beteiligt sind unter anderem die Universitäten Bonn, Siegen und Dortmund. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Bau des Magnetsystems bewilligt. Insgesamt stehen dafür sechs Millionen Euro zur Verfügung. Aufgebaut wird es beim Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY), einem Forschungszentrum in Hamburg. Hinter dem Experiment steht eine vergleichsweise einfache Idee. Im Inneren der Sonne könnten Axionen entstehen. Diese hypothetischen Teilchen wären extrem leicht und würden nur sehr…

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    Nichts gefunden: so liefert Jülich

    Warum gibt es überhaupt Materie? Diese Frage gehört zu den größten ungelösten Rätseln der Physik. Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Denn nach dem heutigen Verständnis entstanden beim Urknall nahezu gleiche Mengen Materie und Antimaterie. Treffen beide aufeinander, vernichten sie sich vollständig. Übrig bleiben sollte – nichts. Doch offensichtlich kam es anders. Das Universum besteht heute fast vollständig aus Materie. Irgendetwas muss in den ersten Augenblicken nach dem Urknall ein leichtes Ungleichgewicht erzeugt haben. Genau nach solchen Spuren suchen Forscher weltweit. Ein Team des Forschungszentrums Jülich hat nun eine neue Messung veröffentlicht, die auf den ersten Blick enttäuschend klingt: Gefunden wurde nichts. Tatsächlich könnte genau das der entscheidende Fortschritt…

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    KI und Supercomputer klären das Myon-Rätsel

    Jülicher Supercomputer haben eine langjährige Unstimmigkeit in der Teilchenphysik neu eingeordnet. Ein internationales Forschungsteam hat die magnetischen Eigenschaften des Myons mit bislang besonders hoher Genauigkeit berechnet. Das Myon ist ein kurzlebiges Elementarteilchen und ein schwererer Verwandter des Elektrons. Sein magnetisches Verhalten galt seit mehr als zwei Jahrzehnten als möglicher Hinweis auf Physik jenseits des Standardmodells. Für die nun in Nature veröffentlichte Arbeit nutzten die Forschenden unter anderem die Jülicher Supercomputer JUWELS, JURECA und JUPITER. JUPITER ist Europas erster Supercomputer der Exascale-Klasse. Solche Systeme erreichen eine Rechenleistung, die klassische wissenschaftliche Modellierung in Bereiche führt, die ohne Hochleistungsrechnen kaum zugänglich wären. Im Zentrum stand die präzise Berechnung eines besonders schwierigen Anteils der…

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    Antimaterie auf Reisen: Erste transportierte Antiprotonen am CERN

    Antimaterie – allein das Wort klingt schon nach Science-Fiction. Und tatsächlich ist sie so exotisch, dass sie sich sofort selbst zerstört, sobald sie mit normaler Materie in Kontakt kommt. Umso erstaunlicher ist, was Forschende jetzt am europäischen Kernforschungszentrum CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) geschafft haben: Sie haben erstmals Antimaterie transportiert. Genauer gesagt: Antiprotonen, also die Antimaterie-Gegenstücke der Protonen. Diese wurden in einer mobilen Falle eingefangen, auf einen Lkw verladen und über das CERN-Gelände gefahren – ohne dass sie verloren gingen.

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