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KI und Supercomputer klären das Myon-Rätsel
Jülicher Supercomputer haben eine langjährige Unstimmigkeit in der Teilchenphysik neu eingeordnet. Ein internationales Forschungsteam hat die magnetischen Eigenschaften des Myons mit bislang besonders hoher Genauigkeit berechnet. Das Myon ist ein kurzlebiges Elementarteilchen und ein schwererer Verwandter des Elektrons. Sein magnetisches Verhalten galt seit mehr als zwei Jahrzehnten als möglicher Hinweis auf Physik jenseits des Standardmodells. Für die nun in Nature veröffentlichte Arbeit nutzten die Forschenden unter anderem die Jülicher Supercomputer JUWELS, JURECA und JUPITER. JUPITER ist Europas erster Supercomputer der Exascale-Klasse. Solche Systeme erreichen eine Rechenleistung, die klassische wissenschaftliche Modellierung in Bereiche führt, die ohne Hochleistungsrechnen kaum zugänglich wären. Im Zentrum stand die präzise Berechnung eines besonders schwierigen Anteils der…
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Antimaterie auf Reisen: Erste transportierte Antiprotonen am CERN
Antimaterie – allein das Wort klingt schon nach Science-Fiction. Und tatsächlich ist sie so exotisch, dass sie sich sofort selbst zerstört, sobald sie mit normaler Materie in Kontakt kommt. Umso erstaunlicher ist, was Forschende jetzt am europäischen Kernforschungszentrum CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) geschafft haben: Sie haben erstmals Antimaterie transportiert. Genauer gesagt: Antiprotonen, also die Antimaterie-Gegenstücke der Protonen. Diese wurden in einer mobilen Falle eingefangen, auf einen Lkw verladen und über das CERN-Gelände gefahren – ohne dass sie verloren gingen.





