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    KI und Supercomputer klären das Myon-Rätsel

    Jülicher Supercomputer haben eine langjährige Unstimmigkeit in der Teilchenphysik neu eingeordnet. Ein internationales Forschungsteam hat die magnetischen Eigenschaften des Myons mit bislang besonders hoher Genauigkeit berechnet. Das Myon ist ein kurzlebiges Elementarteilchen und ein schwererer Verwandter des Elektrons. Sein magnetisches Verhalten galt seit mehr als zwei Jahrzehnten als möglicher Hinweis auf Physik jenseits des Standardmodells. Für die nun in Nature veröffentlichte Arbeit nutzten die Forschenden unter anderem die Jülicher Supercomputer JUWELS, JURECA und JUPITER. JUPITER ist Europas erster Supercomputer der Exascale-Klasse. Solche Systeme erreichen eine Rechenleistung, die klassische wissenschaftliche Modellierung in Bereiche führt, die ohne Hochleistungsrechnen kaum zugänglich wären. Im Zentrum stand die präzise Berechnung eines besonders schwierigen Anteils der…

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    KI liest Zahlen aus Studien – Jülicher System automatisiert Datenauswertung

    orschende des Forschungszentrums Jülich haben ein KI-System entwickelt, das quantitative Daten aus wissenschaftlichen Texten automatisch extrahiert und strukturiert aufbereitet. Das Framework mit dem Namen Quinex („Quantitative Information Extraction“) soll die Auswertung großer Mengen wissenschaftlicher Literatur erleichtern. Wissenschaftliche Publikationen enthalten zahlreiche Zahlenwerte, etwa zu Wirkungsgraden, Kosten oder Messdaten. Diese Informationen sind häufig im Fließtext eingebettet und bislang nur mit erheblichem Aufwand manuell zugänglich. Quinex setzt an diesem Punkt an: Das System identifiziert Zahlen in Texten, ordnet ihnen passende Einheiten zu und erkennt den jeweiligen Kontext, etwa was gemessen wurde sowie wann, wo und unter welchen Bedingungen.

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    Sicherheit in Menschenmengen: Was Alter und Erschöpfung verändern

    Wie sicher sich Menschen in dichten Menschenmengen bewegen können, hängt stark von ihrem Alter und ihrem körperlichen Zustand ab. Das zeigen Untersuchungen von Forschenden des Forschungszentrums Jülich und der Deutschen Sporthochschule Köln. In Experimenten analysieren sie, wie Bewegung, Gleichgewicht und Reaktionsfähigkeit im Gedränge zusammenwirken – und wann daraus Risiken entstehen. Bei großem Andrang, etwa auf Bahnsteigen, bei Konzerten oder in Stadien, bewegen sich viele Menschen gleichzeitig auf engem Raum. Unterschiedliche Gehgeschwindigkeiten und Reaktionsweisen treffen direkt aufeinander. Je dichter die Menge wird, desto schwerer lassen sich kleine Störungen wie Ausweichbewegungen oder kurze Unsicherheiten ausgleichen. Dadurch steigt das Risiko für Stürze und gefährliche Kettenreaktionen.

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    Vulkanausbruch hilft, Klimawandel zu verstehen

    Ein gewaltiger Vulkanausbruch kann helfen, den Klimawandel besser zu verstehen. Das zeigt eine neue internationale Studie zum Ausbruch des Unterwasser-Vulkans Hunga Tonga–Hunga Haʻapai im Jahr 2022. Der Vulkan schleuderte große Mengen Wasserdampf bis in sehr hohe Schichten der Atmosphäre – ein Bereich, der für das Erdklima besonders wichtig ist. Forscher aus vielen Ländern haben untersucht, was dort nach dem Ausbruch geschah. Die Ergebnisse sind im sogenannten APARC-Report 2025 zusammengefasst. APARC ist ein internationales Forschungsprogramm, das erforscht, wie Prozesse in der Atmosphäre das Klima beeinflussen. Für den Bericht wurden Messungen von Satelliten, Wetterballons und Bodenstationen mit Computermodellen kombiniert.

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    CO₂ aus der Luft – aber bitte mit Plan

    Es mag trivial klingen – aber genau deshalb ist es wichtig. Wissenschaft ist nicht dazu da, nur steile Thesen zu überprüfen, sondern auch solche, die völlig logisch erscheinen. Denn manchmal ist das Offensichtliche eben doch nicht richtig. Genau das zeigt eine neue Studie des Forschungszentrums Jülich zur Technik der Direct Air Capture (DAC). Dabei wird CO₂ direkt aus der Luft gefiltert und gespeichert – ein Baustein, um Restemissionen auszugleichen. Doch: Ob sich das lohnt, hängt stark vom Standort ab. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und lokale Wind- und Solarenergie entscheiden darüber, wie viel Energie die Anlage braucht – und wie teuer sie arbeitet. Die Spannbreite reicht von 200 bis über 1000 Euro pro…

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    Jülicher KI-JUPITER erreicht Rekord-Rechenleistung

    JUPITER steht in Jülich – und gehört zu den fünf schnellsten Supercomputern der Welt. Entwickelt wurde er vom Jülich Supercomputing Centre, finanziert von der EU, dem Bund und dem Land NRW. Die internationale TOP500-Liste führt ihn aktuell auf Platz vier. JUPITER ist kein Prototyp mehr, sondern im Betrieb. Er trainiert Künstliche Intelligenz, führt komplexe Simulationen durch und unterstützt die Forschung – zum Beispiel bei Klima, Energie oder Medizin. Möglich machen das rund 24.000 Hochleistungschips von NVIDIA. Das System ist nicht nur schnell, sondern auch effizient: Kein anderer Rechner in den Top 5 verbraucht pro Rechenleistung weniger Energie. JUPITER ist damit nicht nur ein Prestigeprojekt. Er zeigt, dass Hochtechnologie aus Europa…

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    Schlaflos klug? Eher emotional instabil

    Die Vorstellung hält sich hartnäckig: Wer die Nacht durcharbeitet, gilt als besonders leistungsbereit – ob in Krisenstäben oder Vorstandsetagen. Ene neue Studie des Forschungszentrums Jülich zeigt: Chronischer Schlafmangel verändert das Stressnetzwerk im Gehirn – und schwächt emotionale Kontrolle. Veröffentlicht im Fachjournal JAMA Psychiatry zeigt die Studie, dass bei Menschen mit dauerhaft verkürztem Schlaf funktionelle Netzwerke im Gehirn umorganisiert werden. Betroffen sind unter anderem der präfrontale Kortex und die Amygdala – also Regionen, die für Selbstregulation, Impulskontrolle und Emotionsverarbeitung zuständig sind. Statt flexibel zu reagieren, gerät das Gehirn schneller in Alarmbereitschaft.

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    Windräder: Schönheit schützen, trotzdem Strom

    Viele Menschen wünschen sich erneuerbare Energien – aber bitte nicht im eigenen Blickfeld. Was aber kostet es, Windräder und Solaranlagen so zu platzieren, dass sie möglichst niemand sieht? Eine neue Studie des Forschungszentrums Jülich zeigt: Der Wunsch nach Unsichtbarkeit hat seinen Preis – und der variiert je nach Anspruch erheblich. Das Forschungsteam analysierte zunächst, welche Gegenden in Deutschland als besonders schön gelten und wo viele Menschen leben. Mithilfe von Kartierungstechniken berechneten sie, von welchen Orten potenzielle Energieanlagen aus sichtbar wären, und entwickelten Szenarien: Was passiert, wenn man Wind- und Solarparks aus dem Sichtfeld der schönsten oder dichtest besiedelten Regionen fernhält? Und was, wenn man sie überall versteckt?

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