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    Furcht fixer verlernen: Wie das Gehirn Angst abbaut

    Angst ist lebenswichtig. Sie schützt uns vor Gefahren. Genauso wichtig ist aber die Fähigkeit, Angst wieder loszulassen, wenn keine Bedrohung mehr besteht. Wer etwa nach einem belastenden Erlebnis noch lange panisch reagiert, obwohl objektiv nichts mehr passiert, erlebt genau dieses Problem: Die Angst bleibt, obwohl sie nicht mehr nötig ist. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum hat nun gezeigt, dass sich dieser Lernprozess gezielt beeinflussen lässt. In Experimenten mit Mäusen fanden die Wissenschaftlerinnen heraus, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Tiere hatten gelernt, auf ein bestimmtes Signal mit Angst zu reagieren. Normalerweise schwächt sich diese Reaktion ab, wenn das Signal wiederholt auftritt, ohne dass etwas Negatives folgt.…

  • UAR EinverständniserklärungsNr: 4591a, 4592a, 4593a, 4594a, vlnr Verian Bader, Maria Georgina Herrera, Lena Kühn, Konstanze Winklhofer Die Bilder dürfen nur im Kontext der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Angabe des Copyrights © RUB, Marquard verwendet werden, zum Beispiel für Webseiten der RUB sowie für Texte oder Webseiten, die sich speziell mit Ereignissen an der RUB oder Leistungen von RUB-Mitgliedern beschäftigen. Die Bilder dürfen nicht in Kontexten verwendet werden, in denen die RUB nur stellvertretend für Hochschulen im Allgemeinen steht.
    Wissen

    Wenn Zellen ihren Abfall nicht loswerden

    Zellen sind keine ordentlichen Orte. In ihnen entsteht ständig Müll: beschädigte Bestandteile, falsch gebaute Eiweiße und manchmal auch eingedrungene Bakterien. Damit eine Zelle gesund bleibt, muss sie diesen Abfall erkennen und entsorgen. Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben nun genauer verstanden, wie diese zelluläre Müllabfuhr funktioniert. Im Mittelpunkt der neuen Studie steht ein Eiweiß mit dem Namen Optineurin. Es wirkt in der Zelle wie ein Sortierer. Optineurin erkennt schädliche Bestandteile und markiert sie für den Abtransport. Danach werden diese Teile in kleinen Bläschen verpackt und in der Zelle abgebaut. Dieser Reinigungsprozess heißt Autophagie, was so viel bedeutet wie „Selbstverdauung“.

  • Wissen

    Karteikästen im Hirn arbeiten zusammen – hä?

    Warum erkennen wir einen Freund sofort – egal ob wir ihm im Büro, im Café oder auf der Straße begegnen? Und woher weiß unser Gehirn, ob wir gerade an ein gemütliches Abendessen oder an ein formelles Meeting denken sollen? Forscher der Universität Bonn haben genau dieses Alltagsrätsel untersucht – und dabei etwas Grundsätzliches über unser Gedächtnis gelernt. Die Erkenntnis: Unser Gehirn speichert nicht alles in einem einzigen „Erinnerungsknoten“. Stattdessen arbeitet es arbeitsteilig. Bestimmte Nervenzellen merken sich den Inhalt einer Erinnerung – etwa eine Person, ein Gesicht oder einen Gegenstand. Andere Nervenzellen kümmern sich ausschließlich um den Zusammenhang, also darum, in welcher Situation etwas passiert ist.

  • Meinung,  Wissen

    Schlaflos klug? Eher emotional instabil

    Die Vorstellung hält sich hartnäckig: Wer die Nacht durcharbeitet, gilt als besonders leistungsbereit – ob in Krisenstäben oder Vorstandsetagen. Ene neue Studie des Forschungszentrums Jülich zeigt: Chronischer Schlafmangel verändert das Stressnetzwerk im Gehirn – und schwächt emotionale Kontrolle. Veröffentlicht im Fachjournal JAMA Psychiatry zeigt die Studie, dass bei Menschen mit dauerhaft verkürztem Schlaf funktionelle Netzwerke im Gehirn umorganisiert werden. Betroffen sind unter anderem der präfrontale Kortex und die Amygdala – also Regionen, die für Selbstregulation, Impulskontrolle und Emotionsverarbeitung zuständig sind. Statt flexibel zu reagieren, gerät das Gehirn schneller in Alarmbereitschaft.

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