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Gegen das Vergessen und für das freie Wort: Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennungen in Dortmund
Am 30. Mai 2026 versammelten sich rund vierzig Menschen im Platanenhain auf dem Dortmunder Hansaplatz, um an die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen zu erinnern. Der Ort war bewusst gewählt: Hier wurden 1933 öffentlich Bücher verbrannt. Letzten Samstag standen dort Menschen, die lasen, zuhörten und erinnerten. Allein dieser Kontrast war wirkmächtig. Die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache sorgte für die organisatorischen Rahmenbedingungen der Veranstaltung. Unterstützt wurde sie außerdem vom Verein „Verbrannte Orte“, dessen Initiator Jan Schenck seit Jahren daran arbeitet, die Geschichte der Bücherverbrennungen sichtbar zu machen. Sein Engagement macht deutlich, dass die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen nicht nur in Berlin stattfanden. Sie ereigneten sich in zahlreichen Städten und wurden nicht allein von Parteifunktionären getragen, sondern…
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Auch hier wurden Bücher verbrannt – Führung und Lesung in Dortmund
Die Erforschung und Dokumentation von Orten innerhalb Deutschlands, an denen Bücher im Jahr 1933 von Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten verbrannt wurden, macht sich das Projekt „Verbrannte Orte: Orte der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen“ zur Aufgabe. Im Mittelpunkt stehen dabei gerade jene Orte, die – anders als die heute weithin bekannte nationalsozialistisch inszenierte Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz (heute Bebelplatz) – oftmals aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwunden sind. von unserer Gastautorin Charlotte Lenger. Auch Dortmund, Bochum und Essen gehören zu den über 160 Orten, die bislang verzeichnet werden können. So heißt es auf der Website: „Das Projekt soll Unsichtbares sichtbar machen und damit eine für alle zugängliche Informationsplattform zu den…
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Eine U-Bahn voller Nazis
Stell dir vor, du sitzt nichtsahnend in der Bahn und auf einmal steigen lauter Nazis ein. Weit und breit keine Polizei zu sehen. Die Stimmung unter den Nazis ist ausgelassen. Derweil sitzen in der Bahn Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe Feindbilder der Nazis sind. Man kann nur erahnen, wie diese sich fühlen, als sie die Situation erkennen. Diese Schilderung ist leider nicht fiktiv, sondern beschreibt, was am 1. Mai in Essen geschah, als die Polizei entschied, die Teilnehmer einer rechtsextremen Demonstration der NPD-Nachfolgepartei “Die Heimat” in einer gewöhnlichen Bahn der Linie U11 vom Hirschlandplatz zum Essener Hauptbahnhof reisen zu lassen – ohne Polizeibegleitung.








