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Planetengeburt im galaktischen Hexenkessel
Im Zentrum der Milchstraße herrschen extreme Bedingungen: dichter Staub, hoher Druck, starke Strahlung. Lange galt diese sogenannte zentrale molekulare Zone (CMZ) als denkbar ungeeignet für die Entstehung von Planetensystemen. Doch eine neue Studie sieht das anders. Ein Forschungsteam unter Kölner Beteiligung entdeckte mithilfe des ALMA-Teleskops Hinweise auf über 300 mögliche protoplanetare Scheiben – Strukturen aus Gas und Staub, die als Frühform von Planeten gelten. Protoplanetare Scheiben entstehen um junge Sterne und bilden die Grundlage für die Entwicklung von Planeten, Monden und Asteroiden. In ihnen ballen sich mikroskopisch kleine Staubpartikel zu größeren Körnern, die sich über Millionen Jahre zu Himmelskörpern formen können. Dass solche Prozesse offenbar auch in der CMZ ablaufen,…
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Recklinghausen: Falsche Raupe, falscher Alarm
Es fing mit einem Foto an. Eine Leserin aus Recklinghausen-Hochlarmark schickte uns ein Bild: feine weiße Gespinste an einem Baum, deutlich sichtbar, flächendeckend. Der erste Gedanke: Eichenprozessionsspinner! Schließlich kennt man die ja, in allen Medien, gefährlich – mit ihrer Wirkung auf Haut, Atemwege und Schlagzeilen. Also: Foto geprüft, Textentwurf geschrieben, Presseanfrage an die Stadt Recklinghausen. Was macht die Stadt, um den Monstern Herr zu werden? In der Anfrage schrieben wir dann „Seidenspinner“ statt „Eichenprozessionsspinner“. Irgendwas mit Spinner auf jeden Fall. Und vielleicht etwas zu fix geschrieben. Die Antwort aus dem Rathaus kam prompt – und klärte so einiges auf. Anders als gedacht.
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73 Euro für Windeln & Milch: Betrug in Bochum?
Bochumer Innenstadt. Drehscheibe. Fußgängerzone. Dienstag, 13. Mai. 18.20 Uhr. In etwa. Eine junge Frau spricht mich an. Augenscheinlich irgendwo aus Südosteuropa, Nordafrika, oder, keine Ahnung, auf jeden Fall dunkler Teint und starker Akzent. Sie bittet mich nicht um Geld, sondern um Hilfe. Darum, dass ich für ihr Kind, Windeln und Babynahrung im Rossmann kaufe. Ich ließ mich darauf ein, und ging mit ihr in den Drogeriemarkt. Die ganze Zeit über dankte sie mir mit zur Gebetsgeste gefalteten Händen. Ich wiederholte immer wieder, dass sie mir nicht danken solle, dass wir das jetzt holen, und auch gut sei. Immer wieder benannte sie dann, nicht lesen zu können, bat darum, die Originalpampers…
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Nicole Jäger: Dicksein ist sichtbar und wird oft als Einziges gesehen
Nicole Jäger ist Autorin. Hat ein neues Buch heraus gebracht, und mit Wahnsinnwissen über das Dicksein und das Gesundheitssystem gesprochen. Sie spricht über strukturelle Herausforderungen im Umgang mit Übergewicht und schildert, wie ärztliche Gespräche häufig verlaufen. Ihr Anliegen: verständlich machen, wieso viele übergewichtige Menschen ärztliche Hilfe meiden – und welche Folgen das haben kann. Gewicht als medizinische Brille Laut Jäger wird bei Arztbesuchen das Gewicht oft zur alles erklärenden Größe – noch bevor Symptome im Einzelnen untersucht wurden. In ihrem Fall habe es Jahre gedauert, bis chronische Schmerzen ernst genommen wurden. Immer wieder sei das Körpergewicht als ausreichende Erklärung genannt worden. Erst nachdem sie deutlich abgenommen hatte, wurde nach anderen…
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Bakterium liefert Bio-Spülmittel zur Ölverdauung
Das Meeresbakterium Alcanivorax borkumensis hilft bei Ölkatastrophen – indem es Öl nicht nur frisst, sondern sich dabei mit einem selbst erzeugten Bio-Spülmittel behelfen kann. Eine neue Studie unter Leitung der Universität Bonn hat jetzt den genauen Syntheseweg dieses natürlichen Detergens entschlüsselt, das dem Bakterium das Anhaften an Öltröpfchen erlaubt. Alcanivorax borkumensis lebt im Meer und gedeiht dort besonders gut, wenn Erdöl ins Wasser gelangt – etwa bei Tankerunfällen. Es nutzt die darin enthaltenen Alkane als Energiequelle. Doch da Öl und Wasser sich nicht mischen, braucht das Bakterium eine biochemische Brücke: ein Detergens, das es selbst herstellt. Dieses besteht aus Glycin und einer Fett-Zucker-Verbindung – ähnlich aufgebaut wie klassisches Spülmittel, mit…
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Neue Kampagne für Studium im Ruhrgebiet
„Dann bleib doch zu Hause.“ Mit diesem Satz wirbt die Hochschulallianz Ruhr seit Mai für ein Studium in der Region. Drei Fachhochschulen – die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule – wollen gemeinsam stärker auf ihre Angebote aufmerksam machen. Die Kampagne läuft zur Bewerbungsphase an zentralen Orten im Ruhrgebiet, etwa an Bahnhöfen und stark frequentierten Verkehrswegen. Ziel ist es, die Studienangebote vor Ort stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Denn die Region bietet neben einer hohen Dichte an Hochschulen auch eine enge Verzahnung mit Unternehmen und Berufsfeldern. Gerade in den Bereichen Technik, IT, Gestaltung und Gesundheitswissenschaften bestehen gute Kooperationsmöglichkeiten zwischen Studium und Praxis.















