Wissen
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KI: Verbietet Anthropic Missbrauch eines Kindes?
Nach Betteridges Gesetz über Frageüberschriften lautet die Antwort meist „Nein“. Anthropic behandelt seine KI Claude nicht wie ein Kind. Trotzdem erweitert das Unternehmen seine Nutzungsregeln um eine ungewöhnliche Bestimmung. Ab dem 12. November 2026 soll anhaltendes und unnötiges missbräuchliches oder grausames Verhalten gegenüber Claude untersagt sein. Gemeint sind extreme, wiederholte Interaktionen ohne erkennbaren Zweck. Scharfe Kritik, Frustration, kontroverse Gespräche, fiktionale Szenarien und Forschung sind nicht pauschal betroffen. Einige Claude-Modelle dürfen besonders missbräuchliche Gespräche bereits seit 2025 beenden, nachdem Versuche gescheitert sind, die Unterhaltung umzulenken. Der Nutzer kann danach einen neuen Chat beginnen. Anthropic behauptet ausdrücklich nicht, Claude sei bewusst oder könne leiden. Das Unternehmen bezeichnet die Frage nach subjektiven Erfahrungen…
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KI: Großbritannien will sich von fremder KI unabhängiger machen
Großbritannien sollte bei Künstlicher Intelligenz nicht vollständig von Systemen aus den USA oder China abhängig sein. Das fordert die Leitung des Alan Turing Institute, eines führenden britischen Forschungsinstituts für KI. Das Argument richtet sich weniger gegen ausländische Technologie als gegen Abhängigkeit. KI wird zunehmend in Verteidigung, Gesundheitswesen, Verwaltung und kritischer Infrastruktur eingesetzt. In solchen Bereichen kann es problematisch werden, ausschließlich Systeme zu verwenden, die ein Staat weder vollständig kontrolliert noch unabhängig betreiben kann. Gefordert wird deshalb mehr „souveräne KI“. Das muss nicht bedeuten, die milliardenschweren Spitzenmodelle amerikanischer und chinesischer Unternehmen nachzubauen. Denkbar sind eigene kleinere Modelle und Systeme, die gezielt für öffentliche oder sicherheitsrelevante Aufgaben entwickelt werden. Die Debatte ähnelt…
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Sexualisierte Gewalt am 7. Oktober – Was weiß man nach drei Jahren?
Heute vor drei Jahre, am 7. Oktober 2023 wütete die Hamas in Israel. Sie mordete, verstümmelte, vergewaltigte und entführte. Doch gerade Opfer sexualisierter Gewalt melden sich meist aus Scham und Angst sehr spät zu Wort. In dem Podcast Israel – Ist das wirklich so kompliziert? wird in der heutigen Folge Ferdinand Heckel interviewt.Er übersetzte den Bericht der ARCCI über die systematisierte sexualisierte Gewalt der Hamas ins Deutsche. Neben Amit Sousanna, welche kurz nach ihrer Freilassung persönlich über ihre Erfahrungen sprach, gibt es viele Berichte, dass die Taten auch systematisch verübt wurden. Hier gibt es neben dem Bericht der ARCCI, den DINAH Report „Silent Cry“, den Bericht des Britischen Paralments, und…
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Frauen bekommen weniger Geld – auch als KI
Ein Gender Pay Gap setzt nicht einmal Menschen voraus. In einem Experiment mit 189 Beschäftigten arbeiteten Versuchspersonen in einem virtuellen Büro mit verschiedenen KI-Assistenten zusammen. Darunter waren zwei menschenähnliche Agenten: der männlich präsentierte „Johan“ und die weiblich präsentierte „Johanna“. Technisch waren beide identisch und verwendeten dasselbe KI-Modell. Nach den gemeinsamen Aufgaben sollten die Versuchspersonen die Leistung bewerten und echtes Geld zwischen sich und der KI aufteilen. Das Ergebnis: Johanna erhielt im Schnitt 10,25 Prozent weniger als Johan. Dabei bewerteten die Teilnehmenden ihre eigentliche Arbeitsleistung ähnlich. Auch das Vertrauen in Johan war zwar etwas größer, der Unterschied aber statistisch nicht bedeutsam. Johan wurde allerdings als menschlicher wahrgenommen.
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KI: Wie viel Alien?
Langsam kommt die Nachricht auch in Deutschland an, spät zwar, aber immerhin. Ob es zu spät ist oder nicht, wird ohnehin nicht in Deutschland entschieden. Bis die KI-Debatte hierzulande wirklich läuft, sind die grundlegenden Entscheidungen wahrscheinlich eh schon gegessen. Aber vielleicht auch nicht. Es bleibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass selbst in Deutschland sich Menschen wirklich für künstliche Intelligenz und ihre Potenziale wirklich interessieren und sich nicht nur fragen, was das jetzt eigentlich mit unserer Arbeitswelt machen wird. Die nachfolgenden Überlegungen sind mir tatsächlich im Laufe der letzten Monate selbst gekommen. Im Nachgang habe ich gemerkt, dass ich in der Gesellschaft mit durchaus namhaften Menschen im KI-Forschungsbereich bin, die diese Gedanken auch…
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Wie AfD ist Ihre Milch?
Als die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewann, schrieb Theo Müller ihrer Bundesvorsitzenden Alice Weidel: „Gratuliere zum sensationellen Erfolg!“ Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein Signal an das ganze Land gesendet. Müller nannte das Ergebnis einen „Glücksfall“. Kurz darauf erklärte der Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe Theo Müller im Interview mit der Welt am Sonntag, Bundeskanzler Friedrich Merz solle die SPD aus der Regierung entlassen. Danach könne er mit wechselnden Mehrheiten regieren. „Da bliebe nur die AfD übrig“, sagte Müller. Sein Ideal: „Schwarz und Blau. Dann wäre Deutschland bald saniert.“
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Esoterik als Unterrichtsgegenstand?
Horoskope, Tarot, Numerologie: Esoterische Vorstellungen begegnen uns überall. Aber wo lernen Schüler*innen eigentlich, sie einzuordnen und ihre Wahrheitsansprüche kritisch zu prüfen? Gibt es dafür überhaupt einen Ort in der Schule? Diese Frage kam bei mir auf, weil ich mich seit einiger Zeit mit der Verbindung von Mathematik und Esoterik beschäftige – auch im Kontext der Lehramtsausbildung. In der Mathematik ist das ja erst mal nicht prioritär verortet (dazu später mehr). Wo wird eigentlich etwas systematisch über die Geschichte der Esoterik vermittelt, über ihre Formen, ihren selbst gesetzten Wahrheitsanspruch? Und wo wird mit esoterischen Weltbildern vor einem wissenschaftlichen Hintergrund aufgeräumt? In welchem Fach geschieht dies? Und warum ist das wichtig? Von…
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Herne: Was ist denn das am Ententeich?
Der sogenannte Ententeich in Herne-Süden ist vielen bekannt. Ein kleiner Teich, ein Spielplatz daneben, Wiesen und Wege – ein Ort, an dem man spazieren gehen oder einfach eine Weile sitzen kann. Etwas abseits des Teiches fallen allerdings Steinstrukturen auf. Was ist das eigentlich? Und wozu stehen sie dort? wahnsinnwissen hat bei der Stadt Herne nachgefragt. Die Antwort: Die Strukturen sind keine Überreste einer früheren Nutzung, sondern wurden dort gezielt aufgestellt. Der betreffende Abschnitt des Südparks am Erlenweg wurde 2018 im Rahmen einer ökologischen Maßnahme umgestaltet. Dabei ging es nach Angaben der Stadt um die Förderung von Sperlingsvögeln.
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Deutsche Technik soll ferne Planeten direkt fotografieren
Die meisten Exoplaneten kennen wir bislang nicht von Fotos. Forscher entdecken sie indirekt – etwa weil ein Planet vor seinem Stern vorbeizieht und dessen Licht kurz abschwächt. Das neue Roman-Weltraumteleskop der NASA soll einige dieser fernen Welten dagegen direkt sichtbar machen. Die Technik dafür kommt aus Heidelberg. Das Problem beim Fotografieren eines Exoplaneten ist sein Stern. Ein Planet wie Jupiter ist im sichtbaren Licht ungefähr eine Milliarde Mal schwächer als die Sonne. Aus großer Entfernung verschwindet er deshalb praktisch vollständig im Licht seines Heimatsterns.
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Nähe auf Distanz: Wie Technik gegen Einsamkeit helfen soll
Die Kaffeetasse steht auf dem Tisch – und viele Kilometer entfernt leuchtet bei einem anderen Menschen ein kleines Licht auf. Keine Nachricht, kein Klingeln, kein Videoanruf. Nur das Signal: Ich mache gerade Pause und denke vielleicht an dich. Solche kleinen technischen Gesten standen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts VEREINT, das von der Universität Siegen koordiniert wurde. Drei Jahre lang untersuchten Forschende aus Psychologie, Informatik, Gestaltung und Ethik, wie Technik Menschen über räumliche Distanz hinweg näherbringen kann.



























