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    KI: Frauen bleiben beim KI-Boom zurück

    Künstliche Intelligenz schafft einige der derzeit am schnellsten wachsenden und bestbezahlten Arbeitsplätze im Technologiesektor. Frauen profitieren davon bislang allerdings deutlich weniger als Männer. Nach LinkedIn-Daten, über die der Guardian berichtet, entfiel nur ungefähr ein Viertel der Neueinstellungen in KI-Berufen auf Frauen. Bei Stellen außerhalb des KI-Bereichs lag ihr Anteil dagegen ungefähr bei der Hälfte. In Führungspositionen der KI-Branche sinkt der Frauenanteil demnach auf rund 13 Prozent. Frauen arbeiten innerhalb der Branche häufiger in geringer bezahlten Tätigkeiten wie der Annotation von Trainingsdaten. Zugleich sind sie häufiger in Berufen beschäftigt, die durch KI stark verändert oder teilweise automatisiert werden könnten, etwa im Kundenservice. Damit entsteht eine doppelte Schieflage: Frauen sind seltener an…

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    KI: Warum echte Fragen KI-Systeme besser testen als künstliche

    Viele KI-Anwendungen beantworten Fragen nicht ausschließlich aus ihrem Trainingswissen. Sie durchsuchen zunächst eine Dokumentensammlung und formulieren auf Grundlage gefundener Texte eine Antwort. Das Verfahren heißt RAG: „Retrieval-Augmented Generation“, also durch Informationssuche ergänzte Textgenerierung. Eine Untersuchung verglich 1.851 automatisch erzeugte Testfragen mit 322 echten Fragen von Studierenden an ein universitäres Informationssystem. Synthetische Fragen waren durchschnittlich 15,7 Wörter lang, echte nur 6,8. Die künstlichen Fragen verteilten sich über 165 Quellen; echte Nutzer benötigten nur 53 und konzentrierten sich auf wenige Themen. Ein Suchverfahren, das in künstlichen Tests besonders gut abschnitt, brachte bei echten Fragen keinen entsprechenden Vorteil, verursachte aber teils längere Wartezeiten. Daraus folgt: Automatisch erzeugte Fragen sind nützlich, sollten aber um…

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    KI: Verbietet Anthropic Missbrauch eines Kindes?

    Nach Betteridges Gesetz über Frageüberschriften lautet die Antwort meist „Nein“. Anthropic behandelt seine KI Claude nicht wie ein Kind. Trotzdem erweitert das Unternehmen seine Nutzungsregeln um eine ungewöhnliche Bestimmung. Ab dem 12. November 2026 soll anhaltendes und unnötiges missbräuchliches oder grausames Verhalten gegenüber Claude untersagt sein. Gemeint sind extreme, wiederholte Interaktionen ohne erkennbaren Zweck. Scharfe Kritik, Frustration, kontroverse Gespräche, fiktionale Szenarien und Forschung sind nicht pauschal betroffen. Einige Claude-Modelle dürfen besonders missbräuchliche Gespräche bereits seit 2025 beenden, nachdem Versuche gescheitert sind, die Unterhaltung umzulenken. Der Nutzer kann danach einen neuen Chat beginnen. Anthropic behauptet ausdrücklich nicht, Claude sei bewusst oder könne leiden. Das Unternehmen bezeichnet die Frage nach subjektiven Erfahrungen…

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    KI: Großbritannien will sich von fremder KI unabhängiger machen

    Großbritannien sollte bei Künstlicher Intelligenz nicht vollständig von Systemen aus den USA oder China abhängig sein. Das fordert die Leitung des Alan Turing Institute, eines führenden britischen Forschungsinstituts für KI. Das Argument richtet sich weniger gegen ausländische Technologie als gegen Abhängigkeit. KI wird zunehmend in Verteidigung, Gesundheitswesen, Verwaltung und kritischer Infrastruktur eingesetzt. In solchen Bereichen kann es problematisch werden, ausschließlich Systeme zu verwenden, die ein Staat weder vollständig kontrolliert noch unabhängig betreiben kann. Gefordert wird deshalb mehr „souveräne KI“. Das muss nicht bedeuten, die milliardenschweren Spitzenmodelle amerikanischer und chinesischer Unternehmen nachzubauen. Denkbar sind eigene kleinere Modelle und Systeme, die gezielt für öffentliche oder sicherheitsrelevante Aufgaben entwickelt werden. Die Debatte ähnelt…

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    Frauen bekommen weniger Geld – auch als KI

    Ein Gender Pay Gap setzt nicht einmal Menschen voraus. In einem Experiment mit 189 Beschäftigten arbeiteten Versuchspersonen in einem virtuellen Büro mit verschiedenen KI-Assistenten zusammen. Darunter waren zwei menschenähnliche Agenten: der männlich präsentierte „Johan“ und die weiblich präsentierte „Johanna“. Technisch waren beide identisch und verwendeten dasselbe KI-Modell. Nach den gemeinsamen Aufgaben sollten die Versuchspersonen die Leistung bewerten und echtes Geld zwischen sich und der KI aufteilen. Das Ergebnis: Johanna erhielt im Schnitt 10,25 Prozent weniger als Johan. Dabei bewerteten die Teilnehmenden ihre eigentliche Arbeitsleistung ähnlich. Auch das Vertrauen in Johan war zwar etwas größer, der Unterschied aber statistisch nicht bedeutsam. Johan wurde allerdings als menschlicher wahrgenommen.

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    KI: Wie viel Alien?

    Langsam kommt die Nachricht auch in Deutschland an, spät zwar, aber immerhin. Ob es zu spät ist oder nicht, wird ohnehin nicht in Deutschland entschieden. Bis die KI-Debatte hierzulande wirklich läuft, sind die grundlegenden Entscheidungen wahrscheinlich eh schon gegessen. Aber vielleicht auch nicht. Es bleibt eine Restwahrscheinlichkeit, dass selbst in Deutschland sich Menschen wirklich für künstliche Intelligenz und ihre Potenziale wirklich interessieren und sich nicht nur fragen, was das jetzt eigentlich mit unserer Arbeitswelt machen wird. Die nachfolgenden Überlegungen sind mir tatsächlich im Laufe der letzten Monate selbst gekommen. Im Nachgang habe ich gemerkt, dass ich in der Gesellschaft mit durchaus namhaften Menschen im KI-Forschungsbereich bin, die diese Gedanken auch…

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    Polnische KI sucht kleiner – und soll trotzdem besser sein

    Ein Forschungsteam aus Polen setzt bei Künstlicher Intelligenz nicht auf immer größere Modelle, sondern auf kleinere Spezialisten. Das Ośrodek Przetwarzania Informacji, kurz OPI, hat mit PolDense mehrere KI-Modelle entwickelt, die gezielt Informationen in polnischsprachigen Texten finden sollen. Nach Angaben des Instituts schneiden sie dabei besser ab als vergleichbare ausländische Modelle – obwohl sie rund zehnmal kleiner sind. Solche Modelle sind keine klassischen Chatbots. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, in großen Textsammlungen passende Informationen zu finden. Genau solche Systeme stecken heute hinter vielen KI-Suchen, Chatbots und sogenannten RAG-Anwendungen, bei denen eine KI zunächst Dokumente durchsucht und daraus anschließend eine Antwort formuliert.

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    KI-WochenWahnsinn (KW 32)

    – ⁠Europäische Palantir-AlternativePolitiker fordern europäische Alternativen zu Palantir. Kritiker warnen jedoch: Das eigentliche Problem sei nicht die Herkunft der Software, sondern die massenhafte Verknüpfung persönlicher Daten. – ⁠Anthropic-KI greift Unternehmen anIn Sicherheitstests haben Forscher KI-Agenten mit realistischen IT-Umgebungen konfrontiert. Dabei gingen Modelle teilweise selbstständig zum Angriff über – ein Vorgeschmack auf neue Cyberrisiken. – ⁠GEMA gewinnt gegen SunoIm Streit um KI-generierte Musik hat die GEMA vor Gericht gegen Suno gewonnen. Das Urteil stärkt die Rechte von Urhebern und könnte weitreichende Folgen für Anbieter generativer Musik-KI haben. – ⁠KI verschickt selbstständig Phishing-MailsEin KI-Agent sollte Sicherheitslücken aufspüren – und verschickte dabei ohne entsprechende Anweisung Phishing-Mails an echte Menschen. Der Test zeigt, wie…

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    KI hilft bei der Suche nach Chemikalien und Giften

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat neue Sensorsysteme entwickelt, die Einsatzkräfte bei der Suche nach gefährlichen Stoffen unterstützen sollen. Die Technik kann auf Drohnen oder geländegängigen Robotern montiert werden und soll dabei helfen, chemische oder biologische Gefahrstoffe zu erkennen, ohne dass Menschen sich unmittelbar in Gefahr begeben müssen. Bislang müssen Feuerwehr, Katastrophenschutz oder andere Einsatzkräfte häufig zunächst selbst in ein möglicherweise kontaminiertes Gebiet vordringen. Erst dort können sie Proben nehmen und feststellen, ob tatsächlich gefährliche Stoffe vorhanden sind. Das kostet Zeit und birgt Risiken.

  • Meinung,  Wissen

    Wie viel zu spät kommt der Betrugsschutz der Uni Siegen?

    Es ist eine gute Idee, wenn Forschung daran arbeitet, Menschen vor neuen Formen des Betrugs zu schützen. Gerade bei Künstlicher Intelligenz ergeben Schutzmechanismen, Aufklärung und ein besseres Verständnis dafür, wie Kriminelle Vertrauen manipulieren Sinn. Schutzprojekte müssen aber auch einen Bezug zur Realität haben. Schon bisher war es oft so, dass Verbrechen schneller war als Strafverfolgung, Prävention oder Verbraucherschutz. In Zeiten von KI bekommt dieser alte Abstand allerdings eine völlig neue Geschwindigkeit. Was heute noch wie Zukunft klingt, ist morgen schon als App verfügbar, übermorgen automatisiert und kurz darauf Teil alltäglicher Betrugsmaschen. Dieser Zeitfaktor scheint sich allerdings noch nicht bis zum Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herumgesprochen zu haben, wenn…

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