Wissen
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Wir glauben, was wir klicken
Man liest eine Schlagzeile, klickt darauf, scrollt weiter – und ein paar Tage später begegnet einem dieselbe Aussage wieder. Plötzlich klingt sie vertraut. Und was vertraut klingt, wirkt oft glaubwürdiger. Selbst dann, wenn man gar nicht mehr genau weiß, woher man die Information kennt. Genau dieses Phänomen haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Die Grundidee dahinter ist nicht neu: Je öfter wir eine Aussage hören oder lesen, desto eher halten wir sie für wahr. Das nennt man den sogenannten Truth-Effekt. Wichtig ist der Unterschied zu einem ähnlichen Mechanismus, dem Mere-Exposure-Effekt. Der bedeutet: Was wir häufiger sehen, finden wir sympathischer oder angenehmer. Beim Truth-Effekt geht es jedoch nicht um…
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Bundespreis Verbraucherschutz 2026: Engagement für faire Märkte gesucht
Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz schreibt den Bundespreis Verbraucherschutz 2026 aus. Mit dem Preis werden Personen, Initiativen oder Organisationen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Rechte und Interessen von Verbrauchern einsetzen. Berücksichtigt werden sowohl haupt- als auch ehrenamtliches Engagement. Vorschläge können bis zum 15. April 2026 eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury aus Vertretern aus Verbraucherschutz, Politik, Wissenschaft und Journalismus. Die Schirmherrschaft übernimmt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig.
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Dieses Zitat bewegt die Welt, aber nicht Deutschland
Sam Altman, Chef von OpenAI, hat beim AI Impact Summit einen Satz gesagt, der das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Wörtlich sagte er: „By the end of 2028, more of the world’s intellectual capacity could reside inside data centers than outside of them.“ Auf Deutsch in etwa: Bis Ende 2028 könnte sich mehr der weltweiten intellektuellen Kapazität in Rechenzentren befinden als außerhalb von ihnen. Im Ausland ist diese Aussage auf viel Aufmerksamkeit gestoßen. In Deutschland hingegen kaum. Das ist das übliche Elend – und diesmal wird es besonders deutlich, weil der Satz so groß ist, dass man ihn nicht überhören darf. Man könnte viele deutsche Medien fragen, warum sie…
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Warum wir bei Bauchschmerzen besonders mitfühlen
Fast jeder kennt es: Bauchschmerzen vor einer Prüfung. Bauchweh nach schlechtem Essen. Und wenn dann jemand sagt: „Ich habe Bauchschmerzen“, reagiert man oft mit: „Oh je, das ist übel. Das tut mir echt leid,“ oder ähnlichem, in jedem Fall mit irgendeinem Ausdruck von Mitleid und Mitgefühl. Vielleicht kommen Zahnschmerzen noch in die Nähe, oder Regelschmerzberichte unter Frauen – aber Bauchschmerz hat da irgendwie etwas Besonderes. Wir nehmen ihn sehr ernst. Und wir leiden oft stärker mit. Und genau dieses „irgendwie etwas Besonderes“ haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Schmerzen aus dem Körperinneren – etwa Bauchschmerzen – werden nicht nur als intensiver empfunden als äußere Schmerzen wie Hitzeschmerz auf…
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Richard Sutton: Warum KI erst am Anfang steht
Richard S. Sutton, einer der Mitbegründer des Reinforcement Learning und seit Jahrzehnten eine zentrale Figur der KI-Forschung, stellt in seinem YouTube-Vortrag „The Future of AI“ eine unbequeme These auf: So beeindruckend heutige KI-Systeme auch wirken – wissenschaftlich stehen wir seiner Ansicht nach noch am Anfang. Sprachmodelle seien vor allem mit menschlichen Daten gefüttert und könnten dieses Wissen geschickt wiedergeben, doch sie lernten nicht wirklich weiter und hätten keine eigenen Ziele. Der nächste große Schritt, so Sutton, werde erst kommen, wenn KI-Systeme nicht nur Texte vorhersagen, sondern wie eigenständige Agenten durch Erfahrung lernen, handeln, Rückmeldung bekommen und ihr Verhalten anpassen. Wir haben uns seinen Vortrag angeschauen, und berichten, worum es geht.…
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Wie gut klappt Mitmachen online?
Wie digital ist unsere Demokratie wirklich? Ein Team der Universität Paderborn hat dafür ein kostenloses Web-Tool gebaut: den „Digital Democracy Score“ (DDS). Die Idee ist simpel: Das Tool sammelt Antworten aus Befragungen und macht daraus eine Zahl, die zeigt, wie gut digitale Angebote demokratische Beteiligung unterstützen. Gemeint sind zum Beispiel Apps und Webseiten, mit denen Bürger Schäden melden können, Plattformen für Bürgerhaushalte (also: Bürger dürfen mitentscheiden, wofür Geld ausgegeben wird), Online-Diskussionsrunden, Petitionen im Netz oder sogar elektronische Abstimmungen. Der DDS prüft dabei mehrere Bereiche und setzt sie zu einem Gesamtwert zwischen 0 (sehr schwach) und 100 (sehr stark) zusammen. Das Ergebnis wird übersichtlich gezeigt – und es gibt konkrete Tipps,…
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Halluzinationen sind kein Defekt, sondern ein Modus
Psychedelika machen das Gehirn nicht einfach „verrückt“ – sie schalten es um. Ein internationales Team unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zeigt nun erstmals hochauflösend im Tiermodell, wie dieser Wechsel aussieht. Nach Gabe einer psychedelisch wirkenden Substanz verstärken sich langsame, rhythmische Aktivitätswellen im visuellen Kortex. Genau dieser neue Takt koppelt das Sehsystem enger an ein Hirnareal, das Gedächtnis und Assoziationen integriert.
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KI: Chinas Roboter tanzen, nach wessen Pfeife?
Es ist schwer, diese Bilder emotionsfrei zu betrachten. Innerhalb nur eines Jahres haben sich die Roboter bei der chinesischen Spring Festival Gala von technisch beeindruckenden Maschinen zu beinahe menschlich wirkenden Akteuren entwickelt. 2025 noch synchroner Tanz, präzise, aber klar maschinell. 2026 dann Bewegungen, Dynamik, Körpersprache – Sprünge, Drehungen, Kung-Fu-Sequenzen –, die viele Zuschauer zweimal hinschauen lassen. Man mag kaum glauben, dass es noch Roboter sind. Aus rechtlichen Gründen binden wir das Video nicht ein, sondern verlinken auf X. Man tendiert dazu, zu sagen: Das ist inszeniert,perfekt ausgeleuchtet, choreografiert, optimiert. Aber wenn es eine Täuschung wäre, dann wäre es die gewagteste Fälschung der jüngeren Technikgeschichte. Zu viele Kamerawinkel, zu viele internationale…
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Das wichtigste Buch des Jahrtausends: „If anyone builds it, everyone dies“
von Robert von Cube Finden Sie den Titel dieses Artikels übertrieben? Dann habe ich eine ernstgemeinte Bitte an Sie: Lesen Sie das Buch, das hier rezensiert wird, und liefern Sie ein überzeugendes Gegenargument. Ich wünsche mir nämlich nichts so sehnlich wie ein überzeugendes Gegenargument. Wenn die Autoren des Buches „If anyone builds it, everyone dies“ (Eliezer Yudkowsky und Nate Soares, beide renommierte KI-Forscher) recht haben, dann ist die Überschrift nicht übertrieben gewählt. Dann droht der Menschheit die Auslöschung durch eine künstliche Superintelligenz und dies ist das Buch der Stunde. Da kein anderes Buch derzeit mehr Aussicht darauf hat, diesen wichtigen Sachverhalt an die Öffentlichkeit zu bringen und weil dieser Sachverhalt –…
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Wer löste da Quantenphysik? Mensch, KI, beide?
https://x.com/OpenAI/status/2022390096625078389



























