Wissen
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ADHS für Alle!
ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizität Hyperaktivitätstörung ist eine Diagnose, die in der öffentlichen Debatte viele Emotionen auslöst. Und wo Emotionen hochkochen, sind Meinungen nicht fern, z. B. meine. Und während die einen meinen, Kinder sollten mit Medikamenten „ruhiggestellt“ werden (was bei einer Behandlung mit Amphetaminen, nicht einer gewissen Ironie entbehrt), gehen die anderen von einer schweren Störung des Hirnstoffwechsels aus und rufen zu fundamentaler Rücksichtnahme aller nicht Betroffenen auf. Während die einen von einem eingebildeten Leiden ausgehen, empört es andere, dass eine psychotherapeutische Behandlung überhaupt versucht wird, schließlich sei das Gehirn neurologisch anders, was solle „Sprechen“ da schon verändern? Und was an der ADHS alles Schuld sein soll: Medien, Ernährung, Impfungen, Chemtrails.von…
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2,1 Millionen gegen Desinformation – Wie ein Forschungsprojekt junge Menschen schützen will
TikTok, Instagram, YouTube – für viele Jugendliche sind soziale Medien die wichtigste Nachrichtenquelle. Doch genau dort verbreiten sich auch politische Falschinformationen besonders schnell. Ein neues Forschungsprojekt aus Düsseldorf will das nun systematisch untersuchen – und Lösungen entwickeln. Unter dem Namen WIEGE („Wiederholt Getäuscht“) startet ein interdisziplinäres Projekt unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Über drei Jahre stehen dafür 2,1 Millionen Euro Fördermittel bereit. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie politische Desinformation entsteht, wie sie wirkt – und wie junge Menschen widerstandsfähiger dagegen werden können.
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Nachwuchsforscher zeigen, wie Zukunft entsteht – Jugend forscht NRW 2026
Was passiert, wenn junge Menschen echte Forschungsfragen stellen – und ernst genommen werden? Beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Nordrhein-Westfalen wurde genau das sichtbar: 76 Teilnehmer präsentierten an der Ruhr-Universität Bochum ihre Projekte – und die Themen reichen von künstlicher Intelligenz bis zur Mechanik von Sanduhren. Unter dem Motto „Maximale Perspektive!“ trafen sich die besten Nachwuchsforscher aus Regionalwettbewerben in Bochum. Insgesamt 47 Projekte wurden vorgestellt, darunter auch Beiträge von deutschen Schulen im Ausland. Die Teilnehmer waren zwischen 15 und 21 Jahre alt – und arbeiteten teils allein, teils im Team. Die Bandbreite der Themen zeigt, wie vielfältig Forschung heute ist: Ein Projekt untersuchte, wie Musik die Konzentration beeinflusst, ein anderes entwickelte…
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Medienmacht im Verborgenen: Studie aus Polen zeigt Probleme
Wer steckt wirklich hinter den Medien, die wir täglich nutzen? Eine Forschungsgruppe aus Polen hat genau das untersucht – und zeigt: Die Antwort ist oft schwerer zu finden, als man denkt. Wissenschaftler der Universität Warszawa haben im Rahmen des internationalen Projekts Euromedia Ownership Monitor analysiert, wem Medien in Europa tatsächlich gehören. Für die polnische Teilstudie untersuchten sie 34 Medienakteure – von großen Konzernen bis hin zu reichweitenstarken Social-Media-Profilen. Das Ergebnis ist überraschend:
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Dead Internet Theory: wie tot ist das alles?
Die Dead Internet Theory („Totes-Internet-Theorie“) sagt: Ein wachsender Teil dessen, was wir online sehen, stammt nicht mehr aus normaler menschlicher Kommunikation. Stattdessen prägen Bots, künstliche Accounts, KI-Inhalte und algorithmisch sortierte Feeds das Netz. In ihrer starken Form behauptet die Theorie, das Internet sei längst weitgehend übernommen und werde gezielt gesteuert. Dafür gibt es keine belastbaren Belege. In der Forschung wird sie deshalb eher als spekulativer Deutungsrahmen behandelt. Interessant ist sie trotzdem, weil sie ein verbreitetes Gefühl aufgreift: Viele Menschen erleben das Netz heute als standardisiert, repetitiv und sozial entkoppelt. Ganz unbegründet ist das nicht.
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Niemand ist depressiv
Depression wird nicht erst seit gestern als Volkskrankheit bezeichnet. Psychische Störungen, heißt es, würden häufiger – nicht nur, aber auch bei Kindern und Jugendlichen. Über die möglichen Gründe dafür wird fleißig spekuliert und je nach ideologischer Geschmacksrichtung die passende Ursache ausfindig gemacht und Lösungen angeboten. Die Konservativen versuchen es mit Verboten und Kontrolle, die Progressiven mit Unterstützung und Aufklärung. Was sich jedoch keiner traut, ist die Frage zu stellen, ob die Annahme, psychische Störungen nähmen zu, überhaupt stimmt. von unser Gastautor Dr. med. Jan Oude-Aust, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
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Tartaria: das Schlamm-QAnon der Archäologie
Es ist ein Weltreich, das es nie gab. Die These ist schnell erzählt: Noch im 19. Jahrhundert soll es ein globales Imperium gegeben haben – technisch überlegen, architektonisch beeindruckend und heute vollständig aus der Geschichte gelöscht. Übrig geblieben seien nur seine Bauwerke. Die Städte, in denen wir leben, seien in Wahrheit Relikte dieser untergegangenen Zivilisation. Die Erzählung trägt den Namen „Tartaria“ und hat sich in den vergangenen Jahren vor allem im Internet verbreitet. Sie wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber nicht völlig abwegig. Alte Karten zeigen tatsächlich „Tartary“, historische Fotos wirken mitunter irritierend, und manche Gebäude erscheinen überraschend aufwendig für ihre Zeit. Genau hier setzt die Theorie an.
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Wie halogen ist E.T.?
Forscherinnen und Forscher der Universität Köln haben ein künstliches DNA-Basenpaar entwickelt, das nicht auf dem üblichen chemischen Prinzip beruht. Es geht in ihrer Arbeit nicht um Außerirdische. Und trotzdem lädt sie (mich zumindest) dazu ein, genau darüber einmal nachzudenken. Bisher hatten wir ein ziemlich klares Bild von DNA: Sie besteht aus vier Bausteinen, die sich paarweise verbinden. Diese Paare halten durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammen – das sind schwache chemische Kräfte, die wie winzige Magnete wirken. So entstehen die zwei Stränge der berühmten Doppelhelix. Dieses Bauprinzip galt lange als eine Art Grundregel des Lebens, zumindest so, wie wir es von der Erde kennen. Wenn über außerirdische Organismen spekuliert wurde, stellte man…
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Furcht fixer verlernen: Wie das Gehirn Angst abbaut
Angst ist lebenswichtig. Sie schützt uns vor Gefahren. Genauso wichtig ist aber die Fähigkeit, Angst wieder loszulassen, wenn keine Bedrohung mehr besteht. Wer etwa nach einem belastenden Erlebnis noch lange panisch reagiert, obwohl objektiv nichts mehr passiert, erlebt genau dieses Problem: Die Angst bleibt, obwohl sie nicht mehr nötig ist. Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum hat nun gezeigt, dass sich dieser Lernprozess gezielt beeinflussen lässt. In Experimenten mit Mäusen fanden die Wissenschaftlerinnen heraus, dass bestimmte Nervenzellen im Gehirn dabei eine Schlüsselrolle spielen. Die Tiere hatten gelernt, auf ein bestimmtes Signal mit Angst zu reagieren. Normalerweise schwächt sich diese Reaktion ab, wenn das Signal wiederholt auftritt, ohne dass etwas Negatives folgt.…
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Menopause: Jahre des Umbruchs
Wahnsinnwissen-Redakteur Sebastian Bartoschek sprach mit Dr. Stephanie Dreyfürst über die Wechseljahr. Dreyfürst ist Germanistin, leitet eine Bildungseinrichtung in Wiesbaden und hat sich – wie sie sagt: „zwangsläufig“ – in das Thema Wechseljahre eingelesen, weil sie selbst mitten in der Perimenopause steckt. Zu Beginn räumt Dreyfürst mit einem verbreiteten Missverständnis auf: Menopause ist streng genommen kein langer Abschnitt, sondern ein Zeitpunkt, der erst rückwirkend feststeht – nämlich dann, wenn zwölf Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist. Das, was viele meinen, wenn sie „Menopause“ sagen, ist meistens die Perimenopause: die lange Übergangszeit vor der letzten Blutung. Diese Phase könne Jahre dauern, und bei manchen beginne der hormonelle Wandel lange vor dem…




























