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KI baut sich ihr eigenes Bild von der Welt
An der Universität Bonn startet eine neue Forschungsgruppe, die Künstlicher Intelligenz ein umfassenderes Verständnis von Orten vermitteln soll. Der Informatiker Marc Rußwurm entwickelt Methoden, mit denen sich unterschiedliche Geodaten zusammenführen und gemeinsam auswerten lassen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt über das Emmy-Noether-Programm. Geodaten liegen heute fragmentiert vor: Satellitenbilder, Karten, Klimadaten oder Höhenmodelle unterscheiden sich in Struktur, Auflösung und Format. Eine gemeinsame Auswertung ist aufwendig. Genau hier setzt die Forschung an. Ziel ist es, diese Daten so zu verbinden, dass KI-Systeme daraus ein konsistentes Gesamtbild ableiten können.
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KI liest Zahlen aus Studien – Jülicher System automatisiert Datenauswertung
orschende des Forschungszentrums Jülich haben ein KI-System entwickelt, das quantitative Daten aus wissenschaftlichen Texten automatisch extrahiert und strukturiert aufbereitet. Das Framework mit dem Namen Quinex („Quantitative Information Extraction“) soll die Auswertung großer Mengen wissenschaftlicher Literatur erleichtern. Wissenschaftliche Publikationen enthalten zahlreiche Zahlenwerte, etwa zu Wirkungsgraden, Kosten oder Messdaten. Diese Informationen sind häufig im Fließtext eingebettet und bislang nur mit erheblichem Aufwand manuell zugänglich. Quinex setzt an diesem Punkt an: Das System identifiziert Zahlen in Texten, ordnet ihnen passende Einheiten zu und erkennt den jeweiligen Kontext, etwa was gemessen wurde sowie wann, wo und unter welchen Bedingungen.
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Ministerin Bär entdeckt die „hybride Bedrohung“
Man kann Konservativen nicht vorwerfen, zu nah am Puls der Zeit zu sein. Jemals. Und Forschungsministerin Doro Bär ist eine gute Konservative. Frau Bär hat nun erkannt, dass es hybride Bedrohungen gibt. Hybride Bedrohungen! Also Dinge wie Cyberangriffe, Desinformation, Spionage – all das, womit sich Militärs, Sicherheitsbehörden, Journalisten und eigentlich jeder, der die letzten 15 Jahre nicht als Schwamm im Marianengraben verbracht hat, schon länger beschäftigt. Aber jetzt ist es offiziell: Das Forschungsministerium hat eine Förderrichtlinie veröffentlicht. Man möchte sich die Szene vorstellen: irgendwo in Berlin ein Raum, ein Whiteboard, betretenes Schweigen – und dann sagt jemand vorsichtig: „Was, wenn Angriffe nicht nur militärisch sind?“ Kurzes Nicken. Dann: „Was, wenn…
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Narzissmus ist zur Hälfte Gene – und kaum Familie
Die Vorstellung ist beliebt: Narzisstische Persönlichkeiten entstehen vor allem durch falsche Erziehung. Zu viel Lob, zu wenig Grenzen, problematische Eltern. Eine neue Studie aus Münster und Bielefeld stellt genau das infrage – und verschiebt die Verantwortung deutlich. Die zentrale Botschaft: Narzissmus häuft sich zwar in Familien. Aber nicht primär wegen des gemeinsamen Umfelds, sondern wegen gemeinsamer Gene.
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Optische Tornados: Licht kann wirbeln
Forscher der Universität Warszawa haben gemeinsam mit internationalen Partnern sogenannte „optische Tornados“ erzeugt. Dabei handelt es sich um Lichtstrukturen, die innerhalb sehr kleiner Bauteile eine rotierende Bewegung ausbilden. Im Gegensatz zur üblichen Vorstellung breitet sich Licht hier nicht einfach geradlinig aus. Durch gezielte Strukturierung in speziellen Materialien entstehen komplexe Felder, in denen sich das Licht wirbelartig organisiert. Diese Effekte treten auf mikroskopischer Ebene auf und lassen sich technisch kontrollieren. Die Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten für die Photonik. Insbesondere in der optischen Kommunikation könnten solche strukturierten Lichtformen genutzt werden, um Informationen effizienter zu übertragen. Auch für Anwendungen in der Quantentechnologie sind sie relevant, da sich damit Lichtzustände präziser steuern lassen. Langfristig…
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Was Krebs wirklich tödlich macht
Rund 90 Prozent der Krebspatienten sterben nicht am ursprünglichen Tumor, sondern an Metastasen – also an Zellen, die sich vom Ursprungsort lösen, durch den Körper wandern und neue Tumore bilden. Wie genau dieser Prozess funktioniert, ist bis heute nur bruchstückhaft verstanden. Genau hier setzt eine neue Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an, veröffentlicht in Nature Communications. Das Team hat Hinweise darauf gefunden, dass Krebszellen nicht zufällig streuen. Sie werden gesteuert. Konkret identifizierten die Forschenden Signalmoleküle, sogenannte Netrine, sowie den Rezeptor DCC. Gemeinsam scheinen sie zu entscheiden, wann sich Zellen aus dem Tumor lösen – und wohin sie sich bewegen.
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2,1 Millionen gegen Desinformation – Wie ein Forschungsprojekt junge Menschen schützen will
TikTok, Instagram, YouTube – für viele Jugendliche sind soziale Medien die wichtigste Nachrichtenquelle. Doch genau dort verbreiten sich auch politische Falschinformationen besonders schnell. Ein neues Forschungsprojekt aus Düsseldorf will das nun systematisch untersuchen – und Lösungen entwickeln. Unter dem Namen WIEGE („Wiederholt Getäuscht“) startet ein interdisziplinäres Projekt unter Leitung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Über drei Jahre stehen dafür 2,1 Millionen Euro Fördermittel bereit. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie politische Desinformation entsteht, wie sie wirkt – und wie junge Menschen widerstandsfähiger dagegen werden können.
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Medienmacht im Verborgenen: Studie aus Polen zeigt Probleme
Wer steckt wirklich hinter den Medien, die wir täglich nutzen? Eine Forschungsgruppe aus Polen hat genau das untersucht – und zeigt: Die Antwort ist oft schwerer zu finden, als man denkt. Wissenschaftler der Universität Warszawa haben im Rahmen des internationalen Projekts Euromedia Ownership Monitor analysiert, wem Medien in Europa tatsächlich gehören. Für die polnische Teilstudie untersuchten sie 34 Medienakteure – von großen Konzernen bis hin zu reichweitenstarken Social-Media-Profilen. Das Ergebnis ist überraschend:
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Verschwörungsideologien für Fachkräfte
Was umgangssprachlich oft als „Verschwörungstheorien“ bezeichnet wird, wird in der Forschung mitunter als Verschwörungsideologien genannt – insbesondere dann, wenn politische Weltbilder, Feindbilder und autoritäre Deutungen im Mittelpunkt stehen. Für Fachkräfte, die in Beratung und politischer Bildung mit diesen Phänomenen konfrontiert sind, steht nun eine neue Informationsplattform zur Verfügung. Unter www.fachinfo-verschwörungsideologie.de bieten die Technische Hochschule Köln und die Universität zu Köln praxisorientierte Fachinformationen für die Soziale Arbeit und die nonformale politische Bildung an. Die Plattform stellt fundierte Erklärungen zu Verschwörungsideologien, Übersichten zu aktuellen Erzählungen und Gruppierungen sowie Materialien für Bildungs- und Beratungssituationen bereit. Ergänzt werden diese durch konkrete Handlungshilfen für Beratungsgespräche und Hinweise auf unterstützende Institutionen. Die Inhalte basieren unter anderem…
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Klimaschäden erzeugen keinen Klimaschutz
Das Klima schützt man nicht durch Schadensvermeidung. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie und der University of Oxford. Ein Verhaltensexperiment zeigt: Selbst wenn Menschen wiederholt mit klimabedingten Schäden konfrontiert werden, führt das nicht automatisch zu dauerhaft mehr gemeinschaftlichem Klimaschutz. In dem Experiment spielten Gruppen von jeweils sechs Personen über mehrere Runden ein sogenanntes Klimaspiel. Jede Person erhielt ein Startbudget und musste entscheiden, wie viel sie in einen gemeinsamen Klimafonds einzahlt. Nur wenn die Gruppe insgesamt ein festgelegtes Ziel erreichte, konnten alle ihr restliches Geld behalten. Wurde das Ziel verfehlt, drohte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein vollständiger Verlust – als Modell einer Klimakatastrophe. Ein Teil der…



























