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Die Mehrheit will Klimaschutz – die Politik hört nur die Schreier
Wer am Klimawandel zweifelt, kann sich derzeit ziemlich modern fühlen. Es ist wieder in Mode, das Problem kleinzureden, Warnungen als Panikmache abzutun und sich dabei auf angebliche Befunde aus der Wissenschaft zu berufen. Nur: Die Wissenschaft sagt etwas anderes. Nicht nur über den Klimawandel selbst, sondern auch darüber, was Menschen beim Klimaschutz eigentlich wollen. Und darüber, wie falsch Politiker diese Stimmung offenbar einschätzen. Spoiler vorweg: Die Mehrheit der Menschen will, dass mehr für den Klimaschutz getan wird. Auch wenn rechte Schreier das nicht wahrhaben wollen.
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Nichts gefunden: so liefert Jülich
Warum gibt es überhaupt Materie? Diese Frage gehört zu den größten ungelösten Rätseln der Physik. Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben. Denn nach dem heutigen Verständnis entstanden beim Urknall nahezu gleiche Mengen Materie und Antimaterie. Treffen beide aufeinander, vernichten sie sich vollständig. Übrig bleiben sollte – nichts. Doch offensichtlich kam es anders. Das Universum besteht heute fast vollständig aus Materie. Irgendetwas muss in den ersten Augenblicken nach dem Urknall ein leichtes Ungleichgewicht erzeugt haben. Genau nach solchen Spuren suchen Forscher weltweit. Ein Team des Forschungszentrums Jülich hat nun eine neue Messung veröffentlicht, die auf den ersten Blick enttäuschend klingt: Gefunden wurde nichts. Tatsächlich könnte genau das der entscheidende Fortschritt…
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Liminal Spaces: Warum uns leere Übergangsräume so unheimlich vorkommen
Da ist erst dieses Bild aus der U-Bahn. Ein geschlossener Shop, grün gekachelte Wand, Anzeigetafel, alles geschniegelt, alles da, wo es hingehört. Und trotzdem kippt der Ort ins Seltsame. Nicht, weil etwas passiert. Sondern wegen des Gegenteils: ein Raum, der eigentlich für Bewegung gebaut ist, wirkt plötzlich wie eingefroren. Genau darin steckt schon fast alles, worum es bei „Liminal Spaces“ geht: Orte des Dazwischen, die normal aussehen und gerade deshalb falsch wirken. Der Begriff klingt nach akademischem Seminar, und ganz falsch ist das nicht. „Liminal“ kommt vom lateinischen limen, also Schwelle. Der französische Ethnologe Arnold van Gennep beschrieb 1909 Übergänge im Leben als Abfolge von Trennung, Schwelle und Wiedereingliederung.…
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Doomscrolling: wenn schlechte Nachrichten uns nicht loslassen
Nur kurz aufs Handy schauen. Nachts. Im Bett. Um 1 Uhr. Und dann ist plötzlich 4 Uhr. Krieg, Krise, Gewalt, politische Eskalation, Katastrophen, Warnungen. Man wischt weiter auf dem Handy, obwohl man längst merkt, dass es nicht guttut, keinen Spaß macht. Aber noch kurz weiter schauen. Das ist Doomscrolling. Harvard Health beschreibt damit das ständige Konsumieren belastender Nachrichten, das Stress, Schlafprobleme und körperliche Anspannung verstärken kann. Das Wort setzt sich aus dem englischen doom, Unheil, und scrolling, dem endlosen Weiterwischen, zusammen. Gemeint ist nicht einfach, dass man Nachrichten liest.
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Leistung zählt – nur nicht für alle
In einem funktionierenden System sollten Leistung und Potenzial darüber entscheiden, welche Wege offenstehen. Genau das gilt auch für Bildung. Doch in Deutschland zeigt sich seit Jahren das Gegenteil: Der Bildungsweg von Kindern wird weniger durch ihre Fähigkeiten bestimmt als durch ihre Herkunft. Damit versagt nicht nur die Idee der Chancengleichheit, sondern auch ein zentrales Prinzip jeder leistungsorientierten Ordnung. Eine aktuelle Studie des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln bestätigt dieses Problem erneut. Selbst bei gleichen schulischen Leistungen wechseln Kinder aus sozial benachteiligten Familien deutlich seltener auf das Gymnasium als Kinder aus besser gestellten Haushalten. Statt dass Leistung wirkt und gefördert wird, blockieren soziale Strukturen den Zugang zu weiterführender Bildung.
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Dorothee Bär und das Versprechen von 6G
6G soll alles besser machen: schneller, sicherer, souveräner. So zumindest erzählt es die Politik. Doch während Ministerin Dorothee Bär den nächsten Mobilfunkstandard als Zukunftsmotor feiert, klingt die Wissenschaft deutlich vorsichtiger. Ein Blick auf das, was Forscher wirklich sagen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat die 6G-Forschungsroadmap 2025–2030 vorgestellt. Sie beschreibt sie als strategischen Fahrplan für den nächsten Mobilfunkstandard. 6G soll Deutschland technologisch unabhängiger machen, neue Innovationen ermöglichen und vor allem sicher und widerstandsfähig sein. Forschung, Wirtschaft und Politik sollen dafür eng zusammenarbeiten. Das klingt nach Weitblick und Verantwortung. Schließlich will niemand, dass Deutschland bei der nächsten großen Technologiewelle nur zuschaut. Wer so spricht, vermittelt den Eindruck, man habe das Feld gut im…
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Maduros Venezuela – in unter 500 Wörtern
Venezuela ist in Südamerika. Es liegt an der Nordküste am Karibischen Meer. Das Land grenzt im Westen an Kolumbien, im Süden an Brasilien und im Osten an Guyana. Die Fläche Venezuelas beträgt rund 912 000 Quadratkilometer. Das ist etwa 2,6-mal so groß wie Deutschland. Zum Vergleich: Der US-Bundesstaat Kalifornien ist etwa halb so groß. Rund 28,4 Millionen Menschen leben dort (Stand 2023). Die Hauptstadt ist Caracas. Venezuela wurde 1830 ein eigenes Land nach der Auflösung von Gran Colombia. Seitdem ist es eine Republik. Nicolás Maduro regiert seit 2013 als Präsident. Er ist Nachfolger des sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez. Viele Menschen und Experten sehen Maduro als sozialistischen Diktator. Unter Maduro erlitt…
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Wir enthüllen: Der Geiseltiger vom Geiseltalsee
Wahnsinnwissen, heute mal, Wahnsinnnichtwissen Autor*innen diskutieren die hochgefährliche Lage im Saalekreis. „Do is wohl so’n säggsischer geiler Tiehscher abgezüscht“ (Robert Herr) „Ah was, niemals! Der kann sich doch nicht selbst die Streifen übermalen. Das ist eindeutig ein Herdenschutzhund, vielleicht! Wenn man die Kameraverzerrung weg denkt. Eventuell.“ (Silke Zeidler) Sebastian Bartoschek, in Herne fast direkt vor Ort, kann berichten, dass die Anspannung nahezu greifbar ist. Fast hätte er sein Luftgewehr abgefeuert, als er urplötzlich ein Fauchen hinter sich hörte. War dann doch nur der Wasserkessel, aber die Lage bleibt gefährlich. In den Herner Behausungen, was im Saalekreis los ist, weiß hier nu wirklich keiner. Bis hierhin hat dieser Artikel schon mehr…




















