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    6G: so arbeitet Bochum an den Grundlagen

    An der Ruhr-Universität Bochum startet Anfang 2026 das Forschungsprojekt „6GEM+“. Ziel ist es, Grundlagen für die nächste Mobilfunkgeneration 6G zu entwickeln und für industrielle Anwendungen nutzbar zu machen – etwa in der Produktion oder Logistik. Das Projekt läuft vier Jahre und wird im Rahmen des Bundesprogramms „6G-Transfer-Hubs“ mit 25 Millionen Euro gefördert. 6G soll mehr leisten als heutige Mobilfunknetze. Während 5G vor allem schnelle Datenübertragung ermöglicht, sollen künftige Netze gleichzeitig extrem zuverlässig, sehr reaktionsschnell und deutlich energieeffizienter sein. Man kann es sich vorstellen wie einen Verkehrsknotenpunkt, der auch bei hohem Andrang, schlechtem Wetter und Baustellen reibungslos funktioniert.

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    Karteikästen im Hirn arbeiten zusammen – hä?

    Warum erkennen wir einen Freund sofort – egal ob wir ihm im Büro, im Café oder auf der Straße begegnen? Und woher weiß unser Gehirn, ob wir gerade an ein gemütliches Abendessen oder an ein formelles Meeting denken sollen? Forscher der Universität Bonn haben genau dieses Alltagsrätsel untersucht – und dabei etwas Grundsätzliches über unser Gedächtnis gelernt. Die Erkenntnis: Unser Gehirn speichert nicht alles in einem einzigen „Erinnerungsknoten“. Stattdessen arbeitet es arbeitsteilig. Bestimmte Nervenzellen merken sich den Inhalt einer Erinnerung – etwa eine Person, ein Gesicht oder einen Gegenstand. Andere Nervenzellen kümmern sich ausschließlich um den Zusammenhang, also darum, in welcher Situation etwas passiert ist.

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    Dorothee Bär und das Versprechen von 6G

    6G soll alles besser machen: schneller, sicherer, souveräner. So zumindest erzählt es die Politik. Doch während Ministerin Dorothee Bär den nächsten Mobilfunkstandard als Zukunftsmotor feiert, klingt die Wissenschaft deutlich vorsichtiger. Ein Blick auf das, was Forscher wirklich sagen. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat die 6G-Forschungsroadmap 2025–2030 vorgestellt. Sie beschreibt sie als strategischen Fahrplan für den nächsten Mobilfunkstandard. 6G soll Deutschland technologisch unabhängiger machen, neue Innovationen ermöglichen und vor allem sicher und widerstandsfähig sein. Forschung, Wirtschaft und Politik sollen dafür eng zusammenarbeiten. Das klingt nach Weitblick und Verantwortung. Schließlich will niemand, dass Deutschland bei der nächsten großen Technologiewelle nur zuschaut. Wer so spricht, vermittelt den Eindruck, man habe das Feld gut im…

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    Dyskalenderosthenie? Oder: Hilfe, ein Datum!

    Gestern in der Besprechung kam mein Chef auf mich zu, stellte sich vor mich und gab mir feierlich die Hand. Was ist denn jetzt passiert?, dachte ich. Werde ich befördert? Ist jemand gestorben? Hatte ich eventuell Geburtstag? „Ich habe Ihnen noch gar kein schönes neues Jahr gewünscht“, sagte mein Chef. Ach Gott!, dachte ich. „Äh, ja, gleichfalls“, sagte ich. Ich bin 48 Jahre alt und habe schon mehrere Neujahre erlebt. Mir ist bereits aufgefallen, dass viele Leute ein gewisses Aufhebens darum machen, dass sich die hinterste Zahl der Datumsangabe ändert.

  • diesdas,  Wissen

    Wer knallt was in Herne?

    Dies ist kein Artikel zum Böllerverbotssehnsucht. Dazu gibt es genug Artikel. Es geht auch nicht um die genauere Betrachtung des Geschlechtsverkehrs in hipper Clickbaitsprache. Aber trotzdem geht es ums Knallen, genauer, um Knalle, als Plural von Knall. Und das in Herne, genauer im Herner Süden. Lange vor Silvester. In etwa aber Oktober, vielleicht aber auch erst ab November knallt es immer wieder in Herne. Recht laut. Irgendwie wie Silvesterböller, aber irgendwie auch ein bisschen anders. Stets abends bis in die frühe Nacht hinein, aber vor allem eben abends. Was kann es sein? Natürlich spekuliert man. Die beiden Topursachentheorien waren dabei Schüsse von Jägern in Waldstückchen, und zum andern ganz ordinäre…

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    Digitale Hoffnung bei Depressionen

    Depression ist heute auch ein digitales Thema. Viele Betroffene suchen zuerst im Internet nach Informationen. Jede zweite Person in Deutschland hat online recherchiert. Unter Erkrankten sind es fast vier von fünf. Suchmaschinen stehen dabei an erster Stelle. Soziale Medien und KI gewinnen jedoch an Bedeutung. Vor allem junge Menschen nutzen diese Angebote häufiger. Das hat Chancen. Jeder sechste Betroffene wurde durch Social Media zur Hilfe motiviert. Manche erkennen dort erstmals ihre depressive Erkrankung. Austausch kann entlasten und Einsamkeit verringern. Doch die Risiken sind erheblich. Zwei Drittel können fachliche Qualität kaum beurteilen. Kommerzielle Interessen bleiben oft unerkannt. Viele fühlen sich durch Inhalte überfordert. Besonders problematisch ist der Umgang mit Suizidthemen. Vier…

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    Wieso Auberginen unterschiedlich sind

    Auberginen sehen sehr unterschiedlich aus. Sie sind lila oder weiß, rund oder länglich. Manche tragen Stacheln, andere sind völlig glatt. Diese Vielfalt wirkt zufällig, ist es aber nicht. Ein internationales Forschungsteam hat das Erbgut der Aubergine untersucht. Nicht nur einer Sorte, sondern vieler Varianten weltweit. Erstmals liegt nun ein vollständiger genetischer Überblick vor. Forschende sprechen von einem sogenannten Pan-Genom. Dieses Pan-Genom umfasst alle bekannten Auberginen-Gene. Ergänzt wurde es durch den Pan-Phänotyp. Er beschreibt sichtbare Eigenschaften der Pflanzen. Dazu zählen Form, Farbe, Größe und Widerstandskraft. Grundlage der Analyse waren über 3.400 Auberginensorten. Sie stammen aus vielen Regionen der Welt. So ließ sich auch ihre Geschichte rekonstruieren. Ursprünglich kommt die Aubergine aus…

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    Durchbruch für das Quanteninternet: Lichtzustand erfolgreich teleportiert

    Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Paderborn hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Quanteninternet erreicht. Erstmals gelang es, den Quantenzustand eines einzelnen Lichtteilchens von einem Quantenpunkt auf ein Photon eines anderen, räumlich getrennten Quantenpunkts zu übertragen. Vereinfacht gesagt: Die Information eines Photons wurde teleportiert – ohne dass das Teilchen selbst den Weg zurücklegen musste. Das Besondere daran: Bisher funktionierte Quantenteleportation meist nur zwischen identischen oder eng gekoppelten Lichtquellen. In diesem Experiment stammten die Photonen erstmals aus zwei unterschiedlichen Quantenemittern. Genau das gilt als zentrale Voraussetzung für künftige Quantenkommunikationsnetze, in denen viele unabhängige Knoten zuverlässig miteinander verbunden sein müssen.

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    Der innere Erdkern ist wohl kein gleichmäßiger Klumpen

    Der innerste Teil der Erde liegt fast 6.400 Kilometer unter unseren Füßen. Niemand kann ihn direkt sehen oder anfassen. Alles, was wir über ihn wissen, stammt aus indirekten Messungen – vor allem aus der Beobachtung von Erdbebenwellen. Und genau diese Wellen geben Forschenden seit Jahren Rätsel auf. Bestimmte Erdbebenwellen bewegen sich im inneren Erdkern je nach Richtung unterschiedlich schnell. Entlang der Erdachse sind sie einige Prozent schneller als in der Querrichtung. Außerdem verhalten sich die Wellen im innersten Bereich des inneren Kerns anders als weiter außen. Das deutet darauf hin, dass dieser Teil der Erde nicht überall gleich aufgebaut ist.

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    Medien benennen Minderheiten häufiger

    In Medienberichten wird die Zugehörigkeit von Personen zu Minderheiten auffallend oft erwähnt, etwa ihre Herkunft oder nationale Zugehörigkeit. Bei Mehrheitsangehörigen geschieht das deutlich seltener. Dieser Unterschied wird häufig als Ausdruck von Vorurteilen gedeutet. Eine neue Studie aus der Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Ein Forschungsteam um die Psychologin Anna Schulte untersuchte in mehreren Studien mit insgesamt über 900 Teilnehmenden, warum bestimmte Merkmale in Berichten häufiger auftauchen als andere. Der zentrale Befund: Menschen neigen grundsätzlich dazu, seltene oder auffällige Informationen eher wahrzunehmen und weiterzugeben als häufige, „normale“ Merkmale. Dieses kognitive Prinzip der Differenzierung wirkt unabhängig von bewussten Einstellungen gegenüber Minderheiten.

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