Wissen
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Was uns versorgt – und was das über uns sagt
Stromnetze, Wasserleitungen, Verkehrswege – Infrastrukturen versorgen uns. Aber sie zeigen auch, was eine Gesellschaft für lebensnotwendig hält. Eine neue Forschungsgruppe an der Ruhr-Universität Bochum will genau das untersuchen: Wie Infrastrukturen Vorstellungen vom guten Leben prägen, wer versorgt wird – und wer nicht. Unter Leitung von Prof. Dr. Jörn Etzold (Theaterwissenschaft) rücken dabei nicht nur technische, sondern auch ästhetische und gesellschaftliche Fragen in den Fokus. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ab Oktober 2025, vereint das Projekt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus sechs Ländern. Gemeinsam erforschen sie die historischen und gegenwärtigen Spuren kolonialer, industrieller und extraktiver Infrastrukturen – und fragen, wie man sie sichtbar machen kann.
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Tierorgane für Menschen? Öffentliche Tagung in Münster
Am 11. Juli lädt das Centrum für Bioethik (CfB) der Universität Münster zu einer öffentlichen Tagung ein: Unter dem Titel „Tierorgane für den Menschen?“ diskutieren Fachleute medizinische, ethische und gesellschaftliche Aspekte der sogenannten Xenotransplantation – also der Transplantation tierischer Organe in den menschlichen Körper. Hintergrund ist eine aktuelle Entscheidung der US-Behörde FDA, erste klinische Studien mit genetisch modifizierten Schweineorganen zuzulassen. Referenten sind Prof. Dr. Johann S. Ach (CfB) und Dr. Philipp Felgendreff (Medizinische Hochschule Hannover). Die Veranstaltung findet von 15 bis 18 Uhr im Alexander-von-Humboldt-Haus (Hüfferstraße 61) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Dicke: Studie zeigt, dass Dünnerwerden nicht das Allheilmittel ist Umdenken
Bei Wahnsinnwissen haben wir vor einiger Zeit mit der Autorin Nicole Jäger über ihre Erfahrungen als dicke Frau in unserer Gesellschaft gesprochen. Sie beschrieb eindrücklich, wie ihr Körper im Alltag ständig kommentiert, bewertet und auf „Abnehmen“ reduziert wird – auch im medizinischen Kontext. Was für Nicole Alltag ist, hat jetzt eine internationale Forschungsgruppe wissenschaftlich belegt: Die verbreitete Praxis, Menschen mit Übergewicht pauschal Lebensstiländerungen zu empfehlen, hilft nicht nur selten – sie kann sogar schaden.
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Science Cafés der Uni Bonn zu Biodiversität und Gesundheit
Im Rahmen des Kulturfestivals „Summer of Change“ lädt die Universität Bonn zu zwei öffentlichen Science Cafés ein. Am 9. Juli (Thema: Biodiversität) und am 7. August (Thema: Planetare Gesundheit) können Besucherinnen und Besucher bei Kaffee mit Forschenden ins Gespräch kommen. Die Veranstaltungen finden jeweils von 16 bis 18 Uhr im Café Luise im P26 (Poststraße 26, Bonn) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsforschung aus dem Hörsaal in den Alltag zu holen – verständlich, niedrigschwellig und im Dialog mit der Gesellschaft. Das Programm wird vom Team N der Uni Bonn gestaltet, einer Initiative des Prorektorats für Nachhaltigkeit, der Stabsstelle Nachhaltigkeit und des Green…
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Wie sehr hasst die CDU psychisch Kranke?
Wenn die CDU über Entlastung spricht, meint sie fast nie die, die es nötig haben. Die Stromsteuer wird gesenkt – aber nicht für den einzelnen Bürger; trotz Versprechen – mit Gejammer Richtung Vorgängerregierung. Als wären die Haushaltszahlen geheim gewesen. Gleichzeitig fordert Kanzler Merz, bei der Kinder- und Jugendhilfe zu kürzen. Junge Menschen wählen keine CDU. Und aus Hessen folgt der Vorschlag für ein Register für psychisch erkrankte Menschen. Die CDU bewegt Dinge – hin zu ihrer Wählerscahft. Sie sortiert – nicht mehr nur in Kategorien von Arbeit und Leistung, sondern entlang von gesellschaftlichem Status, psychischer Gesundheit und Schutzbedürftigkeit. Wer etwas hat, wird geschützt. Wer etwas braucht, wird registriert, sanktioniert oder…
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Digitalkompetenz-Studie: Armut, Geschlecht, und nu? (2/2)
Im ersten Teil ging es um mit die Ergebnisse der ICILS-Studie 2023. Diese zeigte: Mädchen schneiden in der internationalen Vergleichsstudie im Bereich der Computer- und Informationskompetenzen (CIK) meist etwas besser ab als Jungen. Bei den computerbasierten Denkfähigkeiten (CD) hingegen gab es keine systematisch bedeutsamen Unterschiede. Doch wie belastbar sind diese Ergebnisse? Was sagen andere Studien – und was bedeutet das für Bildungsdebatten und politische Entscheidungen?In diesem zweiten Teil geht der Blick dahin, wie die ICILS-Ergebnisse in die breitere Forschungslandschaft eingeordnet werden, welche weiteren Studien es zu Geschlechterunterschieden im Umgang mit digitalen Technologien gibt – und warum allein der Blick auf das Geschlecht oft zu kurz greift. Von unserer Gastautorin Rowena…
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Iran: Bunkerbrecher sind wie Monster-Darts
In der Nacht von Samstag auf Sonntag setzten die USA nach eigenen Angaben 14 massive Bomben vom Typ GBU-57 „Massive Ordnance Penetrator“ (MOP) ein, um Anlagen des iranischen Atomprogramms anzugreifen.Diese als „Bunkerbrecher“ bekannten Bomben gelten als die einzigen im westlichen Arsenal, die insbesondere der tief unter der Erde gelegenen Anlage in Fordo ernsthaft schaden können. Aber wie funktionieren diese speziellen Bomben? Das meiste ist reine Physik!In einer Vorab-Diskussion zu diesem kurzen Artikel merkte Robert Herr an: „Ich finde das Konzept eines 14 Tonnen schweren Dartpfeils, der mit Schallgeschwindigkeit in sein Ziel eindringt, relativ selbsterklärend – aber ich bin kein Physiker.“Tatsächlich ist die GBU-57 damit schon recht gut beschrieben. Die MOP…
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Spielwissenschaft soll eigene Disziplin werden
In Deutschland spielen derzeit rund 37,5 Millionen Menschen digitale Spiele – so viele wie nie zuvor. Das entspricht etwa 59 % der Bevölkerung im Alter von 6 bis 69 Jahren. Seit 2020 ist die Zahl der Spielenden um etwa 9 % gestiegen. Besonders stark wächst der Anteil der über 60-Jährigen, der inzwischen bei 7,7 Millionen liegt. Ein Zusammenschluss aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spricht sich nun für die Etablierung einer eigenständigen Spielwissenschaft aus. In einem programmatischen Beitrag fordern sie, Spiele als ernstzunehmendes Forschungsobjekt zu behandeln – nicht länger nur als Gegenstand der Kultur- oder Medienwissenschaft. Der Text argumentiert, warum Spiele eine eigene Disziplin verdienen, was dafür notwendig ist und wie sich eine solche…
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Muslime-Studie – Diskriminiert, verletzt, gefährdet?
Etwa jeder fünfte Muslim in Deutschland verspürt laut einer neuen Studie der Universität Münster Ressentiments – also ein tief sitzendes Gefühl von Zurückweisung, oft aus konkreten oder angenommenen Kränkungserfahrungen. Wer sich immer wieder diskriminiert fühlt, der verliert nicht selten das Vertrauen in die Gesellschaft. Genau das ist ein zentrales Ergebnis eines vierjährigen Forschungsprojekts des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) und der Religionssoziologie. Die Forscherinnen und Forscher wollten wissen: Wann entsteht aus einem Gefühl der Kränkung ein stabiles Ressentiment – und kann das ein Weg in die Radikalisierung sein? Fast 1.900 Musliminnen und Muslime in Deutschland wurden befragt, ergänzt durch über 160 ausführliche Interviews, vor allem mit Menschen türkischer und arabischer…
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Digitalkompetenz-Studie: Leistungsunterschiede beim Geschlecht? (1/2)
Wie gut sind Mädchen im Umgang mit digitalen Technologien? Genau das untersucht die internationale Bildungsstudie ICILS 2023. Der Name steht für International Computer and Information Literacy Study – eine Vergleichsstudie, die weltweit misst, wie kompetent Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Informationen sind. Getestet wurden dabei Achtklässlerinnen und Achtklässler in verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland. Die Durchführung fand im Jahr 2023 statt und wurde im November 2024 erstmalig veröffentlicht. Die Studie ist daher aktuell für die Bildungsforschung ein wichtiges Instrument um einen Einblick in die digitalen Kompetenzen der genannten Zielgruppe zu erhalten. Von unserer Gastautorin Rowena Herlich. Im Fokus stehen zwei Bereiche: Computer- und Informationskompetenzen (CIK) – also etwa…


























