Meinung
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„Die Hemmschwelle zur digitalen Hassrede scheint niedriger zu sein“
Dr. Jana Büchter hat in ihrer juristischen Dissertation an der Universität Münster erforscht, ob das bestehende Strafrecht dem Phänomen „Hate Speech“ im Internet inhaltlich und hinsichtlich der Strafzumessung gerecht wird. Die Antwort, die die Rechtsanwältin in ihrer Arbeit gibt, ist: Ja, die bestehenden Gesetze reichen auch in der digitalen Welt aus. Im Interview mit Hanna Dieckmann weist sie darauf hin, warum es bei Teilaspekten wie der erschwerten Strafverfolgung dennoch wichtig ist, achtsam zu sein und gegebenenfalls nachzuschärfen. Wie wird das Phänomen „Hate Speech“ im Internet aktuell juristisch eingeordnet?,Hate Speech‘ ist kein eigener Straftatbestand im deutschen Recht. Stattdessen können solche Äußerungen – je nach Inhalt – unter bestehende Tatbestände wie Beleidigung, Verleumdung oder Volksverhetzung…
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Wie sehr hasst die CDU psychisch Kranke?
Wenn die CDU über Entlastung spricht, meint sie fast nie die, die es nötig haben. Die Stromsteuer wird gesenkt – aber nicht für den einzelnen Bürger; trotz Versprechen – mit Gejammer Richtung Vorgängerregierung. Als wären die Haushaltszahlen geheim gewesen. Gleichzeitig fordert Kanzler Merz, bei der Kinder- und Jugendhilfe zu kürzen. Junge Menschen wählen keine CDU. Und aus Hessen folgt der Vorschlag für ein Register für psychisch erkrankte Menschen. Die CDU bewegt Dinge – hin zu ihrer Wählerscahft. Sie sortiert – nicht mehr nur in Kategorien von Arbeit und Leistung, sondern entlang von gesellschaftlichem Status, psychischer Gesundheit und Schutzbedürftigkeit. Wer etwas hat, wird geschützt. Wer etwas braucht, wird registriert, sanktioniert oder…
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Das Gesundheitswesen ist ein Wesen für Gesunde
In die Nähe von Kranken sollte man dieses Wesen allerdings lieber nicht lassen Ich hatte ein Problem. Ein medizinisches.Das nur mittels eines größeren chirurgischen Eingriffs behoben werden könne, wie mir von zwei Fachärzt*innen nachdrücklich bestätigt wurde. Der OP-Termin war zügig angesetzt, die Voruntersuchungen wurden ambulant eine Woche zuvor erledigt. Die Fachpersonen würden sich ja sicher frühzeitig melden, falls noch etwas anliege. So dachte ich. Gemeldet haben sie sich auch, und auch mit etwas dringendem. Unbedingt bräuchte ich noch ein Antibiotikum, sonst könne die OP nicht durchgeführt werden. Der OP-Termin war auf einen Freitag gelegt worden, der Donnerstag davor ein Feiertag. Der Antibiotika-Anruf kam am Mittwoch – genauer am Mittwochnachmittag. Das…
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Digitalkompetenz-Studie: Armut, Geschlecht, und nu? (2/2)
Im ersten Teil ging es um mit die Ergebnisse der ICILS-Studie 2023. Diese zeigte: Mädchen schneiden in der internationalen Vergleichsstudie im Bereich der Computer- und Informationskompetenzen (CIK) meist etwas besser ab als Jungen. Bei den computerbasierten Denkfähigkeiten (CD) hingegen gab es keine systematisch bedeutsamen Unterschiede. Doch wie belastbar sind diese Ergebnisse? Was sagen andere Studien – und was bedeutet das für Bildungsdebatten und politische Entscheidungen?In diesem zweiten Teil geht der Blick dahin, wie die ICILS-Ergebnisse in die breitere Forschungslandschaft eingeordnet werden, welche weiteren Studien es zu Geschlechterunterschieden im Umgang mit digitalen Technologien gibt – und warum allein der Blick auf das Geschlecht oft zu kurz greift. Von unserer Gastautorin Rowena…
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Spielwissenschaft soll eigene Disziplin werden
In Deutschland spielen derzeit rund 37,5 Millionen Menschen digitale Spiele – so viele wie nie zuvor. Das entspricht etwa 59 % der Bevölkerung im Alter von 6 bis 69 Jahren. Seit 2020 ist die Zahl der Spielenden um etwa 9 % gestiegen. Besonders stark wächst der Anteil der über 60-Jährigen, der inzwischen bei 7,7 Millionen liegt. Ein Zusammenschluss aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern spricht sich nun für die Etablierung einer eigenständigen Spielwissenschaft aus. In einem programmatischen Beitrag fordern sie, Spiele als ernstzunehmendes Forschungsobjekt zu behandeln – nicht länger nur als Gegenstand der Kultur- oder Medienwissenschaft. Der Text argumentiert, warum Spiele eine eigene Disziplin verdienen, was dafür notwendig ist und wie sich eine solche…
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Muslime-Studie – Diskriminiert, verletzt, gefährdet?
Etwa jeder fünfte Muslim in Deutschland verspürt laut einer neuen Studie der Universität Münster Ressentiments – also ein tief sitzendes Gefühl von Zurückweisung, oft aus konkreten oder angenommenen Kränkungserfahrungen. Wer sich immer wieder diskriminiert fühlt, der verliert nicht selten das Vertrauen in die Gesellschaft. Genau das ist ein zentrales Ergebnis eines vierjährigen Forschungsprojekts des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) und der Religionssoziologie. Die Forscherinnen und Forscher wollten wissen: Wann entsteht aus einem Gefühl der Kränkung ein stabiles Ressentiment – und kann das ein Weg in die Radikalisierung sein? Fast 1.900 Musliminnen und Muslime in Deutschland wurden befragt, ergänzt durch über 160 ausführliche Interviews, vor allem mit Menschen türkischer und arabischer…
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Wir enthüllen: Der Geiseltiger vom Geiseltalsee
Wahnsinnwissen, heute mal, Wahnsinnnichtwissen Autor*innen diskutieren die hochgefährliche Lage im Saalekreis. „Do is wohl so’n säggsischer geiler Tiehscher abgezüscht“ (Robert Herr) „Ah was, niemals! Der kann sich doch nicht selbst die Streifen übermalen. Das ist eindeutig ein Herdenschutzhund, vielleicht! Wenn man die Kameraverzerrung weg denkt. Eventuell.“ (Silke Zeidler) Sebastian Bartoschek, in Herne fast direkt vor Ort, kann berichten, dass die Anspannung nahezu greifbar ist. Fast hätte er sein Luftgewehr abgefeuert, als er urplötzlich ein Fauchen hinter sich hörte. War dann doch nur der Wasserkessel, aber die Lage bleibt gefährlich. In den Herner Behausungen, was im Saalekreis los ist, weiß hier nu wirklich keiner. Bis hierhin hat dieser Artikel schon mehr…
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Digitalkompetenz-Studie: Leistungsunterschiede beim Geschlecht? (1/2)
Wie gut sind Mädchen im Umgang mit digitalen Technologien? Genau das untersucht die internationale Bildungsstudie ICILS 2023. Der Name steht für International Computer and Information Literacy Study – eine Vergleichsstudie, die weltweit misst, wie kompetent Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Informationen sind. Getestet wurden dabei Achtklässlerinnen und Achtklässler in verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland. Die Durchführung fand im Jahr 2023 statt und wurde im November 2024 erstmalig veröffentlicht. Die Studie ist daher aktuell für die Bildungsforschung ein wichtiges Instrument um einen Einblick in die digitalen Kompetenzen der genannten Zielgruppe zu erhalten. Von unserer Gastautorin Rowena Herlich. Im Fokus stehen zwei Bereiche: Computer- und Informationskompetenzen (CIK) – also etwa…
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Frauen in der Medizin? Schwierig.
Sarah Hiltner ist Soziologin und Physiotherapeutin. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit geschlechtersensibler Medizin – einem Forschungs- und Praxisfeld, das sich mit den biologischen, hormonellen und gesellschaftlichen Unterschieden zwischen männlichen und weiblichen Körpern auseinandersetzt. Was dabei auffällt: Die Medizin behandelt den männlichen Körper bis heute als Standard. Frauenkörper gelten meist als Abweichung – mit oft gravierenden Folgen. Im Gespräch wird deutlich: Es geht nicht um Ideologie, sondern um konkrete Unterschiede, etwa bei der Wirkung von Medikamenten. Acetylsalicylsäure – bekannt als ASS oder Aspirin – senkt bei Männern das Risiko für Herzinfarkte. Bei Frauen hingegen wirkt es vor allem gegen Schlaganfälle. Das Problem: lange Zeit wurde das Medikament nur an Männern…
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Den Konservativen sei Dank: Europa und die USA losen bei Batterien ab
Während Asien Batterien für morgen entwickelt, bleibt der Westen bei denen von gestern. Eine neue Studie der Universitäten Münster und Cambridge zeigt: China, Japan und Südkorea investieren längst in ganz neue Batterietypen, etwa Festkörperzellen oder günstigere Alternativen wie Natrium-Ionen-Technologien. Europa und die USA dagegen tüfteln weiter an den altbekannten Lithium-Ionen-Batterien herum – aus Gewohnheit, aus Vorsicht, aus politischer Trägheit. Die Forscher haben tausende Patente und nationale Innovationsstrategien ausgewertet. Ihr Befund: In Asien wird systematisch an zwei Fronten gearbeitet – Hochleistungszellen für große Reichweiten und einfache, günstige Batterien für breite Anwendungen. Im Westen dagegen dominiert der Versuch, das Bestehende ein bisschen besser zu machen. Technologische Besitzstandswahrung.


























