Meinung
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Heute haben wir verloren
Oft haben wir über die Demokratie geschrieben. Und auch darüber, wieso es ein Fehler war, in den Oblast Ostdeutschland zu investieren, ohne gleichzeitig darauf zu drängen, dass die Menschen dort bundesrepublikanische Demokratie verstehen. Heute Abend erscheint es aber durchaus nicht verkehrt, einmal einen anderen Blick auf die Situation zu werfen. Auf den Kampf gegen die Antidemokraten. Auf den Kampf gegen Putins Vasallen. Die einfache Wahrheit lautet – und sie gehört ausgesprochen:
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Wahlen in Sachsen-Anhalt: Schluss mit Woke-Sprech
Am Sonntag wird nun also in Sachsen-Anhalt gewählt. Und es wird langsam, aber sicher Zeit, dem Woken und insbesondere dem Woke-Sprech die Stirn zu bieten. Seit Jahren, fast schon einem Jahrzehnt, ist die Unart eingezogen, mit AfDlern und noch mehr über AfDler so zu sprechen, als hätten wir es hier mit kleinen Schneeflocken zu tun, die schon bei der kleinsten Berührung zusammenbrechen. Das ist genau jener Woke-Sprech, den AfDler ansonsten immer so heftig kritisieren. Sie wollen zurück zum guten alten Klartext, bei dem man die Dinge noch beim Namen nennen darf. Bitte sehr.
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Maaßen entdeckt den Feind: die Israel-Freunde
Hans-Georg Maaßen hat wieder etwas entdeckt. Diesmal: die Antideutschen. Und ihr, wie er meint, zentrales Publikationsorgan – die Jungle World. An dieser Stelle müssen wir Farbe bekennen: Wir mögen die Jungle World. Sehr sogar. Damit geraten wir offenbar gefährlich nah an jene „menschenverachtende“, „linksextremistische“ und irgendwie „selbstzerstörerische“ Strömung, vor der Maaßen nun warnt. Besonders irritierend dürfte für ihn sein, dass Antideutsche zu den entschiedensten Unterstützern Israels gehören und Antisemitismus auch dort bekämpfen, wo er von links kommt. Das Problem sind für Maaßen also die Leute, denen Israel nicht egal ist. Wen überrascht`s? Man darf gespannt sein, wie Maaßens ideologische Entdeckungsreise weitergeht. Denn wenn die proisraelischen Kräfte inzwischen als besonders gefährlicher…
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Deutschland vertieft den Rhein – Forscher denken weiter
Dem Rhein fehlt das Wasser. Frachtschiffe können weniger laden, Lieferketten geraten unter Druck. Und Deutschland reagiert auf ein Problem des Jahres 2026 mit jener Mischung aus Beton, Diesel und Trotz, die hierzulande gerne als Infrastrukturpolitik durchgeht: Fahrrinnen vertiefen, Wasserstraßen ausbauen – und wenn es akut wird, das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen lockern. Wenn der Fluss zu wenig Wasser hat, machen wir also den Fluss tiefer. Und wenn trotzdem nicht genug hineinpasst, schicken wir mehr Lkw auf die Straße. Man könnte natürlich auch nach vorne schauen.
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Klopps erster Fehltritt
Jürgen Klopp ist gerade erst zum Bundestrainer ernannt worden und schon jetzt hat er sich den ersten Fehltritt geleistet: Statt sich in der Pressekonferenz, in der seine Ernennung verkündet wurde, darauf zu fokussieren, wie viel Lust er auf diesen Job hat, holte er zur Medienschelte aus und sprach darüber, unter welchen Umständen er den Job wieder hinschmeißen würde. Dabei offenbarte er auch ein völlig falsches Verständnis von Journalismus.
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Keine Angst – eine Polemik
von Kaya Gercek Das ZDF hat der Redaktion der satirisch-kabarettistischen Dauersendung „Die Anstalt“ untersagt, den neuen Song von Danger Dan (Antilopen Gang) in der 100. Jubiläumssendung aufzuführen, den er dort zusammen mit Igor Levit live spielen wollte. Mit dieser Entscheidung der Sendeleitung wurde die Kunstfreiheit verletzt, von denen, die sonst vorgeben, diese zu schützen.
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Kartoffelalarm
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Wir brauchen uniformierte Hundertschaften und nicht Danger Dan
Es gibt viel Diskussion um Danger Dan/Igor Levit und den Song »Keine Angst« und das ZDF. Auch bei uns wurde schon hier und hier darüber geschrieben. Man wird – und das ist meines Erachtens der ganze Zweck des Liedes – fast schon gezwungen, Position zu beziehen. Bist du für die Antifa, ja oder nein? Äh, ja schon, aber »Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk?« Also bist du dagegen? Dann bist du kein Antifaschist, also bist du Faschist!
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Es ist lächerlich, erster werden zu wollen
Gestern gab es ein unfassbares Spiel um Platz 3. bei der Fußball-WM der Männer. Wahrscheinlich war es gerade deshalb so ein gutes Spiel, weil es nicht um Platz 1 ging. Erster werden zu wollen ist lächerlich. Erster werden zu wollen diskreditiert alle Menschen, die den Sport lieben und den Sport selbst.
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Jens Spahn, die Leihmutterschaft und die Freiheit des Einzelnen
Es ist einfach, Jens Spahn für das zu verurteilen, was er getan hat, denn die Lage ist eindeutig. Er kann nicht dem einfachen Bürger etwas verwehren, was er selbst im Ausland in Anspruch nimmt, weil er über die finanziellen Möglichkeiten dazu verfügt. Dementsprechend muss Jens Spahn die politischen Konsequenzen tragen. Dass er von seinen politischen Ämtern zurücktreten sollte, gilt aus Sicht des Autors ohnehin schon seit langer Zeit aus zahlreichen anderen Gründen. Fast irrsinnig mutet daher an, dass dies nun ausgerechnet wegen eines Vorgangs geschehen dürfte, der eher Ausdruck individueller Freiheit ist und mit dem er letztlich niemandem geschadet hat. Was die Causa aber in den Mittelpunkt rückt, ist eine…



























