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Wer knallt was in Herne?
Dies ist kein Artikel zum Böllerverbotssehnsucht. Dazu gibt es genug Artikel. Es geht auch nicht um die genauere Betrachtung des Geschlechtsverkehrs in hipper Clickbaitsprache. Aber trotzdem geht es ums Knallen, genauer, um Knalle, als Plural von Knall. Und das in Herne, genauer im Herner Süden. Lange vor Silvester. In etwa aber Oktober, vielleicht aber auch erst ab November knallt es immer wieder in Herne. Recht laut. Irgendwie wie Silvesterböller, aber irgendwie auch ein bisschen anders. Stets abends bis in die frühe Nacht hinein, aber vor allem eben abends. Was kann es sein? Natürlich spekuliert man. Die beiden Topursachentheorien waren dabei Schüsse von Jägern in Waldstückchen, und zum andern ganz ordinäre…
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Maduros Venezuela – in unter 500 Wörtern
Venezuela ist in Südamerika. Es liegt an der Nordküste am Karibischen Meer. Das Land grenzt im Westen an Kolumbien, im Süden an Brasilien und im Osten an Guyana. Die Fläche Venezuelas beträgt rund 912 000 Quadratkilometer. Das ist etwa 2,6-mal so groß wie Deutschland. Zum Vergleich: Der US-Bundesstaat Kalifornien ist etwa halb so groß. Rund 28,4 Millionen Menschen leben dort (Stand 2023). Die Hauptstadt ist Caracas. Venezuela wurde 1830 ein eigenes Land nach der Auflösung von Gran Colombia. Seitdem ist es eine Republik. Nicolás Maduro regiert seit 2013 als Präsident. Er ist Nachfolger des sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez. Viele Menschen und Experten sehen Maduro als sozialistischen Diktator. Unter Maduro erlitt…
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Der Bildschirm als moderner Erziehungsfeind
Es gibt wenige Dinge, auf die sich Eltern aus bildungsnahen Milieus so zuverlässig einigen können wie auf die Skepsis gegenüber Bildschirmen. Tablets gelten als verdächtig, Smartphones als problematisch, Medien insgesamt als etwas, das man Kindern möglichst lange vom Leib halten sollte. Wer sein Kind „gut begleitet“, so der unausgesprochene Konsens, setzt auf Holzspielzeug, Vorlesen und klare Regeln – und hält digitale Geräte auf Abstand. Diese Haltung ist nicht böswillig. Sie ist Ausdruck von Fürsorge. Aber sie ist auch erstaunlich stabil, selbst dort, wo die Forschung längst widerspricht. Besonders hartnäckig ist die Angst vor dem Abend. Das Tablet kurz vor dem Einschlafen? Für viele Eltern ein No-Go. Zu groß die Sorge,…
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Medien benennen Minderheiten häufiger
In Medienberichten wird die Zugehörigkeit von Personen zu Minderheiten auffallend oft erwähnt, etwa ihre Herkunft oder nationale Zugehörigkeit. Bei Mehrheitsangehörigen geschieht das deutlich seltener. Dieser Unterschied wird häufig als Ausdruck von Vorurteilen gedeutet. Eine neue Studie aus der Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis. Ein Forschungsteam um die Psychologin Anna Schulte untersuchte in mehreren Studien mit insgesamt über 900 Teilnehmenden, warum bestimmte Merkmale in Berichten häufiger auftauchen als andere. Der zentrale Befund: Menschen neigen grundsätzlich dazu, seltene oder auffällige Informationen eher wahrzunehmen und weiterzugeben als häufige, „normale“ Merkmale. Dieses kognitive Prinzip der Differenzierung wirkt unabhängig von bewussten Einstellungen gegenüber Minderheiten.
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Un-freie Märkte: Mieten explodieren, Reichtum wird unfair
Zwei aktuelle Meldungen des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung wirken zunächst wie klassische Ungleichheitsdiagnosen. Die eine zeigt, wie stark Reichtum in Deutschland über Generationen hinweg konzentriert bleibt. Die andere beschreibt, wie institutionelle Investoren den Wohnungsmarkt prägen und Mieten steigen lassen. Liest man beide zusammen, erzählen sie aber nicht das Märchen vom „bösen Markt“. Sie erzählen eine Geschichte davon, was passiert, wenn Märkte ihren eigenen Regeln nicht mehr folgen dürfen. Die Reichtumsstudie zeigt: Ein relevanter Teil der größten deutschen Vermögen ist historisch erstaunlich stabil. Familien, die bereits vor über hundert Jahren zur ökonomischen Elite gehörten, finden sich bis heute an der Spitze wieder. Das ist zunächst kein Skandal und keine moralische Anklage, auch…
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Bettelverhalten bei Drohnen kommt genetisch
Honigbienen gelten als Meister sozialer Organisation. Doch wie viel von diesem Verhalten ist gelernt – und wie viel steckt bereits in den Genen? Eine neue Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf liefert darauf eine klare Antwort. Im Zentrum der Forschung stehen die männlichen Bienen, die Drohnen. Sie können Pollen, die wichtigste Proteinquelle im Bienenstock, nicht selbst verdauen. Um zu überleben, müssen sie von Arbeiterinnen gefüttert werden. Doch das geschieht nicht einfach so. Drohnen müssen sich den Arbeiterinnen nähern, Signale senden und regelrecht um Nahrung „bitten“. Dieses Bettelverhalten folgt einer festen Abfolge und erfordert ein genaues Zusammenspiel beider Seiten.
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Johanna Haarer: wie ein NS-Erziehungsbuch bis heute wirkt
Johanna Haarer war Ärztin, Autorin und NS-Propagandistin. Geboren wurde sie am 3. Oktober 1900 in Tetschen-Bodenbach (Böhmen), gestorben ist sie am 30. April 1988 in München. Sie war Fachärztin für Lungenkrankheiten, nicht für Pädiatrie oder Geburtshilfe. Und doch schrieb sie ab 1933/34 über Säuglingspflege und Erziehung und traf damit einen Nerv: ein Ratgeber, der sich als praktische Hilfe ausgab, dabei aber ein ziemlich geschlossenes Menschenbild transportierte. Politisch war das nicht „irgendwie Zeitgeist“. Haarer trat 1937 in die NSDAP ein, schrieb unter anderem im „Völkischen Beobachter“ und übernahm Funktionen im Umfeld der NS-Frauenschaft (unter anderem als „Gausachbearbeiterin für rassenpolitische Fragen“). Der Ratgeber als Ideologie im Kittel „Die deutsche Mutter und ihr erstes…
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Kondensstreifen, keine Chemtrails: Was Jülicher Forschende jetzt herausgefunden haben
Sie ziehen wie feine Narben über den Himmel – und sind seit Jahren Projektionsfläche für eine der hartnäckigsten Verschwörungserzählungen unserer Zeit: Chemtrails, angebliche geheime Sprühprogramme von Flugzeugen. Doch was wirklich hinter den weißen Linien steckt, zeigt jetzt eine neue Studie des Forschungszentrums Jülich: Mehr als 80 Prozent aller langlebigen Kondensstreifen entstehen gar nicht im wolkenfreien Himmel, sondern in natürlichen Eiswolken, den sogenannten Zirren.
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Was ist da los am Neumarkt in RE-Süd?
Vor knapp 200 Millionen Jahren entstanden die ersten Säugetiere. Aller Wahrscheinlichkeit nach huschten die kleinen, mausartigen Ursäuger auch schon durch das Gebiet des heutigen Recklinghausen-Süd. Der erste Homo sapiens dürfte dort dann vor etwa 40.000 Jahren durchgezogen sein. Wenn man den älteren Einwohnerinnen und Einwohnern des Stadtteils – und damit auch dem Autor dieser Zeilen – glauben mag, muss es kurz danach gewesen sein, dass am Neumarkt ein Kaufhaus entstand. Dieses trug im Laufe der Jahrzehnte wechselnde Namen, die bis heute als Generationenmarker dienen: Wer „Kaufhaus Becker“ sagt, ist in etwa so alt wie ich, wer „Kaufhalle“ sagt, noch ein wenig jünger. Seit Anfang des Jahres steht dieses Kaufhaus nun…
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DLR misst Hitze in deutschen Großstädten
Es war heiß in dieser Woche in Deutschland. Und all denjenigen, denen die Hitze nicht bereits vor Jahren das Hirn verbrannt hat, wird immer klarer, was der Klimawandel macht. Allerdings ist es auch hier nie falsch zu schauen, was wissenschaftliche Forschung an Erkenntnisse dazu generiert. Wissenschaftliche Forschung gibt es natürlich schon viele dazu, und auch schon solche, die auf den ersten Blick trivial wirkt. Sie ist es aber oft nur auf den ersten Blick. Wie die Frage, ob Gegensätze sich anziehen oder ob sich gleich und gleich nun mal gesellen. Und dazu kommt, dass da draußen immer noch Menschen sind, die die trivialsten Wahrheiten zum Klimawandel und den sich jetzt…

























