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Menopause: Jahre des Umbruchs
Wahnsinnwissen-Redakteur Sebastian Bartoschek sprach mit Dr. Stephanie Dreyfürst über die Wechseljahr. Dreyfürst ist Germanistin, leitet eine Bildungseinrichtung in Wiesbaden und hat sich – wie sie sagt: „zwangsläufig“ – in das Thema Wechseljahre eingelesen, weil sie selbst mitten in der Perimenopause steckt. Zu Beginn räumt Dreyfürst mit einem verbreiteten Missverständnis auf: Menopause ist streng genommen kein langer Abschnitt, sondern ein Zeitpunkt, der erst rückwirkend feststeht – nämlich dann, wenn zwölf Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist. Das, was viele meinen, wenn sie „Menopause“ sagen, ist meistens die Perimenopause: die lange Übergangszeit vor der letzten Blutung. Diese Phase könne Jahre dauern, und bei manchen beginne der hormonelle Wandel lange vor dem…
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Dieses Zitat bewegt die Welt, aber nicht Deutschland
Sam Altman, Chef von OpenAI, hat beim AI Impact Summit einen Satz gesagt, der das Potenzial hat, die Welt zu verändern. Wörtlich sagte er: „By the end of 2028, more of the world’s intellectual capacity could reside inside data centers than outside of them.“ Auf Deutsch in etwa: Bis Ende 2028 könnte sich mehr der weltweiten intellektuellen Kapazität in Rechenzentren befinden als außerhalb von ihnen. Im Ausland ist diese Aussage auf viel Aufmerksamkeit gestoßen. In Deutschland hingegen kaum. Das ist das übliche Elend – und diesmal wird es besonders deutlich, weil der Satz so groß ist, dass man ihn nicht überhören darf. Man könnte viele deutsche Medien fragen, warum sie…
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Es gibt kein Happyend für die Iraner!
Um es direkt zu Beginn zu sagen: Ich freue mich über jede Bombe, die auf das Regime in Teheran geworfen wird. Um es noch deutlicher zu sagen: Kein Diktator, kein Folterknecht, kein Vertreter des brutalen Regimes im Iran, aber auch anderswo auf der Welt, sollte für sich die Sicherheit haben, am nächsten Morgen wohlbehalten aufzuwachen. Für mich ist das nicht verhandelbar. Für mich ist das eine der Lehren aus Nürnberg und generell aus der Weltgeschichte. Wer dabeisteht, während ein Volk unterdrückt wird und immer nur etwas davon faselt, dass das Volk sich selbst befreien müsse, ist von seinem Empathie-Niveau nicht in der Jetztzeit angekommen. Keinen dieser Sätze hier will ich…
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Richard Sutton: Warum KI erst am Anfang steht
Richard S. Sutton, einer der Mitbegründer des Reinforcement Learning und seit Jahrzehnten eine zentrale Figur der KI-Forschung, stellt in seinem YouTube-Vortrag „The Future of AI“ eine unbequeme These auf: So beeindruckend heutige KI-Systeme auch wirken – wissenschaftlich stehen wir seiner Ansicht nach noch am Anfang. Sprachmodelle seien vor allem mit menschlichen Daten gefüttert und könnten dieses Wissen geschickt wiedergeben, doch sie lernten nicht wirklich weiter und hätten keine eigenen Ziele. Der nächste große Schritt, so Sutton, werde erst kommen, wenn KI-Systeme nicht nur Texte vorhersagen, sondern wie eigenständige Agenten durch Erfahrung lernen, handeln, Rückmeldung bekommen und ihr Verhalten anpassen. Wir haben uns seinen Vortrag angeschauen, und berichten, worum es geht.…
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Wie gut klappt Mitmachen online?
Wie digital ist unsere Demokratie wirklich? Ein Team der Universität Paderborn hat dafür ein kostenloses Web-Tool gebaut: den „Digital Democracy Score“ (DDS). Die Idee ist simpel: Das Tool sammelt Antworten aus Befragungen und macht daraus eine Zahl, die zeigt, wie gut digitale Angebote demokratische Beteiligung unterstützen. Gemeint sind zum Beispiel Apps und Webseiten, mit denen Bürger Schäden melden können, Plattformen für Bürgerhaushalte (also: Bürger dürfen mitentscheiden, wofür Geld ausgegeben wird), Online-Diskussionsrunden, Petitionen im Netz oder sogar elektronische Abstimmungen. Der DDS prüft dabei mehrere Bereiche und setzt sie zu einem Gesamtwert zwischen 0 (sehr schwach) und 100 (sehr stark) zusammen. Das Ergebnis wird übersichtlich gezeigt – und es gibt konkrete Tipps,…
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KI: Chinas Roboter tanzen, nach wessen Pfeife?
Es ist schwer, diese Bilder emotionsfrei zu betrachten. Innerhalb nur eines Jahres haben sich die Roboter bei der chinesischen Spring Festival Gala von technisch beeindruckenden Maschinen zu beinahe menschlich wirkenden Akteuren entwickelt. 2025 noch synchroner Tanz, präzise, aber klar maschinell. 2026 dann Bewegungen, Dynamik, Körpersprache – Sprünge, Drehungen, Kung-Fu-Sequenzen –, die viele Zuschauer zweimal hinschauen lassen. Man mag kaum glauben, dass es noch Roboter sind. Aus rechtlichen Gründen binden wir das Video nicht ein, sondern verlinken auf X. Man tendiert dazu, zu sagen: Das ist inszeniert,perfekt ausgeleuchtet, choreografiert, optimiert. Aber wenn es eine Täuschung wäre, dann wäre es die gewagteste Fälschung der jüngeren Technikgeschichte. Zu viele Kamerawinkel, zu viele internationale…
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Wer löste da Quantenphysik? Mensch, KI, beide?
https://x.com/OpenAI/status/2022390096625078389
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Wenn KI besser vorhersagt als wir
Während man in Deutschland noch darüber streitet, ob KI „wirklich schon etwas kann“ – und wo sie dem Menschen angeblich grundsätzlich unterlegen bleibt –, wird anderswo längst eine andere Frage verhandelt: Wann genau überholt sie uns? Und haben wir diesen Punkt vielleicht schon erreicht? In The Atlantic beschreibt Ross Andersen genau diese Verschiebung. Als bereits messbaren Prozess. Sein Schauplatz sind Prognose-Wettbewerbe wie Metaculus und die boomenden Prediction Markets wie Polymarket oder Kalshi. Dort werden keine abstrakten Intelligenztests gespielt, sondern konkrete Ereignisse bepreist: Wird es in einem Land einen Putsch geben? Wie entwickelt sich eine Frontlinie? Wie viele Songs schaffen es in die Charts? Trifft ein Hurrikan eine bestimmte Küste? Andersen…
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Blood and Sinners: Blaxploitation meets Tarantino
Das Entscheidende vorweg. Blood & Sinners kann man gucken. Es ist eine stabile fünf (bis sechs – mit Wohlwollen) auf einer Zehnerskala. Ein relativ durchschnittlicher Vampir-Horrorfilm. Und jeder, der erzählen will, dass es anders ist, hat mehr über den Film gelesen, als ihn zu sehen. Man muss sagen, Blood & Sinners (Originaltitel: Sinners) wäre ein unfassbar innovativer Horrorfilm. Menschen, die in einer Kneipe sind, in der getanzt und gefeiert wird und wo das Genre des Films bis zu diesem Zeitpunkt ein Drama ist, kippt auf einmal und alles ist voller Vampire, mit ein wenig Humor, klassischen Tötungsmethoden und moralischen Dilemmata.
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Dschungelcamp: Ist Gil schlimmer als eine Totschlägerin?
Reality-TV lebt vom Urteil. Nicht vom Verstehen, nicht vom Einordnen, sondern vom schnellen, emotionalen Zuschreiben: echt oder unecht, Täter oder Opfer, gut oder schlecht. Das Dschungelcamp ist diesmal ein besonders verdichteter Raumm ein Aufeinanderprallen von Reality-Show-Menschen und Nicht-Reality-Show-Menschen. Wer dort einmal auf der falschen Seite steht, kommt kaum wieder heraus. Der aktuelle Umgang mit Gil Ofarim zeigt das deutlicher als jede Staffel zuvor – und wirft eine Frage auf: Wird hier jemand härter verurteilt als eine Frau, die tatsächlich einen Menschen getötet hat? 2009 gewann Ingrid van Bergen das Dschungelcamp. Eine Schauspielerin, die Jahrzehnte zuvor ihren Liebhaber erschossen hatte, wegen Totschlags verurteilt worden war und mehrere Jahre im Gefängnis saß.…


























